Glatzmanns

 

Letzte Änderung. 13.1.2015

 

Glatzmanns wird im Wüstungsarchiv des Bundesdenkmalamtes unter Nr. 522 10 unter G 146 in Altenwörth in den Auen vermerkt, Prof. Dr. Richard Hübl setzt G. ins Ortsgebiet von Altenwörth. 

Im Zwettler Stiftsarchiv, Zwettl, Zisterzienser (1055 - 1742), Signatur 1221 V 31, findet sich folgender Eintrag: "Datum: 1221 nach Mai 31: Ulrich von Falkenberg und seine Söhne Rapoto, Albero und Hadmar übergeben beim Begräbnis der Gisela von Falkenberg zu ihrem Seelenheil dem Kloster Zwettl das halbe Dorf Glatzmans für einen Konventdienst am Sterbetag." 

Stiftsarchiv, Zwettl, Zisterzienser (1055 - 1742), Signatur 1234 X 23: "Hz. Friedrich (II) bestätigt dem Kloster Zwettl die Übernahme der auschließlichen Vogtei sowie genannte Schenkungen seiner Ministerialen: ... Atzo einen Weingarten beim Fluß Krems.....außerdem omnes villas Glatzmans....." 

Im Buch "Der Grundbesitz des Stiftes Zwettl - Herkunft und Entwicklung" von Stiftsarchivar P. Alois Wagner, 1938 findet sich folgender Eintrag: "Glatzmans, abgekommen, b. Altenwörth a.D. Im Privileg Friedrich II. 1234 Oct. 10., auch Gl. als Besitztum des Kl. Zw. genannt. - 1295 April 25. Abt Penzo v Heiligenkreuz entscheidet den Streit zwischen dem Schottenkloster in Wien und dem Kl. Zw. über den Besitz der Donauinsel bei Glatzmans." 

Über obgenannten Streit gibt folgende Urkunde genaue Auskunft:
Zwettl, Stiftsarchiv - Zwettl, Zisterzienser (1055 - 1742), Signatur: 1295 IV 25
"Datum 25. April 1295: Abt Penzo von Heiligenkreuz entscheidet einen langen Streit zwischen Abt Wilhelm vom Schottenstift in Wien und Abt Ebro von Zwettl um die Insel Glatzmans: Zwettl hat insulam que sita est alia parte Danubii in Eigenbesitz; relicte tantum superiori parte predicte insule, que certis metis et limitibus demonstratur, wie Abt und Konvent vom Schottenstift zugesprochen; die andere Insel nahe beim Dorf Glatzmans verbleibt wie bisher bei Zwettl, doch haben die Schotten-Kolonen des Dorfes dort unentgeltliches Weiderecht für höchstens 32 Schafe; wollen sie mehr Schafe und Pferde weiden, müssen sie dem Abt von Zwettl oder seinem Offizial entsprechenden Zins zahlen. Zeugen: Albero von Kuenring, Hermann de Wilfkersdorf, Leopold de Sachsengange und sein Sohn Leopold, Konrad de Puechberg, Hadmar und Rapoto fratres dicti von Falckenberg, Albero de Hohenstain, Leutwin von Werd, Ortlib von Winchel, Hugo und Heinrich frater suus et Reinbert patruus suus dicti von Lichtenfels omnes ministeriales."

 

Nach 1295 sind keine Daten über diese Insel vorhanden.

 

Dezember 2014
Maria Knapp, Andreas Nowotny