Opfer der Donau 

 

Letzte Änderung: 20.9.2016 

 

Über die Jahrhunderte sind immer wieder Ertrunkene in der Altenwörther Freiheit angeschwemmt worden. Teils handelte es sich um ortsansässige, teils waren sie von weit her. Nicht immer konnte die Identität geklärt werden, oft auch nicht, ob sie verunfallt waren, oder ihrem Leben freiwillig ein Ende gesetzt haben.
 
1785: Der 24-jährige Hauerssohn Joseph Mayrhofer aus Oberseebarn ist in der Donau ertrunken und hier ausgeworfen worden.
 
1787: Eine ertrunkene, von der Donau ausgeworfene, einem oberländischen Schiffknecht gleichende Person, wurde nach landgerichtlicher Beschau im Friedhof beerdigt.
 
1790: Eine halbverweste männliche Leiche wurde von der Donau ausgeworfen.
 
1792: Eine Weibsperson mit etwa 45 Jahren ist von der Donau ausgeworfen worden.
 
1792: Eine Mannsperson mit etwa 30 Jahren ist von der Donau ausgeworfen worden.
Alle: Pfarrmatriken Altenwörth
 
1793: Todgefundene Mannsperson.
Den 5. Juli d. J. ist an der Donau bey Altenwörth unter der Herrschaft Grafenegg eine todte Mannsperson gefunden worden. Diese war von großer Statur, hatte ein kurzes, volles Angesicht, kurze lichtbraune Haare, trug ein feines leinenes Hemd, eine blaue halbseidene Veste, wovon die Knöpfe abgeschnitten waren, ohne Hosen und Schuhe. Welche hiermit zur allgemeinen Wissenschaft kund gemacht wird. Wien den 25. Julius 1793
Wiener Zeitung vom 27. 7.1793, S. 2240, veröffentlicht in ANNO - AustriaN Newspapers Online -, ein Projekt der Österreichischen Nationalbibliothek
 
1795: Eine Leiche, die einem Schiffsknecht glich, ist 1795 aus der Donau geborgen worden.
Pfarrmatriken Altenwörth
 
1798: Mathias Danhofer, ein 26jähriger Linzer Marstaller (Angestellter im Pferdestall eines Fürsten) aus Ried ob der Enns ist in der Donau ertrunken. Nachdem alle angewandten Heilmittel nicht geholfen haben, ist er am nächsten Tag beerdigt worden.
Pfarrmatriken Altenwörth
 
1835: Beschreibung eines männlichen Leichnams, welcher am 12. d. M. an das Donauufer zu Altenwörth von dem Wasser ausgestoßen und gerichtlich beschaut wurde.
Derselbe war groß und muskulös, beyläufig in einem Alter von 40 bis 50 Jahren, das Haupthaar braun, das Gesicht von der im hohen Grade eingetretenen Fäulniß ganz entstellt und unkenntlich, vorne am Oberkiefer neben dem linken Hundszahne fehlte ein Schneidezahn, und auf jeder Seite der zweyte Backenzahn. Nach dem Grade der Fäulniß zu urtheilen, mag dieser Leichnam schon 6 bis 8 Wochen im Wasser gelegen haben. Bekleidet war derselbe mit einem grob zwillichenen runden Spencer, einer gelben Piqueweste mit schwarzen Querstreifen, eine, Beinkleide von gelbem Mankinett, und einem Hemde von mittelfeiner Garnleinwand. An Effecten fand sich nichts vor. Alle Jene, welche von den näheren Verhältnissen dieses Unglücklichen Auskunft geben können, werden hiermit aufgefordert, diese der gefertigten Herrschaft mitzutheilen. Herrschaft Grafenegg am 13. April 1835.
Wiener Zeitung vom 14.5.1835, S. 517, veröffentlicht in ANNO
 
1841: Ertrunkene Mannsperson.
Von der Herrschaft Grafenegg V.U.M.B, wird hiermit bekannt gemacht, daß am 1. September d.J. in der Donau nächst Altenwörth, ein männlicher Leichnam aufgefunden und gerichtlich beschaut worden ist.
Der Verunglückte war bey 20 Jahre alt, 5 Schuh 3 Zoll groß, hatte leichtbraune kurz geschnittene Kopfhaare, die Zähne waren vollzählig, an der rechten Hand fehlte ihm der kleine Finger und an dessen Stelle war eine Narbe sichtbar. Die Gesichtszüge waren durch die Fäulniß bereits unkenntlich geworden.
Jedermann, welcher über den Nahmen, die Heimath, oder sonstigen Verhältnisse dieses hier unbekannten Verunglückten Aufklärung zu geben vermag, wird ersucht solches anher anzuzeigen. Grafenegg am 23. September 1841.
Wiener Zeitung vom 1.10.1841, S. 520, veröffentlicht in ANNO
 
