Chronik von Kirchberg am Wagram

 

Letze Änderung: 22.10.2014 

 

Jungsteinzeit 6.000 bis 1800 v. Chr.
In diese Zeit datieren Keramikfunde

 

Bronzezeit 1.800 bis 750 v. Chr.
Keramikfunde

 

Jüngere Eisenzeit oder La Tène-Kultur 400 v. Chr. bis 0
Spuren von keltischen Siedlungen, Kammstrichscherben

 

1014
Kaiser Heinrich II. schenkt dem Bischof Berengar von Passau in fünf Orten, darunter Sigmaresweret, je eine Königshufe zur Errichtung einer Kirche und eines Pfarrhofes. Diese Gegend wird in Urkunden nur zweimal erwähnt, da sie aber 1011 als Grenze zur Absdorfer Pfarre genannt wird, nimmt man nach neuesten Forschungen an, dass das Gebiet um Kirchberg damit gemeint war. Wann und wo diese erste Kirche errichtet wurde, ist nicht bekannt, 1147 aber war Kirchberg schon ein wichtiger Kirchenplatz.

Weiterführende Informationen:

http://www.hf-kirchberg.at/index.php/kirchberg-am-wagram/die-kirche-von-kirchberg/geschichte-der-pfarre

http://www.hf-kirchberg.at/index.php/ortsuebergreifend/sigmaresweret

Buch: 1000 Jahre Pfarre St. Stephan am Wagram – erhältlich im Pfarrhof Kirchberg

 

1147
Der Ort wird in einer Urkunde erstmals „St. Stephani in Wachrain“ genannt. Die Urkunde besagt, dass Bischof Reginbert von Passau im Beisein König Konrads III. und des Babenbergischen Markgrafen Heinrich II. Jasomirgott dem Passauer Domkapitel ¾ des Pfarrzehents, die Hälfte der Pfarreinkünfte sowie die Hälfte der weltlichen (grundrechtlichen) Einkünfte übereignet. Das heißt, die Pfarre hatte schon eine gewisse Größe, um eine bedeutende Abgabe nach Passau leisten zu können. (1)

 

1222
Es werden bereits der Markt (forum), eine Zoll- und Mautstätte (theloneum) und eine Geldwechselstelle (concambium denariorum) genannt. (1)

 

1230
Wie aus einem Passauer Urbar (Grundbuch) hervorgeht ist bis zu diesem Jahr eine große Pfarre entstanden, deren Grenze im Süden die Donau, im Osten Absdorf, im Norden Hollabrunn und im Westen Feuersbrunn ist. Die Pfarre gehörte zu den größten und reichsten im Land. (9)

 

1402
Der Ort wird erstmals „Chirigperig auf dem Wagrain“ genannt. (1)

 

1493
Kirchberg erhält durch Kaiser Friedrich III. das Marktwappen und die Erlaubnis zur Abhaltung eines Marktes im Jahr. Von dieser Tradition zeugt das Marktmanderl, auch Marktroland genannt. Das Sandsteindenkmal (Jahreszahl 1636) trägt das Marktwappen als Schild und die auswechselbaren Werkzeuge Schwert und Hammer als Symbol für Markt- bzw. Werktage. (4)

  

Abb.: Marktgemeinde Kirchberg am Wagram  

1518
Das Jahrmarktsprivileg wird von Kaiser Maximilian I. bestätigt. (6)

 

17. Jahrhundert
Die Schweden und Türken suchten Kirchberg heim. Die Straßenbezeichnung "Auf der Schanz" und "Schanzpark" weisen noch auf die Schwedenangriffe von 1645 unter dem Anführer Torstenson hin. (4)

 

1656
Pfarrer Paul Zschernitz ( so schrieb er sich selbst) schenkt den Kirchbergern ein Joch Acker für das Großvieh und das Geflügel zur Weide. (2) 


1687
Aus diesem Jahr datiert die Inschrift auf der Kapelle des Zscherniz-Spitals zu Ehren des Gründers.    

 

Abb.: Eingang zur Kapelle  

 

1679
Johann Christoph Beer lässt in Erfüllung eines Gelübdes einen Marienstatue auf einer Säule auf dem Weg nach Mitterstockstall aufstellen.

 

1682
Um die Marienstatue wird eine kleine Kapelle gebaut. (2)   

 

Abb.: Otto Fandl 

 

um  1683
berichtet die Chronik von Türkenüberfällen. Große Menschenopfer forderte zu dieser Zeit auch die Pest. (4)

 

 

1716
wurde das zweite Jahrmarktsprivileg verliehen. Zweimal im Jahr wird seit diesem Zweitpunkt ein zweitägiger Markt abgehalten (am Faschingmontag und -dienstag und um Laurentius).

 

1726
Feierliche Einweihung der Kirche nach dem Umbau zu einer barocken Kirche.  Sie umfasste jetzt neben dem Hochaltar 7 Seitenaltäre – zwei mehr als heute. (6)

 

1766
Das Mirakelbuch über die Wallfahrt Maria Trost erscheint. (2)  

 

  Abb.: Mirakelbuch, Pfarramt Kirchberg am Wagram 

 

Um 1670
In oder um Kirchberg dürfte sich das "Tassische Regiment" - das Regiment der Grafen Thurn und Taxis aufgehalten haben, da in den Matriken einige Kindstaufen, teils ehelicher, teils unehelicher Kinder dokumentiert sind.
 

 

 

 


  

1770 – 1775
Ausbau der Wallfahrtskapelle Maria Trost. (2)


  
 

 

 

 

Abb.: So könnte die Wallfahrtskapelle
ausgesehen haben.

