Müller (molitor) 

 

 Letzte Änderung: 28.12.2016

 
Ehemaliges Schul-Wandbild der Schule Niederschleinz,
Verlag F. Tempsky, Prag
zur Verfügung gestellt von Herrn Herbert Pauritsch sen.  

 

Geschichte 

Bereits mit dem Sesshaftwerden und dem Beginn des Getreideanbaues brauchten die Menschen Werkzeuge, um das Getreide zerkleinern und so besser genießbar machen zu können. Die Mühle ist somit eine der ersten Maschinen der Menschheitsgeschichte.

Mahlsteine aus der Steinzeit fand man an vielen Stellen auf allen Kontinenten. Auf altägyptischen Wandmalereien erkennt man schon Mörser und Stößel, mit denen Mehl hergestellt wurde.

Im zweiten Buch Mose wird  eine Mühle – nämlich eine Handmühle - beim Verarbeiten des vom Himmel gefallenen Mannas erwähnt: "Mose sagte zum Pharao: 'So spricht der Herr: ‚Um Mitternacht werde ich durch dein Land gehen und alle ältesten Söhne der Ägypter töten - angefangen bei deinem Sohn, der dir auf den Thron folgen soll, bis hin zum ältesten Sohn einer Sklavin, die mit der Handmühle Korn mahlt.'“ (2, Mose 11, 4 – 5)

Auf der Flucht aus Ägypten buken die Israeliten Brot aus dem vom Himmel gefallenen Manna: „Und er sprach zu ihnen: ‚Das ist's, was der Herr gesagt hat: Morgen ist Ruhetag, heiliger Sabbat für den Herrn. Was ihr backen wollt, das backt, und was ihr kochen wollt, das kocht; was aber übrig ist, das legt beiseite, dass es aufgehoben werde bis zum nächsten Morgen.“ (2, Mose 16, 23) 

Die Griechen und Römer entwickelten zur Versorgung der Städte große Glockenmühlen, deren riesige Steine durch Tiere oder Sklaven betrieben wurden. Nach wie vor gab es aber die Handmühlen, die Großteils von den Frauen des Hauses bzw. den Sklavinnen betrieben wurden. 

  
Li: Kopie einer Mühle in Herkulaneum (I). Auf beiden Seiten wurden Stangen in die Auslassungen gesteckt und die Mühle damit gedreht. 
Re: Unterteil der Mühle

Bereits vor Christi Geburt gab es gewerbliche Bäckereien, die ihr eigenes Korn erzeugten. Da dieser Berufszweig für die Ernährung der Bevölkerung immens wichtig war, standen auf Beeinträchtigung von Mühlen durch Diebstahl oder Zerstörung hohe Strafen. Schon zeitig schlossen sich die Müller in Innungen zusammen, der Beruf wurde wegen seiner Wichtigkeit von oben her stark reglementiert. 

Wann und wo die erste Wassermühle ihren Betrieb aufnahm, kann nicht mehr festgestellt werden. Mit der Erfindung des Getriebes, eines mehrgliedrigen mechanischen Systems aus Zahnrädern und Wellen, traten die Wind- und Wassermühlen ihren Siegeszug an. 

Der nächste wichtige Schritt in der Entwicklung der Mühlen war die Einführung der Walzenmühle durch den Schweizer Jakob Sulzberger, bei der das Korn nicht mehr zertrümmert, sondern gequetscht wird. 

Bis zum Jahr 1848 war es das Recht des Grundherrn, Mühlen zu errichten. Seine Untertanen durften nur in seiner Mühle ihr Getreide mahlen lassen (Mühlenzwang), was für die Leute oft einen weiten Fahrweg bedeutete. Um das Pachten einer Mühle – was zu jeder Zeit Schwerarbeit bedeutete -  attraktiver zu machen, hatten die Müller gewisse Vorrechte:

  • Bier und Branntwein durften vom Müller hergestellt und verkauft werden.
  • Der Müller durfte selbst Roggenbrot herstellen und verkaufen.
  • Wassermüller durften für den Eigenbedarf in ihrem Bach fischen.
  • Zur Mühle gehörte meist  ein Gemüsegarten, Wiesen und einige Ackergrundstücke.
  • Der Müller durfte in den Wäldern der Herrschaft Brennholz sammeln.  

In unserer gewässerreichen Gegend gab es fast nur Wassermühlen an Bächen. In Altenwörth gab es bis kurz vor 1900 drei Schiffmühlen. 