1849: Beschreibung
Des am 9. Juni 1849 nächst dem Dorfe Altenwörth auf der Donau aufgefangenen unbekannten männlichen Leichnams.
Derselbe war in einem Alter von 23 bis 24 Jahren, 5 Schuh und 9 Zoll lang, hatte einen schwachen schönen Schnurrbart und braune Haare, welche rückwärts kurz abgeschnitten und vorne lang belassen waren. Bekleidet war derselbe bloß mit einer leinenen mittelfeinen Unterziehhose, vorne mit durchgezogenen Bandeln zum Binden versehen. Der Verunglückte scheint daher beim Baden ertrunken zu sein.
Wer immer über diesen Verunglückten Auskunft zu geben vermag, wird aufgefordert, hierorts die Anzeige zu machen.
Amtsverwaltung Grafenegg am 25. Jun 1849.
Wiener Zeitung vom 5.7.1849, S. 22, veröffentlicht in ANNO
 
1852: Personsbeschreibung
Eines laut einer Anzeige der k. k. Bezirkshauptmannschaft Krems vom 18. Juni 1852, am 23. Juni d. J. von der Donau zu Altenwörth angeschwemmten, unbekannten männlichen Leichnams.
Derselbe war 4 Schuh 9 Zoll lang, regelmäßig und stark gebaut, gut genährt, mit dunkelbraunen, geschnittenen Kopfhaaren, einem ungefähr einen Tag alten Barte, vollzähligen, wenig abgenützten Zähnen, die Augen und die Gesichtszüge waren ganz unkenntlich wegen der fortgeschrittenen Fäulniß.
Bekleidet war er mit einer blauen, feinernen, mit gelben Blumen gedruckten Weste, ohne Taschen, mit doppelter Reihe kleiner, metallener, gepreßter Knöpfe, einem gewirkten, wollenen weißen Hosenträger, einem battistenen, rosageblumten dreieckigen Halstuch, einem schwarzgrauen, gestreiften wollenen Beinkleide mit Latz und beinernen Knöpfen, einem grobleinenen Hemde ohne Werkzeichen, übrigens ohne Kopf- und Fußbekleidung.
In den Hosensäcken fanden sich: 1. Eine silberne Sackuhr älterer Form, mit römischen Ziffern, welche auf 5 Uhr zeigte, und sowohl auf dem Zifferblatte, (welches von Porzellan ist,) als auch am Werke die Bezeichnung des Uhrmachers trägt: Krumhuber in Vorchdorf Nr. 30. Diese Uhr ist in einem Gehäuse von rothem Bein mit schwarzen Flecken und silbernen Reifen eingeschlossen und hängt an einer seidenen grünen Schnur mit 2 Quasten, an welcher überdieß noch zwei messingene Uhrschlüssel befestigt sind, 2. Ein kleiner, beinerner weißer Haarkamm, ein Taschenfeidl größerer Gattung; 3. Ein eiserner Ring, in welchem einige kleinere Kettenglieder waren, welche Stücke von einem Pferdegeschirr herzurühren scheinen; 4. Ein lederner Geldbeutel mit einem Silberzwanziger und zwei Kreutzer Münze.
All diese Gegenstände befinden sich bei dem Bürgermeister von Altenwörth in Verwahrung.
Der Verunglückte, allem Anscheine nach der Classe der Schiffknechte angehörig und bei 25 bis 30 Jahre alt, dürfte bei 14 Tage im Wasser gelegen sein.
Wer immer über diesen Verunglücken Auskünfte zu geben vermag, wolle sie am flachen Lande der betreffenden k.k. Bezirkshauptmannschaft, in Wien der k.k. Wiener Stadthauptmannschaft mittheilen.
Von der k.k. n.ö. Statthalterei.
Wien am 15. Juli 1852.
Wiener Zeitung vom 23. und 25. 7.1852, S. 139, veröffentlicht in ANNO
 
1865: Vor einigen Tagen wurde nächst Altenwörth die Leiche eines kaum 25jährigen Mannes, der in ungarisches Costume gekleidet war, aus der Donau gezogen. Die Leiche mochte ungefähr drei Wochen im Wasser gelegen haben. Die Wäsche des Verunglückten war mit dem Buchstaben M. gemerkt. Ueberdies befanden sich an den Fingern derselben ein metallener Reifring, ein größerer Ring mit einem Herzen als Schild und ein ziemlich großer Siegelring mit fast unkennbaren Buchstaben.
Die Presse vom 9.6.1865, S. 9, veröffentlicht in ANNO
 
1874: Verunglückter Nauführer.
Das „Welt-Blatt“ berichtete vorigen Monats, daß bei Loibau oberhalb Stein am 22. April zeitlich Morgens ein Nauführer vom Floß in die Donau stürzte und spurlos in den Wellen verschwand. Der Verunglückte, ein sehr vermöglicher Mann und Vater von vier minderjährigen Kindern, war Anton Buchegger aus Buchberg bei Gmunden und wurde dessen Leichnam erst vorige Woche bei Altenwörth ans linke Donauufer geschwemmt und im Beisein eines Verwandten am 15. Mai l. J. am Altenwörther Friedhofe zur Erde bestattet.
(Neuigkeits) Welt Blatt vom 21.5.1874, 3. Bogen, S. 1, veröffentlicht in ANNO
 