 

1775
Die Wallfahrt belebt den Markt, ein Höchststand von 20 Bürgern schenkt zeitweilig Wein aus, ganzjährige Ausschank betreiben sieben Wirte.  (2)

 

1787
Schließung der Wallfahrtkirche auf dem Weg nach Mitterstockstall im Zuge der Josephinischen Reformen. (2)

 

1795
Der Ort hat  46 Häuser. (6)

 

1803
Durch den Reichsdeputations-Hauptschluss verliert die Kirche von Kirchberg den Oberstockstaller Pfarrgutshof mit allen Pfarrgründen. Die Bindung zum Passauer Domkapitel endete  nach 800jähriger Bindung. Der Pfarrhof wird nach Kirchberg in das Cooperatorenhaus verlegt. (9)

 

1817
In den Topographischen Tabellen wird über die Märkte in Kirchberg folgendes berichtet:
"Man hält hier alle Freytage einen, doch sehr unbedeutenden, Wochenmarkt mit Butter, Obst, grüner Waare, Ferkeln pp, wie auch, am Fastnacht Montag und Dienstag, am Laurenzius Tage und dem folgenden zwey Jahrmärkte, mit einem vorhergehenden Vieh- und Holzmarkte, welche stark besucht werden.
An der Schule ist ein Lehrer und 2 Gehülfen, und man findet eine gute christlich Erziehung. 
Der Markt bestehet aus 48 vor aller fremder Mitherrschaft freyen Häusern: die Population aus 88 Familien, 167 Männlichen, 198 Weiblichen Köpfen. Unter diesen sind 1 Geprüfter Wundarzt und zugleich Geburtshelfer, 1 Geprüfte Hebamme, 1 Maurermeister, 1 Zimmermeister, 1 Kaufmann mit vermischten Waaren, 1 Leinwandhändler, 1.Eisenhändler, 1 Lebkuchner, 1 Seifensieder, 1 Kürschner, 1 Färber, 1 Drechsler, 1 Glaser, 1 Fleischer, 1 Bäcker, 1 Wagner, 1 Sattler, 1 Riemer, 1 Hufschmied, 1 Schlosser, 1 Nadler, 1 Strumpfwirker, 1 Weißgärber, 1 Lederer, 1 Hutmacher, 1 Handschuhmacher, 1 Seiler, 1 Tischler, 1 Binder, 2 Schneider, 3 Schuhmacher, 1 Leinenweber.  
Der Viehstand beträgt 18 Pferde, 70 Stücke Rinder, 6 Zuchtschweine."

 

Am 19. Jänner 1825
wurde Michael Pasching zum Betrieb eines Post-Relais für Reisende, ohne Beförderung der Korrespondenz, ermächtigt. Untergebracht war diese Station in seinem Haus in Kirchberg am Wagram Nr. 37,heute Kremserstraße 50. (4)

 

1828
gingen Haus und Post-Relais in das Eigentum von Michael Prosl über. Für deren Betrieb wurde ihm aber erst nachträglich im Jahre 1830 die Zustimmung erteilt. Diese provisorische Einrichtung wurde im Jahre 1831 zu einem Postamt mit Pferdewechsel erhoben und nahm am 10. Mai den Betrieb auf. (4)

 

1835
Franz Xaver Schweickhardt spricht in seiner Topographie von "einem  Markt von 48 Häusern, an der Straße nach Krems gelegen und zugleich die Poststation. Hier leben in 99 Familien, 185 männliche, 233 weibliche Personen und 89 schulfähige Kinder. Der Viehstand zählt 32 Pferde, 5 Ochsen, 68 Kühe, 30 Schweine." (10)

 

1841
"Im 15. Dezember ist hier in Kirchberg eine Feuersbrunst gewesen, und zwar abends um 9 Uhr. Da aber die Luft äußerst ruhig gewesen, und alsbald viele hundert Menschen aus den Nachbarortschaften Hülfe leisteten, so waren nur zwey Häuser so unglücklich und zwar Nro 16 und 17, dieses gänzlich, das anders größtentheils ein Raub der Flammen zu werden." (7)

 

1853
Als 1853 eine Änderung in der Verwaltung Niederösterreichs vorgenommen wurde, wurde in Kirchberg ein sogenanntes gemischtes Bezirksamt errichtet. (2) 

 

1855
Nach der „Neuen Gebietseintheilung“ hatte der Ort eine Fläche von 171 Joch und 464 Einwohner.  

 

1868
Im nördlich Teil des Tullner Bezirkes wird ein eigener Gerichtsbezirk mit dem Hauptort Kirchberg am Wagram als Standort des Gerichtes eröffnet. (2)

 

1869
Die Sparkasse wird als erstes Geldinstitut des Marktes eröffnet. Sie finanziert viele kommunale und kirchliche Projekte und tritt bei vielen öffentlichen Bauarbeiten als großzügiger Spender auf. (2)

 

1870
Der Ort hat 53 Häuser und  581 Einwohner (6)


 

1872
Am 10.1.1872 wurde die Eisenbahnstrecke Absdorf – Krems als eine Flügelbahn der Kaiser Franz Josefs-Bahn eröffnet. Damit wurde der Raum Kirchberg an das österreichische Verkehrsnetz angeschlossen und eine neue Ära für die Mobilität der Bevölkerung und der Wirtschaft begann.    

Abb.: Der Bahnhof um 1900  

 

1881
"Im Jahre 1881 wurden die alten Kastanienbäume des Kirchenplatzes beseitigt, weil sie den Platz verunzierten und vielen ein angenehmes Ruheplätzchen während des Sonntagsgottesdienstes boten.  Daher auch groß Geschimpf darob. Doch wurden die jetzigen Linden an ihre Stelle eingesetzt und der Platz durch Sandwege reguliert. Die voranstehende Linde und Eiche hat die Gemeinde zur silbernen Hochzeit des Kaisers gesetzt, die anderen setzte der Herr Pfarrer auf eigene Rechnung." (7)

 

