Glaser


Letzte Änderung: 31.12.2016  

 

Die Ägypter stellten bereits 3500 v. Chr. Glas her. Im Mittelalter erfolgte die Glasproduktion und die Glasmalerei nur in Klosterwerkstätten, bis der Beruf allmählich auf bürgerliche Handwerksbetriebe überging. 
Die wichtigsten Werkzeuge, die auch im Innungszeichen dargestellt sind, waren Glaserdiamant, Trenneisen, Hammer und Kröseleisen. 

Abb.: K.k.Hoflith. Haase, Prag
zur Verfügung gestellt von Herrn Herbert Pauritsch sen., Niederschleinz

 

Glaser waren in unserem Raum nur im Marktort Kirchberg am Wagram ansässig. 

1737: Johann Peter Rath wird im Oberstockstaller Grundbuch auf Haus Nr. 1 genannt, Gattin Polixena. 1740 ist er verwitwet.

1749 übernimmt Bernhard Neuberger mit Gattin Magdalena Gewerbe und Haus.

1784: Ignaz Neiberger, Sohn des obigen in Haus Nr. 1.
1801: Ignaz Neuberger ist bürgerl. Glasermeister in Kirchberg 1, Ehwirthin Marianna geb. Gfaller. Er stirbt 1802 mit 50 Jahren am Faulfieber (Typhus).
1803: Der gewesene Glasermeister Bernhard Neuberger, stirbt mit 95 Jahren in Kirchberg 26.
1811: Der bürgerl. Glasermeister Johann Neuberger, Sohn von Ignaz, stirbt mit 25 Jahren in Kirchberg 34 an der Lungensucht.

1840: Theresia Osten, geb. Fegerl, Gattin des Josef Osten, Glasermeister in Kirchberg 17, stirbt mit 70 Jahren an Altersschwäche.

Um 1876: Leopold Gsell ist Glasermeister in Kirchberg 19.

1937 stirbt der Glasermeister Karl Gsell in Kirchberg 26.

Danach: Karl Schuhmeister in Kirchberg, Marktplatz 26. 

 
Quellen:
Bay.HStA, HL Passau, Rep. 51, Verz. 1 Fasz. 5/101
Pfarrmatriken Kirchberg am Wagram
 
 
Jänner 2016
Maria Knapp