Den 7. Juni 1885 ertranken bei dem aufsichtslosen Herumfahren auf der Donau die fleißigen Schulknaben Handlbichler Johann und Höllthaler Karl. Die Leiche des Handlbichler Johann wurde den 18. Juni 1885 bei Mannswörth angeschwemmt und daselbst beerdigt. Die Leiche des Höllthaler Karl wurde nicht vorgefunden.
Chronik der Volksschule Altenwörth, Teil 1, Lehrer Karl Schreiber (1882 – 1887)
 
1885: (In die Donau gestürzt.)
Nach einer Mittheilung der Bezirkshauptmannschaft Krems wird der 36jährige Schiffmann Anton Pischinger, bei dem Schiffsmeister Franz Stierschneider in Spitz bedienstet, seit 17. v.M. vermißt. Pischinger zechte an diesem Tage in einem am Donauufer befindlichen Gasthaus zu Altenwörth, verließ das Local erst um 10 Uhr Abends im betrunkenen Zustande und wollte sich auf seine Zille, welche er im Donaustrome an einen Pflock gebunden hatte, begeben. Da er jedoch nicht auf der Zille eintraf, so ist es fast zweifellos, daß er in der Trunkenheit in die Donau gefallen sei und in den Wellen seinen Tod gefunden habe. Im Besitze des Vermißten, welcher Schiffmannskleider trägt, befindet sich ein Börse mit 17 fl.
Morgenpost vom 13.12.1885, S. 9, veröffentlicht in ANNO
 
1886: Beim Baden den Tod gefunden.
Der beim Schlossermeister Hr. F. Kalchhauser in Kirchberg am Wagram bedienstete Gehilfe Josef Frank ging am 4. d. M. mit mehreren Burschen nach Altenwörth in die Donau baden, wobei derselbe des Schwimmens nicht gut kundig ertrank. Der Verunglückte wurde von mehreren in Altenwörth beschäftigten Schiffern aus dem Wasser gezogen und sodann bei Herrn Hametner in Altenwörth aufgebahrt und am 6. d. M. Nachmittags beerdigt. Der Sarg war mit Kränzen vollständig bedeckt und ganz Altenwörth begleitete den Verunglückten bis zu seiner letzten Ruhestätte. In der Pfarrchronik wird der Ertrunkene Josef Fennek genannt.
(Neuigkeits) Welt Blatt vom 14.7.1886, 2. Bogen, S. 2, veröffentlicht in ANNO
 
1888: Anton Kapeller aus Schlickendorf.
Vom k.k. Kreisgerichte in Krems wir hiemit bekannt gemacht:
Es sei im Sinne des Gesetzes vom 16. Februar 1883, Nr. 30 R.G.Bl., die Einleitung des Verfahrens zum Zwecke der Todeserklärung des seit dem 20. December 1857 vermißten, zuletzt in Schlickendorf Nr. 19, Gemeinde Theiß, wohnhaften Anton Kapeller, ledigen Sohnes der M. Anna Kapeller, wiederverehelichten Dietz, Hausbesitzerin in Schlickendorf Nr. 10 bewilligt worden.
In dem diesfalls eingebrachten Gesuche ist angeführt: „Am Sonntage vor Weihnachten des Jahres 1857 fuhr Anton Kapeller mit einem Kahne zur Nachtzeit von Hollenburg auf der Donau weg, um nach Theiß zurückzufahren. Bei dieser Ueberfahrt verunglückte derselbe, denn 3 Tage darnach wurde der Kahn in Altenwörth gefunden, der Rock desselben befand sich darauf, der Hut wurde auf einem Steinhaufen in der Nähe gefunden, und ist Anton Kapeller seither nicht mehr zum Vorschein gekommen.“
Es werden daher alle Jene, welche von dem Leben oder den Umständen des Todes des Vorgenannten Kenntniß haben, aufgefordert, davon dem Gericht oder dem für den Vermißten bestellten Curator Herrn Dr. Ludwig Heinemann in Krems bis 31. März 1889 Nachricht zu geben.
Nach Ablauf dieser Frist wird die Entscheidung über das Gesuch um Todeserklärung erfolgen.
Krems, am 29. Februar 1888.
Wiener Zeitung vom 13.3.1888, S. 352, veröffentlicht in ANNO
 