1882
"In diesem Jahre hat Se. Fürstl. Gnaden, der hochwürdigste Herr Erzbischof von Wien, Coelestin Joseph Ganglbauer hiesige Pfarre canonisch visitirt, bei welcher Gelegenheit und zwar am 13. Juli, eine herrliche Beleuchtung des ganzen Marktes stattfand. Se. Gnaden hielt eine Ansprache, firmte viele und weihte auch die von der hiesigen Sparkasse über den Markt führende Brücke ein.
Im selbigen Jahre brannten auch einige Häuser beim sogenannten Schandthore ab, nebst einigen Scheunen. Letztere wurden weiter hinausverlegt und auf dem gewonnenen Grund ein Park angelegt auf Kosten der Sparkasse." (7)

 

1886
"Die Spitalkirche wurde auf Rechnung hiesiger Sparkasse neu gemalt, nachdem der Herr Pfarrer voriges Jahr Kirche und Spital von außen hatte putzen lassen. Der Garten des Spitales ist unter dem früheren Herrn Pfarrer Willim und dem Bürgermeister Franz Roßkopf verkauft worden." (7)    

 

 

 Abb.:  Bürgerspital um 1930, Hermann Pistracher

 

1886
Der Schwibbogen, der den Kirchenplatz vom Markt abgrenzte, wird abgetragen.

  

 

 

 

  

 

Abb.: NÖ. Landesbibliothek, Topographische Abteilung

 

1887
Die Freiwillige Feuerwehr wird gegründet. (2)

Die Telegraphenstation wird am 29. Oktober 1887 in Betrieb genommen. (4)

 

1888
"Am hiesigen Rathhaus aber wurde durch die Sparkasse ein Thurm mit beleuchteter Uhr aufgesetzt und der Thurm der Spitalkirche gleichfalls neu angestrichen. Bei dem Thurmbau gab man einem Arbeiter zu viel zu trinken, sodaß er in der Nacht im Rausch starb. Bei dem darüber stattgefundenen Prozesse wurden einander die Augen ausgekratzt.
Die Sparkasse ließ den hölzernen Steig hinter dem Markte nach Oberstockstall wegreißen und durch einen eisernen ersetzen." (7)

 

1890  
"Im Monate März d.J. wurde dem hiesigen verdienstvollen Bürgermeister Franz Roskopf, dem besonders der Bau des neuen Schulgebäudes zu verdanken ist, von Sr. Majestät das goldene Verdienstkreuz verliehen." (3) 

Der Ort hat  52 Häuser und  638 Einwohner (6)

 

1891
Nachdem Kirchberg bisher zur 
Bezirkshauptmannschaft Krems gehört hatte, war man jetzt zur neugegründeten Bezirkshauptmannschaft nach Tulln zuständig. (6)

 

1892
"Am 19. Juni besuchte der hochwürdigste Herr Cardinal Fürsterzbischof Dr. Gruscha die hiesige Marktgemeinde um in der Pfarrkirche daselbst die kanonische Visitation vorzunehmen und das heilige Sacrament der Firmung zu spenden." (3)

 

1910
Ergebnis der Volkszählung am 31. Dezember in den eingeschulten Gemeinden: Kirchberg 658 Einwohner, Dörfl 164, Oberstockstall 453 und Mitterstockstall 244 Einwohner. (3) 


Die Volksbank wird gegründet. (2) 

"Im Sommer wurde das neue Sparkassagebäude in Kirchberg erbaut von Baumeister Österreicher, während das frühere Sparkassegebäude, ebenfalls noch ein neues Haus, zum Baue des neuen Bezirksgerichts demoliert werden wird." (7)

 

1911
Beim k.k. Post- und Telegraphenamt konnte am 1. September eine Telefonstelle in Betrieb genommen werden. (4)

 

1912
"Im Markte wurde der Bau eines neuen Amtsgebäudes begonnen (für kk. Bezirksgericht, Steueramt, Grundbuch und so weit fortgeführt, daß der Rohbau unter Dach gebracht werden konnte." (7)

 

1916
"Am 7. August 1916 starb Herr Franz Roskopf, langjähriger Bürgermeister und Sparkassa-Direktor. Durch seine Veranlaßung wurde von der Sparkasse die neue Schule, neue Bänke und zwei Stege gebaut. Auch die Parkanlagen verdanken ihm die Entstehung." (3) 

  

Abb.: Franz Roßkopf

 

1918
Die Kriegsereignisse Kirchberg um Umgebung betreffend finden Sie hier:

http://www.hf-kirchberg.at/index.php/kriege-und-revolutionen/der-1-weltkrieg-titel

 

1919
"Sonntag den 22. Juni fanden die Gemeinderatswahlen statt, die ganz gut ausfielen. In Kirchberg waren 2 Parteien im heftigen Kampfe nämlich die ober und unter der Sparkasse. Letztere erhielt 7 Mandate erstere 5. Als Bürgermeister wurde später gewählt Herr Lehrer Höflinger." (7)  

Abb.: Karl Höflinger

 

1920
"Am 3. November  wurde hier die Bürgerschule eröffnet, 1. und 2. Klasse. Das Verdienst um die Errichtung derselben gebührt dem Bürgermeister Karl Höflinger. Einer gedeihlichen Entwicklung derselben stellen sich jedoch große Hindernisse entgegen, die jedoch in den tristen Verhältnissen der jetzigen Zeit liegen: kein Turn- und Zeichensaal, keine Wohnung für einen verheirateten Fachlehrer, keine Lehrmittel usw.
Zum provisorischen Leiter wurde der gegenwärtige Oberlehrer Julius Roßkopf bestellt, als Lehrer fungieren einstweisen Lehrer Franz Eiselt und Lehrer Johann Ebermann. Religion lehrt Pfarrer Karl Rasberger.