Durch das Voranschreiten der Industrialisierung und Technisierung schlossen immer mehr kleine Müller ihren Betrieb, da sie nicht mehr wettbewerbsfähig waren.

 

Gesetzliche Vorschriften

Da es sich beim Mehl um ein wichtiges und notwendiges Lebensmittel handelt, gab und gibt es für die Müller strenge Hygienevorschriften. Einige davon sind im "Handbuch für Orts-Richter" aus dem Jahr 1840 aufgelistet:

"In den Mühlen soll auf Reinlichkeit gesehen werden. Ueber die Reinlichkeit in den Mühlen, die gute Beschaffenheit des Baustandes haben die Ortsgerichte die Aufsicht zu führen, und des Monaths wenigstens Ein Mahl die Nachsicht persönlich pflegen. 

Wippelhaftes oder brandartiges Getreide, von welchem die Ansteckung und Verunreinigung des übrigen zu besorgen ist, soll der Müller nicht auf den Mehlboden bringen, sondern außer der Mühle, jedoch unter einem Dache bis zur Vermahlung aufbewahren. 

Mit Mutterkorn vermischtes Getreide darf der Müller für sich noch für eine Parthey vermahlen, sondern er muß solches zur Reinigung und Ausscheidung zurück weisen. 

Jedes zur Mühle bestimmte Getreide, so wie das hieraus erzeugte Mehl und Kleien, muß auf einer Schalwage abgewogen werden. Schnellwagen sind den Müllern verbothen." 

 

Begriffe

Mühlstein
Der wichtigste Teil der Mühle ist der Mühlstein. Von seiner Qualität, Größe und der Geschwindigkeit des Mahlvorganges hängt die Güte des Mehls ab. Ursprünglich verwendete man Sandstein, später ging man zu Quarz, Basaltlava und Porphyr über.

 
Ein Mühlstein im MuseumKrems - Mühlstein im Stadtmuseum St. Pölten

Bodenstein - Läuferstein
Der Bodenstein liegt fest, während der Läuferstein bewegt wird, wodurch das dazwischen befindliche Korn zerquetscht wird.

 
Links ein Bodenstein und rechts der Mahlstein aus der Lengyel-Kultur um 5000 v. Chr., gezeigt von Prof. Franz Hnizdo im Steinzeitkeller in Platt


Mahlgang
Der Mahlgang ist die Maschine zum Zermahlen der Körner. Diese Maschine besteht in den meisten Fällen aus zwei zylindrischen Steinen, welche auf den Kreisflächen übereinander liegen und von denen der untere (Bodenstein) fest liegt, der obere (Läufer) sich dreht; selten ist das Umgekehrte der Fall, und noch seltener drehen sich beide Steine. 

Eine dreigängige Mühle hat also drei verschiedene Mahlwerke.


Laufrad
Das Rad, auf das das Wasser zum Antrieb des Getriebes trifft.

 

oberschlächtig, unterschlächtig
Bei einem oberschlächtigen Wasserrad fließt das Wasser von oben auf das Rad, bei einem unterschlächtigen dreht sich das Rad mit seiner Unterseite im Wasser. 


Eine oberschlächtige Mühle im Museumsdorf Niederulz
 

 
Eine unterschlächtige Mühle
Ehemaliges Schul-Wandbild der Schule Niederschleinz, Verlag F. Tempsky, Prag
zur Verfügung gestellt von Herrn Herbert Pauritsch sen. 

 

Müller in den Pfarrmatriken 

Altenwörth

1650: Hannß Khupfer, Mülner zue Altenwörth, Gattin Sophia, Kind Joannes

1655: Christophorus Pekh mit Gattin Anna Maria

1661: Stephan Peckh als Schiffmühler laut Mühlenbuch (HSStA 1005/2)

1777: Die dem Anton Nußbaumer gehörige Schiffmühle wird versteigert, nachdem sie seit 1776 leer steht.

1781: Michael Bsteh, Müller

1788/1791: Joseph Bauer, Müllermeister in Altenwörth 28. Er stirbt 1794, auf Wunsch seiner Frau, die die Mühle nicht weiterbetreiben kann, wird die Mühle von der Herrschaft Grafenegg versteigert.

1797: Franz Lades, Altenwörth 28, Mühljunge, 27 Jahre, heiratet die Witwe Franziska Gabler, nach dem Schiffmühler Leopold Gabler.

Um 1800: Mathias Fruch? Müllermeister in Altenwörth

Um 1812: Der Schiffmüller Anton Bsteh, und der Stiefsohn des  Schiffmüllers Ladus haben mit anderen neun Personen vor dem Ertrinken gerettet.