1895: (Zweimal beerdigt.)
Vor Monatsfrist wurde in Altenwörth in Niederösterreich von den Fluten der Donau der Leichnam eines älteren Mannes angeschwemmt und von der Gemeinde der üblichen behördlichen Behandlung zur Feststellung der Identität zugeführt. Die bezirksbehördliche Kommission hatte einstimmig erachtet, daß der Todte der israelitischen Confession angehört habe, und da seine Agnoscierung nicht gelang, wurde die Beerdigung angeordnet, welche die jüdische Cultusgemeinde auf dem israelischen Friedhofe in Oberstockstall unter Einhaltung aller confessionellen Ceremonien vornehmen ließ. Nachträglich erst tauche die Vermuthung auf, daß der Beerdigte mit dem in Ybbs wohnhaft gewesenen Buchdruckereibesitzer Franz Jahoda, der seit 15. April vermißt wird, identisch sein dürfte, und die Vermuthung wurde durch die eingeleiteten Nachforschungen vollauf bestätigt. Jahoda, welcher zweifellos freiwillig den Tod gesucht hat, war Christ und von christlicher Abstammung. Infolgedessen ordneten die Behörden seine Exhumierung und neuerliche Beisetzung auf dem katholischen Friedhofe in Kirchberg am Wagram an.
Grazer Tagblatt vom 23.5.1895, S. 7, veröffentlicht in ANNO
Die   Buchdrucker-Zeitung vom 6.6.1895, S. 289, veröffentlicht in ANNO, ergänzt:
Harr Jahoda war lange Jahre Geschäftsleiter der Buchdruckerei Rössler in Gablonz und ehrenhaften Charakters. In letzter Zeit trübsinnig, dürfte er den Tod freiwillig gesucht haben.
 
1896: (Ein spät entdeckter Raubmord.)
Am 9. Jänner d. J. erregte es in der Pfarre Dimbach in Niederösterreich das größte Aufsehen, daß der wohlhabende Bauer Franz Hinterholzer, mit dem Dorfnamen Hurlehner genannt, plötzlich verschwand, ohne daß man die geringste Ursache für das räthselhafte Verschwinden finden konnte. An jenem kritischen Tage fuhr Hinterholzer zeitlich in der Frühe auf einem mit zwei Ochsen bespannten Wagen mit einer Ladung Hafer nach Grein, woselbst er um 4 Uhr Nachmittags ankam und das Geld für den Erlös des Hafers in Empfang nahm. Um 6 Uhr Abends fuhr nun Hinterholzer weiter nach St. Nikolai. Am nächsten Morgen aber fand man in der Nähe der Kunstmühle bei Langenbach, anderthalb Stunden von St. Nikolai entfernt, das Gefährt Hinterholzer’s ohne dessen Besitzer. Die eifrigsten Nachforschungen blieben ohne Erfolg. Wohl war man der Ansicht, daß ein Selbstmord ausgeschlossen sei und daß an Hinterholzer wahrscheinlich ein Raubmord verübt wurde, allein trotz eifrigster Recherchen gelang es nicht, des Thäters habhaft zu werden. Der Verdacht, Hinterholzer ermordet zu haben, senkte sich auf die in der Nähe von Grein arbeitenden italienischen Arbeiter, doch konnte ein direkter Nachweis hiefür nicht erbracht werden. Hinterholzer blieb nun vier Monate verschollen. Im Laufe der vergangenen Woche wurde die Leiche sechs Stunden oberhalb Wien aus dem alten Donaubette bei Altenwörth aufgefischt. Die Geldtasche war ihrer Baarschaft beraubt, so daß es nunmehr feststeht, daß Hinterholzer das Opfer eines Raubmordes geworden ist.
Salzburger Volksblatt vom 8.5.1896, S. 4, veröffentlicht in ANNO
 
1896: Am 5. d. M. wurde in Altenwörth die Leiche eines 40- bis 50jährigen Mannes, vermuthlich Arbeiters, angeschwemmt, die 4 bis 5 Monate im Wasser gelegen sein dürfte. Er war 158 Centimeter hoch, hatte rothblonden Schnurr- und Backenbart, schadhafte Zähne und trug Oxfordhemd, roth-blaue Unterhose, blaue Tuchhose mit schwarzen Hornknöpfen und Lederriemen.
Deutsches Volksblatt vom 28.10.1896, S. 9, veröffentlicht in ANNO
 
1897: Ueber Ansuchen der Frau Josepha Haslinger, Hausbesitzerin in Altenwörth Nr. 7, wurde die Einleitung des Verfahrens zum Zwecke der Führung des Beweises des angeblich in der Nacht vom 30. Juni auf den 1. Juli 1897 erfolgten Todes ihres Gatten, des am 1. Jänner 1850 in Niederrana, polit. Bezirk Rohrbach in Ober-Oesterreich geborenen Anton Haslinger, zuletzt wohnhaft in Altenwörth Nr. 7, im Sinne des § 10 des Gesetzes vom 16. Februar 1883, Nr. 20 R.G.Bf., bewilliget.
Anton Haslinger soll in der Nacht vom 30. Juni auf den 1. Juli 1897 mit den Schiffmännern Franz Hofbauer aus Altenwörth und Anton Zimmermann in Gigging in der Hütte einer in Nußdorf am Donau-Ufer befestigten Zille übernachtet, sein Lager aber in dieser Nacht bloß mit einem Mende und einer Unterhose bekleidet verlassen haben und von der Zille aus in die Donau gefallen sein.
Seit dieser Zeit ist Anton Haslinger unbekannten Aufenthalts.
Nach den vorliegenden Erhebungen wurde am 5. Juli 1897 in Hainburg ein männlicher Leichnam aus der Donau gezogen, dessen Beschreibung auf die Person des Anton Haslinger paßt.
Die an der Leiche gefundenen Wäschestücke wurden als Eigenthum des Anton Haslinger agnoscirt.
Es wird hiemit Jedermann, welcher über das Verbleiben oder den Tod des Anton Haslinger Kenntniß hat, aufgefordert, diesem k.k. Kreisgerichte oder dem für Anton Haslinger bestellten Curator Herrn Anton Bachner, Schulleiter in Altenwörth, bis 1. März 1898 hievon Nachricht zu geben.
Ueber Auflauf des obigen Termines wird mit der Entscheidung über das Gesuch der Frau Josepha Haslinger vorgegangen werden.
Korneuburg, den 22. October 1897.
Wiener Zeitung vom 11.11.1897, S. 706, veröffentlicht in ANNO
 
