Geräte im Haushalt

 

Letzte Änderung: 10.11.2014

Alle Fotos stammen, falls nicht anders bezeichnet, von Josef Leuthner aus Kollersdorf.

In der Küche

Ein "gesetzter Ofen", das heißt, dieser Herd wurde an Ort und Stelle gemauert
und kann nicht weggetragen werden.
Foto: Evelyn Erlinger, Horn 

gemauerter Herd im Museumsdorf Niedersulz mit diversem Geschirr


gesetzter Ofen
Foto: Bauernmuseum Bamberg, Frensdorf


Ein gesetzter, daneben schon ein elektrischer Ofen
Foto: Otto Moosbauer, Kirchberg

 
Petroleum- und Spritiuskocher waren eine einfache, sichere Kochquelle,
die man u.a. auch im Weingarten zum Wärmen von Speisen verwenden konnte.


Abwasch - Museumsdorf Niedersulz
Das Wasser wurde in die Becken eingefüllt und händisch wieder ausgeleert.

 

Kaffee-Erzeugung

 
Getreideröster

Diese verwendete man zum Rösten von Gerste. Sie wurden in die runde Öffnung in der Herdplatte eingehängt. Wenn die Gerste unter Umrühren eine braune Farbe angenommen hatte, wurde sie ausgekühlt wie Kaffee gemahlen und (ev. zusammen mit etwas Feigenkaffee) als billiger Kaffee-Ersatz verwendet.

Statt dieser Behälter verwendete man aber auch gußeiserne Pfannen.

        
Kaffeemühlen

 

Milchwirtschaft

      
links. Milchkanne
Mitte: im Hintergrund 2 Milchzentrifugen, vorne ein Trichter und ein Melkeimer
rechts: kleine Kanne zum Holen der Milch vom Kasino oder vom Bauern.

Milchzentrifugen, die entweder manuell oder mit Strom zu betrieben wurden, trennten den Rahm von der restlichen Milch, um schneller die benötigte Menge Rahm zum Butter-Rühren beisammen zu haben.

 
2 irdene Milchhäfen

In diesen Häfen wurde die Milch, die nicht weiterverkauft wurde, an einem kühlen Ort, z.B. im Keller (mit einer leichten Abdeckung) aufbewahrt. Innerhalb weniger Tage stieg das leichtere Fett, der Rahm, nach oben.

 

Buttererzeugung

Der Rahm wurde in ein Butterfass, wovon es viele verschiedene Varianten gab, geleert und so lange gerührt, bis die Butter in einzelnen Klumpen von der Molke getrennt war.

      

 
Verschiedene Butterfässer (es gab auch Flaschen mit weitem Hals, die geschüttelt wurden)

 

 

Die fertige Butter (die besser schmeckte als die heutige, gekaufte) wurde zu Striezeln geformt und mit dem Löffel zur Verzierung eingekerbt oder in Formen gestürzt: 

 

  

 

 