1815/1838: Der Müllermeister Mathias Schuh von Altenwörth 9, stirbt mit 54 Jahren 

1819: Jakob Bauer, Schiffmüller, Gattin Katharina geb. Kleindienst aus Utzenlaa, Altenwörth 17 

In der Topographischen Tabelle von 1817 werden drei von der Donau betriebene Schiffmühlen angeführt.

1824: Die dem Georg Müller und seiner Frau Magdalena gehörige Schiffmühle wird versteigert.

Um 1828: Der Schiffmüller Michael Korner heiratet Katharina Hof. Sein Vater war Essigsieder in Weitenegg.

1830: Hauseigentümer laut Pfarrchronik:
     Nr. 37 Bsteh Michael, Schiffmüller
     Nr. 38 Korner Michael, Schiffmüller
     Nr. 39 Haidvogl Karl, Schiffmüller 

1835: In der Topographie von Franz Xaver Schweickhardt liest man: "Dieser Ort liegt nahe an dem linken Ufer der Donau zwischen den Dörfern Gigging und Sachsendorf, in einer ebenen Gegend, zu welchen auch drei Schiffmühlen, jede mit einem Gange gehören."  

1842:  Müllermeister Michael Bsteh heiratet im Haus Nr. 37.

1844: Michael Korner ist Mühlermeister in Altenwörth 38.

Februar 1850: Michael Bsteh ist verstorben, seine Witwe Barbara heiratet mit 42 Jahren den aus Stetteldorf stammenden und bereits hier arbeitenden Müllerjungen Ignaz Janisch mit 20 Jahren

1852: Schiffmüller Franz Guggenberger, er stammte von einem Müllermeister in Wolkersdorf ab. Seine Gattin war die Tochter des Müllermeister Karl Haidvogl.

1853: Anton Weiss, Altenwörth 44, Schiffmüllermeister, Gattin Anna Maria, geb. Linninger

1857: Der Schiffmüller Karl Haidvogl wohnt in Altenwörth 39.

1866: ließ man laut Pfarrer Größinger während des Preußisch-Österreichischen Krieges Schiffmühlen, alle Schiffe, Plätten, Zillen und alles Lang- und Bauholz auf das jenseitige Ufer nach Zwentendorf oder nach Wien bringen, um dem Feind kein Material zum Brückenbau zu lassen. 

Um 1869/72: Ignaz Handlbüchler ist Schiffmüller in Altenwörth 4.

1875: In der Nacht vom 25. auf den 26. April brannten in Altenwörth sämtliche drei zu den  Abnaumühlen  gehörigen Hütten ab. Ursache des Feuers unbekannt. 

1877 – 1885: Ignaz Janisch ist Müllermeister bzw. Schiffsmüller in Altenwörth und Vizebürgermeister bzw. 1. Gemeinderat 

1879: Der Schiffmüller Karl Handlbichler, sucht einen Lehrjungen.

Um 1889: Anton Haslinger, Schiffmüllner in Altenwörth 21 

1882: Am 24. Februar um 2 Uhr morgens brannte die dem Paul Lindner gehörige Schiffmühle ab, ohne sonstigen Schaden anzurichten. Ursache des Brandes nicht völlig bekannt. 

1896 brannte die letzte Schiffmühle ab. 

 

Engelmannsbrunn

Die Mühle in Engelmannsbrunn war der Herrschaft Grafenegg untertänig. 

1343: Michel Imbach (Dienstbuch Göttweig 1343) 

1400: Wolfgang und Elisabeth Prunner (Dienstbuch Göttweig 1400) 

1501  
Haintz und Agnes Ajader (Dienstbuch Göttweig 1501)
 
Hanns und Anna Sayler (Dienstbuch Göttweig 1501) 

1519  
Christian und Katharina Mandl
 

1530  
Mathias und Anna Aigharker
 
Pangratz und Rosina Schiller 
Steffl und Brigitta Lug 
Hanns und Rosina Herman 

1570: Florian und Rosina Firnhirzer 

1661: Wolff Laninger (laut Mühlenbuch HS des Ständischen Archives, Mühlenbuch HSStA 1005/2)   

1632: Am 29. Dezember stirbt Lepold Fragner, Müllner zu Englmannsbrunn (Pfarrmatrik) 

1643: Ehrhardt Gradl (aus der Taufmatrik)

Um 1685: Martin Leittner, Müllner in Engelmannsbrunn 

1699: Egidy und Sophia Moll 

1709: Hans Georg und Catharina Kain 

1747: Franz und Catharina Schwingenschlögl 

1772: Ignatius und Catharina Frienberger 

1780:Johann Babtista und Anna Maria Einzinger 

1781:Mathias und Johanna Grünberger, Müller (auch Kainnberger geschrieben)

1811: Eleonora, Ehefrau des Franz Springer, Müllermeister in Engelmannsbrunn 8, stirbt mit 48 Jahren.