1898: Am 18. V. M. hat die Donau bei Altenwörth die Leiche eines 16- bis 18jährigen Burschen angeschwemmt, der zirka drei Wochen vorher ertrunken ist, 185 Zentimeter hoch, kräftig und gut genährt war, niedere Stirn, dunkles Haar und gute Zähne und nur eine blaue fast neue Leinwandschürze trug.
Arbeiter Zeitung vom 5. 7. 1898, S. 5, veröffentlicht in ANNO
 
Große Aufregung verursachte am 28. September 1902 die Bergung der Leiche von Eduard Jellinek aus der Donau. Die beiden Gigginger Hauer Eduard Fischer und Ludwig Hainzl saßen auf einer Bank unweit der Donau, als Sie die Leiche entdeckten und bargen. Bürgermeister und Schulleiter Anton Bachner erkannte an der bezeichnenden Narbe über dem rechten Auge den Defraudanten (Betrüger) Eduard JeLlinek, der bei der Länderbank fast 5,000.000,-- Kronen unterschlagen hatte. Er war am 18. September aus der Bank geflüchtet, als er sah, dass der Betrug auffliegen würde. Am nächsten Tag wurde er bei Krems am Donauufer gesehen. Seine Leiche hat bis zum 28. September bis nach Altenwörth gebraucht. Wahrscheinlich ist sie einige Zeit an Gestrüpp festgehangen. Nach der Totenbeschau durch Dr. Jarosch aus Kirchberg wurde der Leichnam von einer Gruppe Sachverständiger und Verwandter aus Wien begutachtet, um bereits am 29. September am israelischen Friedhof in Oberstockstall beerdigt zu werden. Von den angekündigten 10.000,-- Kronen erhielten die Finder der Leiche nur einige hundert Kronen. Über diesen Betrugsfall berichteten die Zeitungen der Monarchie tage- und seitenlang.  
 
 
Bild: Illustriertes Wiener Extrablatt vom 30.9.1902, veröffentlicht in ANNO
 
1903: Aus Altenwörth wird uns berichtet: Vor wenigen Tag schwemmte die Donau den Leichnam eines Knaben an das Land. Die Leiche, welche ungefähr acht Monate im Wasser gelegen sein dürfte, war schon stark verwest. Der Knabe dürfte 11 bis 13 Jahre alt sein und der Kleidung nach den besseren Ständen angehören. Man vermutet, daß es die Leiche des im Monate September in der Donau ertrunkenen Sohnes des Doktor List ist. Bekanntlich verunglückten die beiden Söhne des Dr. List beim Baden in der Donau. Es konnte damals nur die Leiche des einen Sohnes geborgen werden.
Neues Wiener Tagblatt (Tages-Ausgabe) vom 3.5.1903, S. 61, veröffentlicht in ANNO
 
1907: (Selbstmordversuch.)
Die in Gigging wohnhafte Dienstmagd Johanna Breith begab sich am 19. ds. Abends mit ihrem 11 ½ Monate alten Kind Hedwig an das Donauufer mit der Absicht, sich und ihr Kind zu ertränken. Ihre Pflegemutter Theresia Wieland, die die Verzweiflung ihrer Pflegetochter bemerkte, lief ihr nach, brachte sie von dem Selbstmordgeanken ab und nahm sie mit nach Hause. Das arme Mädel hatte schon im Juli einen Selbstmordversuch begangen, an dessen Folgen sie lange litt. Das Motiv der Selbstmordversuche ist, weil sich der Vater ihres Kindes, ein gewisser Franz Temper, Hilfsarbeiter in Altenwörth, von ihr abgewendet hat.
Österreichische Land-Zeitung vom 31.8.1907, S. 5, veröffentlicht in ANNO
 
1909: Altenwörth. (Leichenfund).
Am 29. d. wurde die Leiche eines 155 Cm. großen, kräftigen Mannes mit kastanienbraunen Haaren aus der Donau gezogen. Die Leiche trug ein geprägtes Anhängsel vom Wallfahrtsort Maria Taferl bei sich.
Österreichische Landzeitung vom 7.8.1909, S. 7, veröffentlicht in ANNO
 