Gerät zum Verschließen von Dosen

Dazu aus dem „Kochbuch für ländliche Haushalte“, Reichsnährstand Verlags-Ges.mb.H., Wien, 1939; zur Verfügung gestellt von Frau Maria Grausenburger aus Winkl:
„Wir wissen alle, daß das Eindosen zu den besten Konservierungsmethoden gehört. Durch diese Haltbarmachung der Nahrungsmittel gehen am wenigsten Nährstoffe verloren, auch wird der natürliche Geschmack am besten erhalten. Man kann Fleisch aller Art, Gemüse und Obst eindosen.
Das Eindosen wird in kurzen Tageskursen überall von den Wirtschaftsberaterinnen des Kreises gezeigt. Jeder Ortsbauernführer (oder Ortsabteilungsleiterin) kann für seine Landhausfrauen bei der Kreisbauernschaft um einen Eindoskurs ansuchen, bei welchem dann auch Rezepte für das Eindosen verteilt werden.
Die Dosen: Man unterscheidet blanke Dosen für Fleisch- und Gemüsekonservierung und innen vernierte Dosen für Obst und säurehältige Speisen. Die Dosen sind normal in der Größe von ¼ - 2 kg erhältlich. Zu der Dose gehört auch der Deckel, der mit einem ausgepreßten Gummiring versehen ist.
Das Füllen der Dosen: Bevor man die Dosen wäscht, schreibt man an den Dosenboden mit dem Dosenschreiber (der in jeder Dosenhandlung erhältlich ist) den Inhalt der Dosen auf. .. Nun werden sie fest eingefüllt, damit Zwischenräume vermieden werden. Damit sich der Inhalt fest einfügt, stoßt man die Dosen während des Füllens einige Male auf ein zusammengebauschtes Tuch. Eine 2-kg-Dose kann zwölfmal abgeschnitten werden.
Das Verschließen der Dosen ist sehr wichtig und muß daher sorgfältig geschehen; man benützt dazu die Dosenverschluß- und Bördelmaschine, von welcher es verschiedene Systeme gibt. Die richtige Handhabung derselben wird in den schon erwähnten Kursen gezeigt. Ein richtiger Verschluß ist glatt und rund, ein schlechter Verschluß ist am Rande zackig.


Foto: Bauernmuseum Bamberg, Frensdorf 


Das Sterilisieren
Sterilisierung heißt, die Speisen in den Dosen durch entsprechendes Erhitzen keimfrei machen. Das besorgt man am besten in einem Waschkessel. Man legt in diesen einen Holzrost, auf den man die Dosen stellt, füllt den Kessel mit Waser und bringt dasselbe (ohne den Kessel dabei zuzudecken) zum Sieden. Die Kochzeit richtet sich nach dem Inhalt der Dosen und der Dosengröße. Bei Fleischsachen empfiehlt sich im Sommer ein Nachsterilisieren. Nach dem Sterilisieren gibt man die Dosen kurz in kaltes Wasser, nimmt sie heraus und trocknet sie gut ab, fettet sie mit Tafelöl gut ein und bewahrt sie an einem kühlen Ort auf. Der Aufbewahrungsort muß aber frostsicher sein, denn gefrorene Dosen verderben. Tritt nach zirka drei Wochen ein Ausbauchen des Deckels oder des Bodens ein, dann ist die Konserve unbrauchbar.
Die Dose öffnet man am gekennzeichneten Boden mit dem Dosenöffner. Die entleerte Dose muß sofort wieder gereinigt auf eine nicht zu heiße Herdplatte gestürzt werden. Nach dem Abschneiden und Bördeln kann sie wieder verwendet werden."

 

Kühlen der Lebensmittel

  
Ein Kühlschrank ohne Strom: Auf der linken Seite konnte man von oben Eis hineinschieben,
zum rechten Fach gibt es Löcher, die die Kälte durchlassen.

Solche Geräte gab es aber am Land kaum. Man half sich damit, die Lebensmittel in den Keller oder in die kühlere Speis zu stellen.

 

Verschiedene Mühlen

  
Getreidemühle - Fleischwolf


Mühlen zum Mahlen von Mohn, Nüssen etc.

 

Maschine zur Nudel-Herstellung

Je nachdem, ob man Suppen- oder Bandnudeln wollte, drückte man den Teig in die linke oder rechte Hälfte der Maschine und drehte an der Kurbel.

  

Die meisten Hausfrauen erzeugten die Nudeln aber von Hand. Der Teig wurde sehr dünn ausgewalkt und mit dem Messer in feine oder breitere Nudeln geschnitten. Dies ging durch die jahrelange Übung recht rasch. Die Nudeln wurden zum Trocknen auf Tücher gelegt und aufbewahrt.