1823:Joseph und Anna Grünberger 

1845: Leopold Solterer, Witwer 

1847: Leopold und Katharina Ehrentraud 

1863: Katharina Ehrentraud 

1865: Josef Ehrentraud 

Um 1868: Leopold Ehrentraut ist Müllermeister in Engelmannsbrunn 3.

Um 1868: Dominik Wurz ist Bestandmüllner in Engelmannsbrunn 3.

1870: Anton und Barbara Plain 

1877: Anton und Barbara Plach 

1878: Leopold und Johanna Ehrentraud 

1879: Franz Weber und Josefa Wallner 

1881: Anton Ehrentraud 

1882: Florian und Anna Kollmann 

1882: Josef und Johanna Neugebauer 

1883: Franz Pichler 

1884: Anna Pichler  

1919: Johann und Anna Schuster 

1924: Karl und Antonia Amashaufer

1926:Adolf und Maria Amashaufer 

Ab 1959: Karl und Hilda Amashaufer 

Am 23. August 1911
"wollte der Müllermeister Franz Pichler den Wasserkanal reinigen, stieg in denselben, bei der Kreuzung der Straße Kirchberg – Fels und Mallon - Engelmannsbrunn ein, verirrte sich in demselben, verkroch sich derart in Schlamm und Schotter, daß er in dem stockfinsteren Tunnel ca. 6 Meter tief unten, der Zeit 7 Stunden verbleiben mußte. Erst mit Anordnen des Oberlehrers Eduard Steininger, einen Schacht auszuheben an der Stelle wo man beiläufig glaubte die Stimme des Müllermeisters zu vernehmen, konnte derselbe nach 7 stündiger anstrengender Arbeit im total durchnässten und erschöpftem Zustande aus dem Kanal gehoben werden. Nachdem ihm an Stelle des Arztes der Oberlehrer Eduard Steininger ein warmes Bad und starken heißen Tee verabreicht hatte, konnte man ihn in das Bett legen, worauf er in einen Schlummer verfiel. Tags darauf war derselbe schon wieder halbwegs gesund und versah wie gewöhnlich sein Müllergewerbe."
Quelle: Schulchronik Engelmannsbrunn
 

Am Montag den 14. April 1913
"wurden unter dem Jubel der ganzen Bevölkerung von Engelmannsbrunn die alten Mühlrinnen, welche ein Schandfleck für Engelmannsbrunn waren, niedergerissen.
Die Mühle wird nunmehr durch Wasser in unterschlächtigen Rinnen betrieben, nun konnte der Platz, wo die Mühlrinnen standen, geebnet werden und werden an ihrer Stelle fürderhin reichtragende und der Gemeinde nutzbringende Obstbäume gesetzt. Der Mühlermeister Franz Pichler bezahlte die ganzen Auslagen aus eigenem mit dem Bemerken, er brauche von niemanden eine finanzielle Hilfe, damit ihm beim Bau der neuen Anlage niemand etwas dreinspreche."
Quelle: Schulchronik von Engelmannsbrunn 

 

Kirchberg

1658: Sebastian Lang in der Reselmühl 

Die Bäckerin Eleonora Gerersdorferin aus Kirchberg hatte laut Inventur nach ihrem Tode im Jahr 1757 eine kleine Mühle im Garten stehen, deren Wert auf 50 fl geschätzt wurde.

Aus dem Grundbuch Bad Pirawarth ab 1770:
Ein behauste Mühl in Doppl unter Kirchberg liegend.
Die Mühl ist van langer Zeit hero öedt, das Haus gehört aber unter das Dom: Capitel Passau zu der Herrschaft Ober-Stockstall.

1804: Johann Paul Koppauer macht am 6.4. sein Testament und stirb am 30.4. 1805 mit 73 Jahren. 

1845: Der Bestandmüller Joseph Schwarz stirbt in Kirchberg 36 mit 63 Jahren an allgemeiner Wassersucht.