Die 1. Klasse der Bürgerschule besuchen: 19 Kn, 21 Mädch. = 40 Kinder
Die 2. Klasse "     "                     "                13 Kn, 38 Mädch. = 51 Kinder
                                               Zusammen   32 Kn, 59 Mädch. = 91 Kinder" (3)  

"Wie in den meisten kleinen Städten und Märkten wurde auch in Kirchberg das Notgeld, zunächst 20 und 50 Heller-Scheine von der Gemeinde ausgegeben. Auch die unscheinbarsten Dörfer beginnen schon mit der Ausgabe von Notgeld. Den Entwurf hiezu machte ein Lehrer aus Tulln." (7)

 
Abb.: Kirchberger Notgeld, Herbert Eder 

"Wie in mehreren größeren Orten der Erzdiözese Wien wurde auch in Kirchberg der Bezirkskatholikentag abgehalten. Der Pfarrer gründete ein Komitee, dem die meisten Bürger des Ortes angehörten und auch Frauen und bei der am 5. August hier stattgefunden Priesterkonferenz wurde das Programm bereits vorgelegt."  (7)

 

1921
"Sonntag den 10. April wurde der kath. Burschenverein für Kirchberg und Umgebung auf Initiative des Pfarrers gegründet. Es waren 400 Burschen bei Fidelsberger im Saale anwesend und die Zahl der beitretenden Mitglieder war sehr erfreulich. Hoffentlich gedeiht der katholische Verein und wirkt viel für die katholische Sache.

Am 8. September fand in Kirchberg die Einweihung des Kriegerdenkmales statt. Um ½ 10 h hielt  der hochw. Herr Professor Franz Gundl bei dem an der Dreifaltigkeitssäule am Marktplatze an die Krieger eine sehr schöne Ansprache und unter Assistenz der Pfarrgeistlichkeit die Feldmesse. Nachmittags um 2 Uhr war die Weihe des Kriegerdenkmals, welche wieder Herr Prof. Gundl vornahm und wo auch der Pfarrer eine Ansprache hielt. Das Wetter war wunderschön, Leute genug, jedoch die vielen Kosten für das Denkmal sowie die ganze Veranstaltung konnte nur zur Hälfte aufgebracht werden.
Das Denkmal wurde nach Plänen von Anton Schiel aus Bruchstein hergestellt. Im Inneren sind die Tafeln mit den Namen der Gefallenen angebracht." (7) 

 
Abb.: Familie Halmer, Mitterstockstall 

 

1922
"Am 21. Mai fand hier ein Katholikentag statt. Vormittags fand ein feierliches Pontifikalamt statt, das der Abt von Altenburg, P. Odilo Kantzky zelebrierte, nachmittags war die  Hauptversammlung auf dem Marktplatze." (7)

 

1924
"Die hiesigen Juden, es sind nur 9 Familien, wollten öffentlich am Samstage den 8. März im Heischen‘ Gasthofe einen Purimball veranstalten, zu dem sie zwei Einladungen ausgaben, eine für die Juden selbst mit dem Sionssterne und betitelt 'Purimball', die andere für Christen ohne Stern mit der Aufschrift 'Faschingskränzchen'.  Da diese Veranstaltung, die erste in Kirchberg, von Seite der Juden eine  Provokation war und auch die christliche Bevölkerung beigezogen wurde, wo doch bereits Fastenzeit ist, sah sich der Pfarrer veranlaßet dagegen einzuschreiten,  indem er erstens die Gläubigen von der Kanzel auf die geschloßene Zeit aufmerksam machte und auch auf das Bedenkliche die Bezirkshautpmannschaft, vertraulich aufmerksam machte, so daß dieser Ball nur mehr einem Hausball nur für Juden im Hause Blau beschränkt blieb, wodurch sich auch die Erregung der christlichen Bevölkerung wieder legte. Anwesend bei diesem Hausballe war ein einziger christlicher Bürger." (7) 

"Sonntag den 19. Oktober fand nach  dem Frühgottesdienste am Hauptplatz eine Versammlung der Sozialdemokraten statt. Kein hiesiger Gastwirt gab hiezu sein Lokal her. Den Vorsitz führte der hies. Jude Epstein. In der Versammlung sprach der sozialdemokratische Bürgermeister von Stockerau Resch. Unsere strammen katholischen Burschenvereine beteiligten sich auch bei der Versammlung,  denn Gauobmann Waltner von Altenwörth widerlegte den Stockerauer Bürgermeister Punkt für Punkt unter beständigen Bravorufen der Bürgerlichen und  bäuerlichen Bevölkerung. Als der zweite sozialistische Redner das Wort ergreifen sollte, ließ ihn die Bevölkerung nicht mehr sprechen. Die Sozi mußten abziehen. Mit der Losung: 'Socialdemokratie aufs Land' ist es in Kirchberg nichts geworden." (7)

 

1925
"Sonntag den 21. Juni war die Fahnenweihe des hiesigen Kriegervereines. Um ½ 7h war die Kranzniederlegung beim Kriegerdenkmal. Dann wurden die fremden Kriegervereine abgeholt, welche Musikkapellen begleiteten. Es kamen die Kriegervereine Tulln, Hausleuthen, Nieder-Rußbach, Weikersdorf, Feld, Gösing, Krems, etc." (7) 

"Am Donnerstag den 13. August kamen von der Glockengießerei Karl Kutter in Wien XII. per Bahn für die Pfarrkirche Kirchberg 2 Glocken und für das Spital 1 Glocke an. Die Freude der Bevölkerung war groß. Im Hause des Gastwirtes Bernhard wurden die Wägen und die Glocken geschmückt. … Bei der Dreifaltigkeitssäule erwartete den Zug die Geistlichkeit mit hochwürdigsten Herrn Prälaten und es folgte gleich das feierliche Pontifikalamt. …Nach demselben wurde am Kirchenplatze bei der Mariensäule die Glockenweihe vorgenommen." (7) 

 

1926
"Am 15. Mai besuchte Hr. Kardinal Fürsterzbischof Piffl Kirchberg und wurde von der Bevölkerung und der Schuljugend unter Führung der Lehrerschaft feierlich empfangen. Am folgenden Tage spendete Se Eminenz das Sakrament der Firmung auf dem Kirchenplatz (ca. 400 Firmlinge) und reiste am Nachmittag per Auto wieder ab." (3)