 

Brot backen

„Auch Brot backen war eine Arbeit der Hausfrau. Der Sauerteig ist ein vom letzten Brotbacken übriger Teig, der mit Mehl verbröselt und getrocknet in lauwarmen Wasser zum Aufgehen an einen warmen Ort gestellt wurde. Das Brotmehl wird in den Backtrog gesiebt. Der aufgegangene Sauerteig, Salz und Wasser dazu, davon einen Teig bereiten, von dem man lange Stränge macht und selbe in Trog zum Aufgehen legt. Zeitig in der Früh schneidet man Teile herunter und macht Laibe daraus, welche man in bemehlte „Backsimperl“ gibt und nochmals aufgehen läßt. Auch auf Feuerflecken freuten wir uns Kinder. Dies war „Ausgewalkte Brotflecken, gebacken und gesalzen, mit Schmalz bestrichen. Der Backofen selbst mußte schon zeitig geheizt werden. Beim Abbrennen wurde die Glut mit dem „Krickerl“ heraus geschoben in eine Glutgrube vor dem Backofen. Mit einen feuchten Tuch noch herausgewischt. Die Brotlaibe mit Wasser bestrichen und mit der Brotschaufel in den Backofen eingelegt. Das kleine Türl „Seele“ muß man verschließen, damit die vorhandene Hitze nicht entweichen kann. Für das Mehl hatte man eigene Müllsäcke wo man das Brotmehl und Vorschuß beim Müller abholte und Korn dafür umtauschte."
Quelle: Frau Anna Schabl, Königsbrunn 

Brotbackofen im Museumsdorf Niedersulz

 
Brotsimperl - Brotdosen

      
Brotschneidemaschinen
 

Druckkochtopf

Dass Druckkochtöpfe nicht ungefährlich sind, liest man aus der Information im Amtsblatt der BH Tulln vom 1. April 1954 (auszugsweise): „In den letzten Jahren sind Druckkochtöpfe zur Verwendung in Haushalten auf den Markt gekommen, die als ‚Dampfgefäße‘ im Sinne der Dampfkesselverordnung (DKV), BGBl. Nr. 8/1948 anzusehen sind, soferne ihr Betriebsdruck mehr als 0,5 atü beträgt, was bei den meisten zutrifft.
…. sind nach den Bestimmungen der §§ 25 und 26 mit einem Sicherheitsventil, Manometer und Fabriksschild auszurüsten. Dem Bundesministerium für Handel und Wiederaufbau ist kein Fabrikat derartiger Dampfgefäße bekannt, das diese Bestimmungen voll erfüllt. Durch die Herstellung und Inverkehrsetzung solcher Gefäße erfolgt daher eine Übertretung der Dampfkesselverordnung, soferne ihre Herstellung nicht durch eine Ausnahmegenehmigung des BM für Handel und Wiederaufbau gedeckt ist. Die Bestrafung solcher Übertretungen ist durch Druckkochtopfden § 76 DKV gedeckt.
Ausnahmegenehmigungen für Druckkochtöpfe werden vom BM für Handel und Wiederaufbau nur erteilt, wenn die Ausrüstung sowie die Wahl der Werkstoffe und die Bemessung der Wandstärken eine hinreichende Sicherheit gewährleistet erscheinen lassen….“

 

 

Diverse Geräte und Geschirr


Küchenherd mit allerei Küchengeräten


Flotte Lotte

 
Ein blechernes Sieb


Mixer und Waffeleisen
Foto: Schwäbisches Handwerkermuseum, Augsburg

  
Spritze zum Blunz‘n füllen - Gestell mit Emaildeckeln


Pfanne 
  

Irdenes Geschirr: Irdene Krüge wurden aufs Feld mitgenommen,
da sich in ihnen die Getränke nicht so schnell erwärmten.


