Schreibweisen von "Altenwörth"

 

Letzte Änderung: 2.12.2014

 

Im Laufe der Jahrhunderte erfuhren die Ortsnamen größere Veränderungen. Nur wenige Personen konnten schreiben, vieles wurde mündlich weitergegeben und dann nach Gehör aufgeschrieben (in den Pfarrmatriken ist dies bis ins 19. Jahrhundert nachzuvollziehen).
In folgender Liste sind die verschiedenen Schreibweisen von Altenwörth angeführt. Die Erklärung der Abkürzungen finden Sie am Ende des Textes.

 

1011               Sigmarisuueride                 Originalurkunde im Germanischen Nationalmuseum, Nürnberg

1014               Sigemaresuueret                Originalurkunde aus dem Bayerischen Hauptstaatsarchiv, München

1188               de Werde, plebanus           GB XII, S. 494

Ca. 1230         Altnwerde                           AÖG 53/2, S. 270 f. = Maidhof, Pass.Urb. II, S. 115

1302/22          Altnwerd                             Österreichische Urbare III/1, S. 160

1316               alten Wird                           OÖUB V, S. 167

2.H. 14.Jh       Insula antiqua                     MB 28/2, S. 493

1429               antiqua insula, Altnwerd     Schmieder, Matriken Passau, S. 27

1433               Altenwerd                           FRA II/69, S. 578

1439               Alltenberd                           Hardegger Urkunden, 262

Um 1530         Altenwerdt                          Paan-Büchl über Winchl, NÖ Landesarchiv

Um 1650         Altenwörth                          Pfarrmatriken Kirchberg am Wagram

1817               Altenwörth                          Topographische Tabelle, Nö Landesarchiv

1830               Altenwörth                          Franziszeischer Kataster, NÖ Landesarchiv

 

Anmerkung: Es ist nicht geklärt, welcher Ort bzw. welche Gegend wirklich mit Sigmaresweret gemeint war. Näheres siehe hier: http://www.hf-kirchberg.at/index.php/ortsuebergreifend/sigmaresweret

 

Erklärung Abkürzungen

AÖG
Archiv für Kunde österreichischer Geschichts-Quellen, 1849 ff 

GB
Gescichtliche Beilagen zu den Consistorial-Currenden der Diözese St. Pölten, 1878 - 2001

FRA - Fontes rerum Austriacarum
Österreichische Geschichtsquellen, herausgegeben von der Historischen Kommission der Österreichischen Akademie der Wissenschaften in 3 Abteilungen: I. Scriptores, Band 1-13, 1855ff.; II. Diplomataria et Acta, Band 1-87, 1849ff.; III. Fontes iuris (Quellen zur Geschichte des österreichischen Rechts), herausgegeben von der Kommission für die Savigny-Stiftung, Band 1-11, 1953ff.

MB
Monumenta boica - sind eine bedeutende Quellensammlung zur bayerischen Geschichte in 54 Bänden bzw. 65 Teilbänden, die seit 1763 von der Bayerischen Akademie der Wissenschaften und ab 1927 von der Kommission für bayerische Landesgeschichte bei der Bayerischen Akademie der Wissenschaften in München herausgeben wurde. Quelle: http://de.wikisource.org/wiki/Monumenta_Boica 

OÖUB
Oberösterreichisches Urkundenbuch

 

Quellen:
Heinrich Weigl: Historisches Ortsnamenbuch für Niederösterreich, Wien 1975
Christine Zaussinger: Dissertation zum Thema: Die Siedlungsnamen des Tullnerfeldes und des Traisentales …, Wien 1961
NÖ Landesarchiv, Urkunde und Geschichte - Niederösterreichs Landesgeschichte im Spiegel der Urkunden seines Landesarchivs, St. Pölten 2004

 

Maria Knapp
Oktober 2012