1865: Der Dampfmühlenbesitzer August Eibl geht in Konkurs (Wiener Zeitung vom 3.6.1865) 

Um 1870: Müllermeisters Dominik Wurz (Stary) in Kirchberg 51.

Um 1886: Anton Wichtl ist Müllermeister in Kirchberg 51.

 

Mallon

1655: Maximilianus Prenswekl

Um 1819: In Mallon 7 wohnt der reisende Müllergeselle Andreas Maler.

 

Mitterstockstall

Um 1777/1796: Anton Pichler ist Müllermeister in Mitterstockstall 19, Ehwirtin Anna Maria geb. Pockenhofer. Er stirbt 1801 mit 63 Jahren.
1793 stirbt seine Ehefrau Anna Maria geb. Wimmer mit 24 Jahren.
1796 stirbt seine Ehefrau Theresia mit 25 Jahren.

1784: Der ledige Mühljung Franz Schmidt stirbt mit 56 Jahren in Mitterstockstall 19.

1808: Johann Aschenbrenner ist Müllermeister in Mitterstockstall 19, Gattin Katharina geb. Grossauer.

1817: in den Topographischen Tabellen: "Das bei den Teichen abfließende Wasser treibt eine unterthänige Mühle mit einem oberschlächtigen Weißgange."

1937: Johann Brandstetter ist Mühlenbesitzer in Mitterstockstall 30.

1946: Der Müllergehilfe Franz Rauscher stirbt in Mitterstockstall 22 nach einem Unfall.

 

Unterstockstall

1661: Maria Perin, Millerin

1669: Sebastianus Berr und Gattin Maria

1781: Müllermeister Sebastian Engelbrecht. Er stirbt 1790 mit 80 Jahren in Unterstockstall 1.

1791 Ferdinand Grundböck, Müllermeister

1808: Der Müllermeister Joseph Krumpöck stirbt mit 49 Jahren in Unterstockstall 1.

1808: Georg Wagner, Müllermeister in Unterstockstall 1 heiratet mit 29 Jahren die hinterlassene Witwe Anna Maria des Joseph Grummböck, Müllermeisters in Unterstockstall 1  

Um 1818/23: Georg Wagner ist Müllermeister in Unterstockstall 1, Gattin Juliana geb. Diwald. Er stirbt 1851.

Um 1867: Leopold Wagner ist Müllermeister in Unterstockstall 1

1842: Anlässlich eines Rechtsstreites über die Wasserbenützung des Ortsbaches wird in einem Dokument der Herrschaft Winkelberg der Müller Josef Krumpöck erwähnt. 

1865: Der verehelichte Mühlenbesitzer Leopold Wagner stirbt mit 45 Jahren in Unterstockstall 1.

Um 1872: Anton Groiß ist Müllermeister in Unterstockstall 1. Er stirbt 1888 mit 48 Jahren.

 

Winkl

21.4.1651: Andreas Zeitlberger und Gattin Margaretha, Müller in Winkl, verkauft seinen Besitz an den Schneidermeister Johann König. (Archiv Vizedom)

1661: Im Mühlenbuch (HSStA 1005/2) werden Hans Wieser und Friderich Sembler als Schiffmühler in Winkl geführt, was darauf hindeutet, dass zwei der drei Schiffmühlen in der Winkler Freiheit standen. Die dritte wird von Stephan Beckh aus Altenwörth betrieben (wobei der Schreiber irrtümlich Altenmarckt schrieb). 

1888 stirbt der Müllermeister Anton Wögerbauer mit 84 Jahren. Wo er sein Gewerbe ausgeübt hat, ist nicht bekannt.

 

 

Interessante Literatur zu den Mühlen des Weinviertels:

Otto J. Schöffl:
     Mühlen im Wandel, Am Beispiel Schmidatal, 1999
     Mühlen im Wandel, Am Beispiel Göllersbach & Senningbach, 2002
     Mühlen im Wandel, Am Beispiel Pulkautal im Weinviertel, 2004 

 

Quellen:
http://de.wikipedia.org/wiki/M%C3%BChle
http://de.wikipedia.org/wiki/M%C3%BChlenzwang
Mühlen im Wandel, Am Beispiel Göllersbach & Senningbach
Pfarrmatriken Kirchberg am Wagram und Altenwörth 
Die Daten der Mühle Engelmannsbrunn wurden von Frau Marianne Eckart zur Verfügung gestellt.
Archiv Vizedom, NÖ Landesarchiv
ANNO - AustriaN Newspapers Online -, ein Projekt der Österreichischen Nationalbibliothek

 

Mai 2014
Maria Knapp