1909: (Angeschwemmte Leiche.)
Nächst Altenwörth wurde dieser Tage die Leiche eines 10- bis 12jährigen Knaben aus der Donau gezogen. Sie war ganz nackt und dürfte etwa 14 Tage im Wasser gelegen sein. Das Kopfhaar ist dunkelblond. Die Zähne sind stark, insbesondere die Schneidezähne breit, und stehen etwas nach einwärts gedrückt. Im Unterkiefer fehlen die beiden Eckzähne und links auch der kleine Backenzahn neben dem Eckzahn. Mutmaßlich ist der Bursche beim Baden ertrunken.
(Linzer) Tagespost vom 31.8.1909, S. 6, veröffentlicht in ANNO
 
1909: Am 25. September trug die Donau bei Altenwörth die Leiche eines großen, starken Mannes mit dunkelbraunem Haar, braunem, starkem Schnurrbart und schlechten Zähnen ans Land. Der Tote trug graugesprenkelten Anzug, blaugestreiftes Oxfordhemd mit grüner Schnur und Quasten, weiße Barchentunterhose, weiße Socken, schwarze neue Stiefeletten mit Kappen. Er dürfte vierzehn Tage im Wasser gelegen sein und hatte ein Taschentuch mit dem Monogramm M. T. (M rot und T grün); Schneiderfingerhut, Bleistift mit Zelluloidhülse mit Bezeichnung Brüder Seibold, Taborstraße Nr. 26, bei sich.
Arbeiter Zeitung vom 2.10.1909, S. 5, veröffentlicht in ANNO
Am 25. September wurde nächst Altenwörth die Leiche eines Mannes aus dem Donaustrom gezogen. Sie ist nun als die des 33jährigen Kohlenabträgers Matthias Ternisch, XIV. Denglergasse Nr. 14 wohnhaft gewesen, erkannt worden. Ternisch war seit dem 14. September vermißt.
Arbeiter Zeitung vom 15.10.1909, S. 5, veröffentlicht in ANNO
 
1909: Am 4. d. wurde in Altenwörth die Leiche der abgängigen 28jährigen Privaten Anna Baumgartner aus der Donau gezogen.
Österreichische Land-Zeitung vom 11.12.1909, S. 9, veröffentlicht in ANNO
 
1912: In Altenwörth bei Tulln wurde dieser Tage die Leiche eines elegant gekleideten 60 bis 70 Jahre alten Mannes aus der Donau gezogen und am Ortsfriedhofe begraben. Im Besitze der Leiche fand man einen Geldbetrag von 11 K 17 h und eine Menge fremdländischer Münzen aus Amerika, der Schweiz und anderen Ländern. Am Ringfinger befanden sich zwei goldene Eheringe mit der Gravierung L.W., M.L., 25./10.1868, dann fand man in den Kleidern noch eine silberne Ankeruhr. Nach dem Gutachten des Arztes dürfte die Leiche zirka 8 bis 9 Wochen im Wasser gelegen sein.
(Linzer) Tagespost vom 25.6.1912, S. 7, veröffentlicht in ANNO
 
1916: Angeschwemmte Knabenleiche.
In Altenwörth wurde die Leiche eines Knaben im Alten von 13 bis 15 Jahren, mit Badehose bekleidet, angeschwemmt. Großer Kopf, rundes Gesicht, im oberen Kiefer starke breite Schneidezähne, im Unterkiefer schwächere Schneidezähne, unten angewachsene Ohrläppchen. Auskunft gibt das Bürgermeisteramt in Altenwörth.
Österreichische Land-Zeitung vom 26.8.1916, S. 13, veröffentlicht in ANNO
 
1919: Johann Grübler.
Johann Grübler, geboren am 27. Dezember 1834 in Fels Nr. 60 als ehelicher Sohn des Franz Grübler, Hauers in Fels Nr. 70, und dessen Ehegattin Theresia geb. Überall, Wirtschaftsbesitzer in Fels, hat sich am 16. März 1888 gegen halb 7 Uhr früh aus dem Hause entfernt; er wurde am selben Tage in Altenwörth gesehen, wie er gegen die Donau zuging; seither ist er verschollen, da er schwache Augen hatte, ist zu vermuten, daß er verunglückt ist.
Da hiernach anzunehmen ist, daß die gesetzliche Vermutung des Todes im Sinne des § 24 /.1a.b. G.B. eintreten wird, wird auf Ansuchen seiner Kinder Cäcilia Grübler, Fels Nr. 60, Franz und Anton Grübler ebenda das Verfahren zur Todeserklärung eingeleitet und die Aufforderung erlassen, dem Gerichte oder dem hiemit bestellten Kurator Herrn Johann Schober, Wirtschaftsbesitzer in Fels Nr. 178, Nachricht über den Vermißten zu geben.
Johann Grübler wird aufgefordert, vor dem gefertigten Gerichte zu erscheinen oder auf andere Weise von sich Nachricht zu geben.
Nach dem 15. März 1920 wird das Gericht auf neuerliches Ansuchen über die Todeserklärung entscheiden.
Kreisgericht Krems, Abt. IV, am 22. Februar 1919.
Amtsblatt zur Wiener Zeitung vom 11.3.1919, S. 168, veröffentlicht in ANNO
 