 

Krauthobel: 
Das Einschneiden des Krautes geschieht am besten mit dem Krauthobel. Bevor noch das Einschneiden vor sich geht, müssen die festen Krautköpfe 8 Tage nach dem Abnehmen auf einem Haufen in einem luftigen, aber geschützten Raume liegen bleiben; sodann schneidet man zunächst die welken, zerrissenen oder grünen Blätter aus, bohrt den Strunk heraus und schneidet sie auf dem Krauthobel. Das geschnittene Kraut bringt man lageweise in ein sehr reines und trockenes offenes Faß (bei kleineren Mengen in einen eben solchen Kübel), welches im Keller seinen Platz auf Pfosten hat. Der untersten Lage werden einige ganze Krautblätter unterlegt; zwischen jede Lage kommt etwas Kümmel, einige Wacholderbeeren und eine Handvoll Salz, worauf es fest eingedrückt und die oberste Lage wieder mit Krautblättern überdeckt wird. Ein reiner Leinenfleck, der die ganze Fläche zudeckt und an den Enden zwischen Faß und Kraut eingesteckt wird, kommt nun über das Kraut, dann ein passender Holzdeckel mit Steinen gleichmäßig beschwert, so daß der Saft den Deckel mit überläuft. Nun muß das Faß drei Wochen unberührt bleiben; sobald es sauer riecht und schäumt, wird das oben aufstehende Wasser abgeschöpft oder ausgetunkt, ohne daß die Steine abgehoben werden, da sich das überständige Wasser nicht mehr mit dem Kraute vermischen darf. Zum Gebrauche nimmt man dann immer gleichmäßige Mengen heraus, so daß kein Loch gemacht wird, sondern immer eine ebene Fläche bleibt; nach jedem Herausnehmen von Kraut wird das Faß auf dieselbe Weise zugedeckt, wie das erste Mal und soviel reines Wasser aufgegossen, daß es wieder den Deckel bedeckt.

 

Reibe und Gurkenhachel

  
Messbehälter

Kanne

  
Siebe

Da das Mehl in größeren Mengen – meist von einer Mühle – geholt wurde, konnte es vorkommen, dass sich durch die lange Lagerung Mehlwürmer einnisteten. Darum wurde das Mehl gesiebt. Zum Flicken und für neue Siebe kam der Reitermacher ins Dorf.

  
Schmalzhäfen

 

Waagen

   
Tafelwaage mit Gewichten

 
Balkenwaage

Diese wurde weniger in der Küche als mehr zum Wiegen von größeren Massen in der Landwirtschaft verwendet.

 

Waschen
Nachdem es wohl jahrhundertelang beim Wäschewaschen keine Änderung gegeben hat, erschienen ab dem Anfang des 20. Jahrhunderts viele Neuerungen, die aber erst durch den elektrischen Strom eine wirkliche Erleichterung brachten.

Das einfachste Waschgerät war die Waschrumpel, auf der die eingeseifte oder vorher eingeweichte Wäsche gerieben wurde, um den Schmutz zu entfernen.

 

Josef Leuthner mit einer hölzernen Waschmaschine

 

 

Die Waschstössel, von denen es viele Formen gab, wurden in die in der Waschlauge befindliche Wäsche gestoßen, um den Schmutz mechanische zu entfernen:  

 

 

Links: Im Waschkessel wurde weiße Wäsche mit Waschpulver ausgekocht, womit man ein gutes Ergebnis erzielte.        

 Rechts: Eine Waschmaschine aus Holz 

 

 

 

 

 

 

 

 

  
Eine Waschmaschine aus Holz: Heißes Wasser wurde eingefüllt. Mit der Kurbel wurden die vier Schaufeln bewegt. Eine Vorrichtung zum Auswringen der Wäsche war angeschlossen.


In hölzernen oder blechernen Trögen wurden die Wäsche eingeweicht und/oder gewaschen. Diese Wannen wurden oft auch gleich zum Baden der Kinder verwendet.
Foto: Bauernmuseum Bamberger Land, Frensdorf  

Die verwendeten Waschmittel:

  

Bevor es Waschmittel gab, wurde mit Asche gewaschen! Diese wurde "gereitert" - gesiebt - damit nur die feinen Teilchen übrigblieben. In einer Lauge aus Asche und Wasser wurde die weiße Wäsche gekocht, bzw. die Buntwäsche gewaschen. Später ersetzte Soda die Asche.

  
 Einige Zeit dachte man, die Wäsche mit einem mit Strom betriebenen Schallwaschgerät rein zu bekommen. 