 

1929
"Das Zeitalter des Omnibusdienstes begann mit der Einführung des Automobiles für den Postreiseverkehr im Jahre 1907. Kirchberg am Wagram taucht im Postautofahrplan erstmals 1929 auf." (3) 

"Mit Beginn des Jahres 1929 begründete der hiesige Schriftsteller Sepp Rittler in Kirchberg  ein Wochenblatt unter dem Titel 'Niederösterreichische Presse'. Das Blatt bestand selbständig bis 25. April und wurde dann mit dem Kremser Volksblatt vereinigt." (3) 

"Am 9. Mai 1929 fand hier zum drittenmal ein Katholikentag statt. Vormittags zelebrierte H. Prälat Merinsky aus Wien ein feierliches Pontifikalamt. Nachmittags fand am Hauptplatze die Festversammlung statt." (7)       

Abb.: Bezirkskatholikentag; Herbert Eder, Kollersdorf  

"Sonntag den 2. Juni fand in Kirchberg das Heimwehrfest statt, mit Feldmesse bei der Dreifaltigkeitssäule und Wimpelweihe, die der Pfarrer mit Ansprache hielt. Erschienen waren bei 1000 Mann Heimwehr die in strammer Haltung vor dem Altare aufgestellt waren. Bei der Feldmesse war eine feierliche Stille und Andacht zu beobachten." (7)

 

1930
"Am Sonntag den 9. Februar wurde in der Pfarre Kirchberg der kathol. Mädchenbund gegründet, der gleich anfangs über 40 Mitglieder zählte." (7)

 

1931
"Im Monat Februar wurde ein Theaterstück aufgeführt, das allgemein Skandal erregte. 'Das Jungfernstüberl' von Sepp Rittler, der früher beim  berüchtigten 'Abend in Wien' Redakteur war, und politisch alle Farben wechselte. Das katholische Puplikum war empört. Schade, daß die Katholiken so mutlos waren, schon im 1. Akte das Theater unter Pfuirufen zu verlassen. Er wollte eine Klage gegen hochw. Herrn Kooperator Mathias Hutter anstreben, was die Pfarrgeistlichkeit sich nicht gefallen läßt. Rittler hat die Klage gegen den Kooperator wirklich eingebracht, doch ist gar keine Ehrenbeleidigung zu ersehen." (7)

"In den letzten Wochen des April wurde durch die Gemeinde der Ort Kirchberg kanalisiert, um das Regenwasser zu beseitigen. Es wurden über 1 m 50 tief große Betonrohre gelegt, um das Wasser zum Abflusse zu bringen. Es sind viele Arbeiter beschäftigt und stehen unter der Leitung des Baumeisters Österreicher von Königsbrunn." (7) 

"Am Sonntag den 28. Juni war in Kirchberg das 3jährige Gründungsfest der sog. Hittler Jugend  (Nationalsocialisten) zu dem ca. 260 fremde Ortsgruppen erschienen war. Sie wohnten auch (trotz Verbot) dem Gottesdienste bei, wußten sich aber dabei nicht recht zu benehmen, um zu zeigen, daß sie katholisch sind, (Bauernfang). Die Begeisterung hiefür war nicht groß, ein Beweis, daß nur 6 Fahnen ausgesteckt waren in ganz Kirchberg. In den Versammlungen der Pfarre hatten sie kein Glück." (7)

 

1932
"Am Mittwoch den 24. Februar wurde das an die Hauptschule angebaute Gebäude mit Werkstätte und Schulküche eingeweiht vom Pfarrer, der nach der Weihe eine kurze Ansprache hielt." (7) 

"Sonntag den 13. März fand in Mantlers Saal eine Versammlung gegen den National-Socialismus statt, veranstaltet vom Burschenverein und vom n.ö. Bauernbund, die so zahlreich besucht war daß der Saal für Hunderte zu klein war. Die National-Sozialisten sandten nur einige Mitglieder, Jugendliche, die sich nichts zu erwidern getrauten. Es war eine glänzende Versammlung rechter Volkseinstellung." (7) 

"Am Ostermontag fand bei geringer Beteiligung in Mantlers-Saal eine National-Sozialistische Versammlung statt, die nicht sehr gut besucht war, es sprachen Krebs und Autherit in ihrer bekannten aufhetzerischen Weise. Hoffentlich machte sie bei den Bauern, trotz aller Hetzplakate nicht viel Eindruck." (7)

 

1934
"Schon lange war es dem Pfarrer ein Wunsch, daß endlich in Kirchberg für den Burschenverein und Mädchenbund ein Vereinsheim entsteht. Infolge der Geldnot scheiterte der Plan von Jahr zu Jahr. Der Pfarrer faßte nun den Beschluß, den alten Kuhstall und Pferdestall hierzu umzubauen. Durch Sammlung des Coop. Wilhelm Schmid konnte nun der Bau in Angriff genommen werden. Herr Baumeister Österreicher hat das ganze Material umsonst gespendet, sodaß der ganze Umbau auf ungefähr 1.000 S zu stehen kam." (7) 

Die Ermordung von Kanzler Dollfuß hatte in ganze Österreich große Empörung und Trauer hervorgerufen.
"Der hiesige Kirchenplatz wurde in Dollfußplatz umbenannt und zwar mit großer  patriotischer Feierlichkeit. Es waren alle Behörden vertreten, der Heimatschutz, der Kirchenbund, die Schulkinder, die Feuerwehr, der Kriegerverband und alle Bürgermeister der ganzen Pfarre." (7)  

   

Abb.: Dollfußplatz
Herbert Eder, Kollersdorf
 

 

1938
Die Winzergenossenschaft wird gegründet. (2) 

"Die Volksabstimmung am 10. April ergab in fast allen eingepfarrten Gemeinden 100 % Ja- Stimmen für den Anschluß, in Kirchberg selbst nur 'Ja', nicht ein einziger stimmte mit 'Nein'." (7)