1921: Ignaz Rohrbacher
Am 21. November 1915 waren der Hauer Ignaz Rohrbacher aus Gigging und der Gefreite August Beranek des k. u. k. Pionierbataillons Nr. 3 in Pettau aus Altenwörth im Gasthause des Alois Einwögerer in Altenwörth. Um ¾ 12 Uhr nachts gingen die beiden in die Wohnung des Karl Ecker in Altenwörth Nr. 7 und fuhren dann von dort nach ½ 2 Uhr nachts am 22. November 1915 mit einer Zille des Karl Ecker über die Donau.
Sie kamen nicht mehr zurück. Um 2 Uhr nachts wurden in Altenwörth von der Donau her Hilferufe gehört. Am 5. Jänner 1916 um 2 Uhr nachmittags wurde die Leiche des August Beranek bei Korneuburg aus der Donau gezogen und am 7. Jänner 1915 in Korneuburg beerdigt.
Die Leiche des Ignaz Rohrbacher wurde nicht gefunden. Ignaz Rohrbacher ist am 25. Jänner 1874 in Frauendorf an der Au geboren, zuständig nach Grafenwörth, katholisch, verheiratet, Kleinhäusler in Gigging Nr. 25. Er war gegen 175 cm groß, hatte ein längliches Gesicht, schwarze Haare, graue Augen, blonden Schnurrbart, gute Zähne, an der linken Hand am Daumen trug er infolge einer früheren Verletzung eine Fingerhülse, am Rücken hatte er schwarze Flecken von früheren Brandwunden.
Bekleidet war er mit einem weiß und blau gestreiften Baumwollhemde, blauer Unterhose, blauer Schürze, dunkelbraun gestreifter Hose und einem viereckig, braun, grün und weiß gemerkten Janker. Er hatte eine schwarzlederne Geldbörse mit 30 K bei sich.
Da hiernach wahrscheinlich ist, daß Ignaz Rohrbacher am 22. November 1915 den Tod gefunden hat, wird auf Ansuchen des Vormundes der mj. Kinder des Ignaz Rohrbacher, des Herrn Anton Bachner, Oberlehrers im Ruhestande in Altenwörth an der Donau, das Verfahren zum Beweise des Todes eingeleitet und die Aufforderung erlassen, bis zum 1. Mai 1922 dem Gericht oder dem hiemit bestellten Kurator Herrn Fritz Süß, Oberlehrer in Altenwörth, über den Vermißten Bericht zu geben.
Nach Ablauf dieser Frist und nach Aufnahme der Beweise wird über den Antrag entschieden werden.
Ignaz Rohrbacher wird aufgefordert, vor dem gefertigten Gerichte zu erscheinen, oder auf andere Weise von sich Nachricht zu geben.
Kreisgericht Krems, Abt. 4, am 15. April 1921.
Amtsblatt zur Wiener Zeitung vom 13.5.1921,S. 414 f., veröffentlicht in ANNO
 
Am 7. August 1923 ertrank beim Baden die auf Sommeraufenthalt hier weilende jugendliche Bezirksrichterswitwe Frau Maria Hartel aus Brunn am Gebirge.
Pfarrchronik Altenwörth, Pfarrer Josef Dedelbacher (1915 – 1936), S. 187
 
Am 15. August 1927 ließ der gefertigte Ortspfarrer an der Kampmündung ein eichenes Holz Kreuz aufstellen als Denkzeichen für die unglücklichen Opfer, die in der Donau ihr Grab gefunden haben. und weihte es ein. R.i.p.
Es sind nämlich dort an der Kampmündung ertrunken 1.) Am 17. Juli 1921 der 15jährige Karl Riedl aus Winkl, 2.) Am 7. August 1923 die 25jährige Maria Hartel aus Brunn am Gebirge 3.) Am 19. Juni 1927 der 20jährige Bäckergehilfe Josef Oswald aus Neustift im Felde.
Pfarrchronik Altenwörth, Pfarrer Josef Dedelbacher (1915 – 1936), S. 195
 
1928: Auch heuer forderte die Donau wieder ihre Opfer; zwei blühende Jünglinge ertranken beim Baden: Am 22. Juli der Kaufmannsgehilfe Karl Schiedlbauer aus Königsbrunn, am 13. August der Uhrmachergehilfe Engelbert Heinzl aus Sachsendorf.
Pfarrchronik Altenwörth, Pfarrer Josef Dedelbacher (1915 – 1936), S. 197 
 
 
 
 
 
 
Abb.: Gedenkkreuz bei der Kampmündung, 2015
 
1929: Auch heuer forderte die Donau wieder ihr Opfer. Am 1. Sept. ertrank beim Baden der 70-jährige Wirtschaftsbesitzer Franz Nofirth aus Winkl Nr. 12.
Pfarrchronik Altenwörth, Pfarrer Josef Dedelbacher (1915 – 1936), S. 199
 
1932: Auch heuer forderte die Donau wieder ihre Opfer. Am 21. August ertrank das Mädchen Maria Fischer, Hausgehilfin aus Kirchberg und am 28. August die Bahnbedienstetentochter Maria Walter aus Absdorf.
Pfarrchronik Altenwörth, Pfarrer Josef Dedelbacher (1915 – 1936), S. 206
 
