Die Kunstdenkmäler von Bierbaum

 

Letzte Änderung: 22.11.2014

 

Entnommen aus:

DEHIO-HANDBUCH
Die Kunstdenkmäler Österreichs; Niederösterreich nördlich der Donau, 1990

 

BIERBAUM am Kleebühel. Gemeinde Königsbrunn am Wagram. Polit. Bez. Tulln

Zeilendorf zwischen Wagram und Donau. – Urk. 1230. – An der Hauptstraße geschlossene Verbauung durch Zwerchhöfe, kleine Dreiseithöfe und Gassenfrontenhäuser. Nr. 40 mit Biedermeierfassade und Wappen, bez. 1843. Im O Ortserweiterung durch Einfamilienhäuser.

PFARRKIRCHE hl. Laurentius. Barocker Saalbau, 3. Viertel 18. Jh., im Anschluß an einen frühgotischen Chor- oder Kapellenbau, Ende 13. Jh. Turmzubau und Verlängerung nach W., 1. Hälfte 19. Jh. Rest. 1963, Innenrestaurierung 1964.

Chor mit kleiner Rundapsis, im O vermauertes Spitzbogenfenster, seitlich später ausgebrochene, spitzbogige Fenster. An der N-Seite die im Kern mittelalterliche Sakristei unter einheitlichem Satteldach mit dem Langhaus, Rundbogenfenster. – W-Zubau für Musikempore, in gleicher Breite wie das Langhaus, im Winkel verzogen, 2geschossig mit Rechteckfenstern. – W-Turm, vorgezogen mit rundbogigen Schallfenstern und Zwiebelhelm, 1. Hälfte 19. Jh. – Portalvorbau um 1900 (?).

Chor frühgotisch, Ende 13. Jh., leicht erhöht mit Rundschluß; Kreuzrippengewölbe mit derben Rippen und runden Schlußsteinen. Rundbogiger Triumphbogen. – Langhaus flachgedeckt mit barockem Stuckspiegel. Musikempore auf Säulen. – Turmerdgeschoß flachgedeckt .- Glasfenster von Max Heilmann 1964.

Volksaltar mit Bronzetabernakel von Viktor Hammer 1964, darüber Kruzifix 2. Hälfte 19. Jh.; barocke Figur Schmerzensmann (urspr. Guter Hirte), 1. Hälfte 18. Jh., restauriert und angekauft 1972. Orgel von M. Zachistal und Fr. Capek, 1891. – Kopie einer gotischen Madonnenfigur, gezeichnet 1966. – Kreuzwegbilder 3. Viertel 19. Jh., restauriert 1968. – Taufbecken 18. Jh., mit plastischer Gruppe Taufe Christi, Ende 19. Jh. – Trompete von Ferdinand Hell Mitte 19. Jh.; Tuba von Vincenz Franz Cerveny 2. Hälfte 19., Jh.

GRUFTGEWÖLBE im Keller des ehemaligen Schulhauses, an der N-Seite der Kirche; Grabplatte, Kruzifix zwischen Putten, Ende 16./17. Jh.

 

17. April 2012
Maria Knapp