 

1945
Die Kriegsereignisse Kirchberg um Umgebung betreffend finden Sie hier:

http://www.hf-kirchberg.at/index.php/kriege-und-revolutionen/der-2-weltkrieg-titel 

Die Einwohnerzahl hat sich nach den beiden Weltkriegen von 4300 auf 3700 reduziert. (2)

 

1948
"Im Oktober 1948  wurde ein Gesangsverein gegründet. Die Leitung übernahm Herr Ing. Mann, die Frauenrunde leitet Frau Reschofsky." (3)

 

1949
Laut Heimatkalender des Bezirks Tulln beträgt die Fläche 0,88 km2, der Ort hat  669 Einwohner und 101 Häuser.

Im Ort gibt es folgende Ämter: Bezirksgericht, 1 Notar, 2 Rechtsanwälte.
Bezirkshauptmannschaft - Amtstage: jeden Mittwoch im Monat.
Eichamt, Steueraufsichtsamt, Landstraßenaufsicht, Bezirks-Bauernkammer.

An Schulen gibt es die gewerbliche Berufsschule mit 5 Fachklassen (Lebens- und Genußmittel, Holz, Metall, Kleidermacherinnen, allgemein gewerblich), die landwirtschaftliche Berufsschule, 1 Klasse für Burschen, 2 Klassen für Mädchen sowie eine Volks- und Hauptschule.

Die Gemeinde hat die kleinste Flächenausdehnung von denen des ganzen Bezirkes, ist aber durch ihre Lage der wirtschaftliche Mittelpunkt der ganzen Umgebung.

An Berufen sind vertreten: 1 Arzt, 1 Tierarzt, 1 Apotheke, 1 Drogerie, 1 Hebamme, 1 Leichenbestattung; 4 bäuerliche Betriebe, Winzerkeller, 1 Altwarenhändler, 2 Bäcker (2 L, 1 Ha), 1 Baumeister, 1 Buchdrucker, 1 Drechsler, 1 Elektriker (1 F, 3 L), 1 Eisenhändler (1 A), 2 Fleischhauer, (1 L), 2 Friseure (1 F, 3 L), 5 Gastwirte, 1 Glaser, (2 L), 2 Hafner, 1 Hutmacher, 4 Kaufleute, (5 A), 1 Lederhändler, 2 Maler (6 F, 5 L), 1 Mechaniker, (2 L, 2 Ha), 1 Papierhändler, 1 Rauchfangkehrer, 2 Sattler (3 F, 1 L), 2 Schlosser (5 F, 6 L), 3 Schneider (Herren), 5 Schneiderinnen (Damen) (2 F, 2 L), 3 Schuhmacher (2 F), 1 Seiler, 1 Sodawassererzeuger (1 Ha), 3 Tischler (11 F, 6 L), 3 Transportunternehmen (1 A, 3 F, 2 Ha), 1 Tuchhändler, 1 Uhrmacher, 4 Viehhändler, 1 Weinhändler (1 HA), 1 Weißnäherin, (1 L), 2 Zimmermeister. 

"Ab 20. Februar 1949 veranstaltete der Schulleiter als Bezirkskulturreferent eine Tagung 'Ewige Meister in Wort und Lied'. Es war dies die erste Veranstaltung dieser Art in Kirchberg. Sprechszenen, Chöre, ein Referat und Liedvorträge gestalteten das Programm. Der Besuch war gut. An der Vorbereitung und Durchführung war auch der Lehrkörper beteiligt. Die Bevölkerung zeigt Verständnis für kulturelle Arbeit. Doch ist vorsichtige Arbeit notwendig, da bisher auf diesem Gebiete nichts geschehen ist." (3) 

"Die Gemeinde Kirchberg am Wagram hat im Frühjahr für die Verschönerung des Ortes viel getan. So wurde: Der Park am Westende des Ortes wieder instand gesetzt, der Johannesberg mit Bäumen bepflanzt und die Begrenzung des Sportplatzes durch das Aussetzen weiterer Bäume vervollkommnet." (3)

"Am 11. September 1949 fand ein Freilichtspiel am Kirchenplatz, 'Spiel vor dem Tore' statt, das vom Kulturreferenten veranstaltet wurde. Außer dem Leiter der Schule, der die Regie führte, wirkten von unserer Schule Ln. Eder Christine und L. Zeiler Hermann mit. Über 1000 Personen füllten den Kirchenplatz. Auch Gäste aus Tulln waren erschienen." (3)

1952
"Am Samstag, den 21. Juni 1952 spielte das N.Ö.-Tonkünstlerorchester erstmals  in Kirchberg am Wagram. Um 15 Uhr fand ein Schülerkonzert statt, abends das Konzert für die Bevölkerung. Ohne Zweifel war dieses Konzert ein kulturelles Ereignis, wie es Kirchberg noch nie erlebte!" (3) 

 

28. November 1954 
Eiröffnung der neuen Hauptschule auf der Schanz. 
   

 

 

Abb.: Schuleinweihung der Pfarrer Rudolf Koriska 

 

1957
"Das große Erntedankfest des ländlichen Fortbildungswerkes fand am 29.September statt. Pfarrer Korsika weihte den neuen Getreidesilo, die Kraftfahrzeuge und hielt die Festpredigt. Direktor Gruber hatte das Preisrichterkomitee zu leiten und Fachlehrer Schierhuber machte die photographischen Aufnahmen. Fachlehrer Ertl, Frau Strangfeld und Frau Strenn schmückten den Wagen 'Kindergruppe' und  Fachlehrer Wurstbauer sorgte für die graphische Darstellung." (3)

 

1958
"In den Monaten Juli und August 1958 wurden die beiden Auffahrtsstraßen zum Marktplatz gepflastert." (3)

 