1932: Bergung eines ertrunkenen Wiener Faltbootfahrers.
Aus Fels am Wagram wird berichtet: Der 21jährige Tischlergeselle Stephan Marischek aus Wien, Lacknergasse Nr. 44, ist am 14. d. bei Dürnstein tödlich verunglückt, als er mit seinem Faltboot an die Dürnsteiner Rollfähre anfuhr. Seine Leiche wurde nun bei Altenwörth aus der Donau geborgen.
Arbeiter Zeitung vom 29.5.1932, S. 7, veröffentlicht in ANNO 
 
1932: Am 26. d. wurde beim städtischen Lagerhaus die Leiche einer Frau aus der Donau geborgen, die nunmehr als die der 22jährigen Hausgehilfin Theresia Fischer aus Kirchberg am Wagram erkannt wurde. Sie ist am 21. d. beim Baden in Altenwörth ertrunken.
Arbeiter Zeitung vom 29.8.1932, S. 2, veröffentlicht in ANNO
 
1936: Am 8. März wurde eine Frauenleiche aus der Donau geborgen. Sie wurde erkannt als die Frau eines angesehenen Fabrikbesitzers in Krems, wohin sie auch überführt wurde. Die Krankheit ihres Mannes hat auf sie furchtbar gewirkt, sodaß sie mit den Nerven ganz fertig wurde; in diesem Zustand ging sie in die Donau, um Selbstmord zu begehen. R.i.P.
Pfarrchronik Altenwörth, Pfarrer Karl Berthold (1936 – 1955), S. 220  
 
1937: Am 15. Oktober wurde hier aus der Donau eine männliche Leiche geborgen. Die Leiche wurde sofort erkannt, es war Anton Strobl aus Fels; infolge Sinnesverwirrung ging er in die Donau. Am 17. Okt. wurde er nach einer einfachen kirchlichen Einsegnung am hiesigen Ortsfriedhof begraben. R.i.P.
Pfarrchronik Altenwörth, Pfarrer Karl Berthold (1936 – 1955), S. 222
 
1938: Am 3. März wurde die Leiche einer ungefähr 25jährigen Frau hier aus der Donau gezogen. Die Leiche wurde am 7. III. nach einer einfachen kirchlichen Einsegnung am hies. Ortsfriedhof beerdigt. Bis zum heutigen Tage, 8. III., wurde die Tote nicht erkannt. Ob Selbstmord, Unfall oder Verbrechen vorliegt, ist nicht bekannt. R.i.P.
Pfarrchronik Altenwörth, Pfarrer Karl Berthold (1936 – 1955), S. 223
 
1953: Am 21. Juli in der Nacht beging Frau Katharina Nowotny, eine gebürtige Kollersdorferin, geb. Bennersdorfer, Selbstmord. Sie war in Wien verheiratet und war mit ihrem Mann auf Erholung in Kollerdorf 44; sie versuchte in der Nacht, sich die Pulsadern zu öffnen; da ihr das mißlang, verschwand sie in einem unbewachten Augenblick aus dem Haus und ging in den Kamp; nächsten Tag wurde sie aus der Donau tot geborgen. Seit längerer Zeit war sie geistig nicht mehr normal laut Bestätigung des Arztes, darum wurde sie auch kirchlich beerdigt. Sie war 58 Jahre alt.
Pfarrchronik Altenwörth, Pfarrer Karl Berthold (1936 – 1955), S. 248
 
1961: Ein Unglück für die ganze Pfarre war es, als am 8. August 1961 abends beim Baden in der Donau Andreas Hartl ertrank. Erst im 20. Lebensjahr, war er allen ein vorbildlicher, eifriger Mitarbeiter in der kath. Landjugend. In der Kirche war er ständiger Vorbeter bei allen Bet-Singmessen u. besonders in der Karwoche. Zwei Tage vorher – am Herz Jesu Sonntag war er noch bei den hl. Sakramenten. Die Leiche wurde erst 4 Tage später geborgen und Montag darauf feierlich beerdigt. 4 Hw. Herrn u. viele Jugendliche des Dekanats gaben ihm das letzte Geleit. Hw. H. Dechant hielt eine tiefgreifende Ansprache.
Pfarrchronik Altenwörth, Pfarrer Wilhelm Grubmüller (1957 -1984), S. 260 
 
 
 
 
 
 
 
 
Bild: Gedenkkreuz an der Donau in der Nähe des Unglücksortes.
 
1963: Die neue Bademöglichkeit (Strandbad) an der Donau hat bereits das erste Opfer gefordert. Auf nicht zu erklärende Weise versank am 21.6. 1963 plötzlich der 16-jährige August Palk aus Sachsendorf. Erst nach 3 Tagen tauchte der Leichnam wieder auf und wurde dann auf dem Friedhof bestattet.
Pfarrchronik Altenwörth, Pfarrer Wilhelm Grubmüller (1957 -1 984) S. 263
 
 
 
September 2016
Maria Knapp