 
Wäscheschleuder, Foto: Heimatmuseum Seebarn

 

Bügeln und nähen

An Bügeleisen gab es im Laufe der Jahre eine Unmenge an Modellen, hier eine kleine Auswahl:

 

Ein einfaches Bügeleisen, das man auf dem Herd erhitzte.

  
Dieses Bügeleisen hatte einen „Stogel“ aus Eisen, den man herausnehmen, am Herd erhitzen und wieder einsetzen konnte.

  
In dieses Bügeleisen legte man mit einer Zange heiße Kohlenstücke.

  
Diese Bügelpressen waren händisch zu bedienen. 

  
Nähmaschine mit und ohne Abdeckung - Museumsdorf Niedersulz

 

Beleuchtung

     
Petroleumlampen

Die schönen Lampen links waren für das Haus bestimmt, die linken für die Stallungen. Das Petroleum wurde in Glasflaschen vom Greißler geholt und die Lampe damit gefüllt. In die Flüssigkeit kam ein Docht, den man anzündete. Dann wurde der Glassturz übergestülpt. Der Spiegel bei der mittleren Lampe diente für eine höhere Lichtausbeute.

Später kamen Karbidlampen auf, die eine höhere Helligkeit erzeugten, 
das Karbid war aber teurer als das Petroleum.

 

Elektrischer Strom

Bereits 1922 wurde der Strom in der Pfarrkirche in Kirchberg am Wagram eingeleitet: „Vor der Karwoche wurde das ganze Licht (electrisch) in unsere Pfarrkirche (die Luster beim Hochaltar und der Strahlenkranz der Muttergottes) montiert von der Allgemeinen Electritäts-Gesellschaft und brannte auffallend schön zur Auferstehungsfeier… „ Pfarrchronik Kirchberg, Pfarrer Rasberger

Doch bis alle Haushalten elektrischen Strom hatten, dauerte es bis noch bis nach dem Krieg. In Winkl kam der Strom zum Beispiel erst n den 50-er Jahren.  

 

Radios und Fernseher 

   
Foto links: Josef Leuthner, Kollersdorf, rechts: Evelyn Erlinger, Horn


Radio-Apparat um 1940
Foto: Franz Riegler, Frauendorf

 

Körperpflege


In diesen und ähnlichen Behältnissen wurde früher die Körperpflege durchgeführt.

  
Die Utensilien für Waschen und Kochen befanden sich einträchtig nebeneinander.
Fotos: Bauernmuseum Bamberger land, Frensdorf


Thermophor aus Blech
Foto: Josef Leuthner, Kollersdorf

  
Seifenbehälter


Rasierzeug: Spiegel, Seife, Seifenschüssel, Pinsel
Foto: Bauernmuseum Bamberger Land, Frensdorf 


ein Haarföhn 

 

Reinigen

 

Schrubber


Schrubber
Foto: Heimatmuseum Seebarn

     
Staubsauber nach dem Vakuumprinzip - einer der ersten elektrischen Staubsauger


Da man bei vielen landwirtschaftlichen Arbeiten mit Schmutz in Berührung kam, trug man oft Stiefel. Dabei wurden die Füße mit alten Tüchern, den so genannten Stiefelfetzen umwickelt, um nicht zu sehr zu schwitzen, dann erst schlüpfte man in die Stiefel. Nach getaner Arbeit brachte man die hohen Stiefel nur schwer von den Beinen. Dabei half dann der "Stiefelknecht": Mit einem Bein hielt man das hintere Ende des Stiefelknechts nieder. Das andere stellte man mit der Ferse in die Auslassung und zog so das Bein aus dem Stiefel. 

Schuhputzzeug mit Stiefelknecht
Foto: Bauernmuseum Bamberger Land, Frensdorf 


Aus einigen Latten stellte man schnell einen praktischen Schuhabstreifer her.
Foto: Bauernmuseum Bamberger Land, Frensdorf 

 

 

 

 

 

 

Maria Knapp
Mai 2012