1959
"Der Hauptplatz wurde in den Sommermonaten mit einer staubfreien Decke versehen und neue Anlagen im Abgang zum Kaffeehaus Schwillinksy geschaffen." (3) 

Am 8. Dezember 1959 weilte Kardinal König anlässlich des Dekanatsmännertages in Kirchberg.  (3)

 

1963

"Am 17. November 1963 wurde in Kirchberg am Wagram das neue  Haus der Landwirtschaft“ feierlich eingeweiht. Es beherbergt die Bezirksbauernkammer und die n.ö. Brandschadenversicherung. Um 14 h fand nach dem hl. Segen der Festakt vor dem neuen Gebäude statt.  Die Festrede hielt Kammerpräsident NR Scheibenreif, der über den Wiederaufstieg Österreichs sprach.  Geweiht wurde das Gebäude von Pfarrer Rudolf Koriska." (3)   

 

 
Foto: Maria Schachamayr, Tulln

 

1968
Die Großgemeinde Kirchberg am Wagram entsteht durch den Zusammenschluss mit den Orten Engelmannsbrunn, Dörfl, Mallon, Kollersdorf, Sachsendorf, Neustift, Winkl, Ober-, Mitter- und Unterstockstall.

 

1970
Es erfolgt der Bau des Turnsaales und der Volksschule beim Hauptschulgebäude. (5)

 

1971
Der Müllergraben wird offiziell mit Verordnung des Gemeinderates als Rodelbahn genehmigt. (5) 

Beschluss der Errichtung eines neuen Kindergartens in Kirchberg. (5)

 

1972
Als letzte Gemeinden kommen Altenwörth und Gigging zur Großgemeinde. 

 

1973
Verlegung des Standesamtes in das Bezirksgericht. (5) 

Zubau zum Zeughaus der FF Kirchberg. (5)


 

1976
Einführung von Straßenbezeichnungen in Kirchberg. (5) 

Renovierung der Fußgängerbrücken in Kirchberg. (5)

 

1977
Ankauf des Hauses Marktplatz Nr. 6 als neues Gemeindeamt. (5)   

 

Abb.: Gemeindeamt  

 

1978
Übernahme eines Teiles des Kirchberger Friedhofes in das Eigentum der Gemeinde. (5) 

Umbauarbeiten zur Adaptierung des Hauses Nr. 6 als Gemeindeamt werden durchgeführt. (5)

 

1980
Am Bahnhof werden Parkplätze errichtet. (5)

 

1981
Auf dem Kirchenplatz werden die Sanitäranlagen errichtet.

Die Aufbahrungshalle wird saniert. (5) 

Kirchberg hat 186 Häuser, 222 Haushalte und 652 Einwohner.


 

1982
Am 24. September 1982 hielt anlässlich der Elektrifizierung der Bahnlinie Absdorf-Krems ein Sonderzug mit Verkehrsminister Lausecker in Kirchberg. (3)

 
Renovierung des Hauses der Damian’schen Stiftung, Stiftungsplatz 4. (5)    

Abb.: Das Haus er Daminan'schen Stiftung  

 

 

1983
Ankauf der Liegenschaft Marktplatz 5 (ehemaliges Gasthaus Bauer) durch die Gemeinde. (5)   

 

Abb.: Adaptierung des „Alten Rathauses“ als Museum. (5)

 

Verlegung des Standesamtes in die Räumlichkeiten des neuen Gemeindeamtes. (5)

 

1984
Renovierung des Kriegerdenkmales durch die Gemeinde. (5)

 

1985
Erlassung einer Satzung für die Jakob Damian’sche Stiftung durch die Gemeinde. (5) 

Neuerrichtung einer Mauer beim Friedhof. (5)

 

1986
Im neu erworbenen Haus Marktplatz 5 wird eine Außenstelle der Bezirkshauptmannschaft errichtet. (5)

 

1987
Das Freibad wird saniert. (5) 

Beitritt zur Musikschulgemeinschaft Eggenburg. (5) 

 

8. August 1988
Nach einer gründlichen Renovierung konnte das modern ge­staltete Postamt am Marktplatz 17 wieder in Verwendung genommen werden.

 

1990
Die Wagramhalle wurde 1989/90 unter Bürgermeister Karl Zimmermann errichtet und am 10. März 1990 durch Landeshauptmann Siegfried Ludwig eröffnet.(4)

 

Herbst 1993
Das 500jährige Marktjubiläum wurde mit einem Marktfest gefeiert, an dem sich alle Katastralgemeinden mit kulinarischen Schmankerln beteiligen. Die Festschrift „Geschichte der Marktgemeine Kirchberg am Wagram“ erscheint.


 

1999
Errichtung eines neuen Friedhofes östlich der Schule in Richtung Oberstockstall.    

 
Abb.: Der neue Friedhof  

 

2002
Das Bezirksgericht wird geschlossen und übersiedelt nach Tulln.

 

2004
Eröffnung des Naschmarktes. Im Sommer findet seither jeden Samstag am oberen Marktplatz der Verkauf von bäuerlichen Produkten aus der nächsten Umgebung statt.

 

19. Juli 2005
Die Homepage der Marktgemeinde geht online. (4)

 

14. August 2005
Marktfest anlässlich der Segnung der neu restaurierten Dreifaltigkeitssäule. (4)

 

September 2005
Das Projekt „Gesunde Gemeinde“ wird ins Leben gerufen. (4)

 

7. Oktober 2006
"Am Samstag, dem 07. Oktober 2006, fand um 11:30 die Marktplatzeröffnung vor dem alten Rathhaus statt. Vizebürgermeister Hubert Fiegl präsentierte den neuen Marktplatz mit seinen baulichen Veränderungen. Anschließend eröffnete Bürgermeister Johann Benedikt den neu gestalteten Platz. Die Ehrengäste Bezirkshauptmann Mag. Andreas Riemer sowie Landtagsabgeordneter Mag. Alfred Riedl lobten in ihren Ansprachen das harmonische Zentrum von Kirchberg." (4)

 

15. Dezember 2006
"Nicht nur für die Bewohner von Kirchberg am Wagram, sondern auch für die Verkehrsteilnehmer im Bezirk Tulln, wird es ab sofort eine wesentliche Verbesserung geben: Nach rund neunmonatiger Bauzeit wurde am 15. Dezember die neue Bahnunterführung in Kirchberg am Wagram von Landeshauptmann Dr. Erwin Pröll für den Verkehr freigegeben." (4)

 

2007
Anlage des Alchimistenparks beim neuen Friedhof.

 

20. September 2007
"Der Gemeinderat beschloss am 20.09.2007 einstimmig die Verleihung des Goldenen Ehrenringes der Marktgemeinde Kirchberg an den ehemaligen Vizebürgermeister Klaus Schwab aus Kirchberg am Wagram. Er war von 1981 bis 1990 Gemeinderat und anschließend bis zum Jahre 2005 Vizebürgermeister." (4)

 

14. Juni 2008
"Das von Ortsvorsteher Vizebürgermeister Hubert Fiegl in die Wege geleitete Projekt 'Alchemistenpark Kirchberg am Wagram' wurde am Samstag, dem 14. Juni 2008, durch Landesrat Mag. Wolfgang Sobotka feierlich eröffnet." (4)

 

12. September 2009
"Weritas, die neue Gebietsvinothek des Weinbaugebietes Wagram, entworfen vom renomierten Architekturbüro gernergernerplus, vom Architekturjournalisten Wojciech Czajaals als 'Glaskristall im Löss' betitelt, wurde im Beisein einer wahrlichen Schar von Ehrengästen aus der Politik vom niederösterreichischen Landesvater Dr. Erwin Pröll feierlich eröffnet. Durch das Programm führte die Schauspielerin und ORF-Moderatorin Sabine Petzl. Weitere Ansprachen hielten auch Kirchbergs Bürgermeister Johann Benedikt, Obmann der Region Wagram Mag. Markus Ecker, Obmann der Weinstraße Wagram Ing. Wolfgang Benedikt, Weinbauobmann für das Weinbaugebiet Wagram Leopold Blauensteiner, NewVino-Obmann Bernhard Ecker und der Betreiber Gerhard Hintermayer. Die neue Gebietsvinothek für das jüngste Weinbaugebiet Österreichs 'Wagram' wurde von Kirchbergs Pfarrer Mag. Maximilian Walterskirchen gesegnet. Als Klangkörper fungierten der junge Musikverein Kirchberg am Wagram unter der Leitung von Christian Steiner und der Musikverin Kollersdorf - Sachsendorf unter der Leitung von Herbert Eder." (4)

 

2. Juli 2011
Der Spielplatz beim Alchimistenpark ist fertiggestellt und wird mit einem Spielefest eröffnet. (4)

 

8. Juli 2011
Anlässlich des „Europäischen Jahres der Freiwilligentätigkeit“ findet in der Wagramhalle eine große Danke-Gala statt. (4)

 

2012
Die Administration der  Friedhöfe von Altenwörth und Winkl wird von der Großgemeinde übernommen.

 

15. Juni
Der renovierte und erweiterte Kindergarten wird feierlich eingeweiht. (4)

 

September 2012
Der letzte Sprechtag des Bezirksgerichtes findet in Kirchberg statt. (4) 

Erstmals wird der Bevölkerung ein umfangreiches Bildungsprogramm angeboten. (4)

 

20. Oktober 2012
Die renovierte und erweiterte Volksschule wird feierlich eröffnet. (4)   

 

Abb.: Das Schulareal, 2013

 

2013
Am 11. Juli war Radio Niederösterreich zu Gast in Kirchberg, brachte tagsüber Beiträge über den Ort und abends einen kurzen Zusammenschnitt in der Sendung „Niederösterreich heute“.

 

30. August 2013

Die Geh- und Radwegbrücke, die den neuen Friedhof bzw. den Spielplatz mit der Neuen Siedlung im Norden des Marktes verbindet, wird ihrer Bestimmung übergeben. (4)   

 

 

 

 
Abb.: Die neue Brücke
 

 

 

9. September 2013
In der Gemeinderatssitzung wurde beschlossen, ein Biomasseheizwerk zu errichten. Es wird unterirdisch vor der Wagramhalle liegen und die beiden Schulen, den Kindergarten, die Wagramhalle und das Gemeindeamt beheizen.

 

17. Dezember 2013
In der Gemeinderatssitzung wurde Adolf Hitler die noch immer aufrechte Ehrenbürgerschaft postum aberkannt. Aufmerksam gemacht auf diesen Missstand hat Frau Mag. Ingrid Oberndorfer aus Grafenwörth. 

 

2014
Der Kirchenplatz wird von der Marktgemeinde renoviert.

 

 

Quellen

  1.  Geschichte der Marktgemeinde Kirchberg am Wagram, Dr. Richard Hübl, 1993
  2.   Dissertation Dr. Groiss
  3.   Schulchronik Kirchberg am Wagram 1874 – 1938
  4.   Homepage der Marktgemeinde Kirchberg am Wagram  http://www.kirchberg-wagram.at/
  5.   20 Jahre Kirchberg am Wagram
  6.   Alphabetische Reihenfolge und Schilderung der Ortschaften in Niederösterreich, 4. Band, Wien, 1903, NÖ Landesbibliothek
  7.   Pfarrchronik 
  8.   Heimatkundliches Beiblatt zum Amtsblatt der Bezirkshauptmannschaft Tulln, 15. 5. 1981
  9.   Festschrift 1000 Jahre Pfarre St. Stephan am Wagram, 2014
  10. Franz Xaver Schweickhardt, Topographie

 

Der Artikel beruft sich nicht auf Vollständigkeit, Informationen über weitere wichtige Ereignisse  werden gerne entgegengenommen! 

 

September 2014
Maria Knapp