Pfarrer und Kapläne

der Pfarre Kirchberg am Wagram

 

 

Sind die Informationen über Pfarrer und Kapläne des vorigen Jahrhunderts noch ganz gut, so wird die Quellenlage schlechter, je weiter man in der Geschichte der Pfarre zurückgeht. Von den Pfarrherren bis etwa 1700 weiß man nur aus Dokumenten, in denen ihr Name erwähnt ist. Da dies eine Momentaufnahme ist, kann man nicht sagen, wie lange sie hier tätig waren.

Die Pfarrherren von Kirchberg, die oft auch hohe Ämter in Passau oder anderen wichtigen Pfarren bekleideten  - sie waren etwa Domherren, Kellermeister, Weinlesemeister, etc. - wurden in Kirchberg von Vikaren vertreten, über deren Behandlung  sich Pfarrer Aloys Edler von Neubauer schon auf den ersten Seiten der Pfarrchronik im Jahr 1836 beklagt: „Die von dem Domkapitel auf diese Pfarre geschickten Geistlichen erhielten nur eine beliebige, fast unbestimmte Dotation, ja sie erhielten nicht einmal den Titel Pfarrer, sondern sie hießen bloß Pfarrvikarine, und der mit dieser Benennung nicht zufrieden war, mußte zu Passau um den Titel Administrator der Pfarre N. einkommen.“

Man kann also nicht genau sagen, wie oft und wie lange die großen Pfarrherren, vor allem die Fugger und Trenbachs im 16. Jahrhundert, wirklich in Kirchberg weilten.

In der Erzdiözese Wien (und wohl in den übrigen österreichischen Diözesen) wurden die Hilfsgeistlichen in den Pfarreien bis 1938 als Kooperatoren  bezeichnet. Mit Beschluss der österreichischen Bischofskonferenz vom 28. September 1938 wurde dann die deutsche Bezeichnung Kaplan übernommen. In früheren Jahrhunderten gab es in der Pfarre oft bis zu fünf Kooperatoren.

Pfarrprovisoren verwalten eine Pfarre nach dem Tod oder Weggang eines Pfarrers bis zum Eintreffen eines neu ernannten Pfarrers. Sie können schon in der Pfarre anwesende Kapläne sein oder in die Pfarre versetzt werden. 

 

Hermann

1147

Er wird in der Schenkungsurkunde an das Domkapitel 1147 als Subdiakon der Kirche St. Stephan am Wagram bezeichnet.
(MB 28/2, 226 f.) (1)

 

Arnold

1210, 1230

Ein „Arnoldus de Sancto Stephano“ wird 1210 und 1230 in Urkunden genannt. 1210 als Zeuge bei einem Kauf des Wiener Bürgers Siboto, der von Göttweig zwei Lehen zu Wezilsdorf als Burgrecht erstand, (Quelle: FRAU II/51, S. 89) und 1230 in den Passauer Urbaren unter dem Abschnitt „Fischpfennige in der Fastenzeit.“ (Maidhof, Passauer Urbare 2. Band S. 129) (1) 

Kooperatoren
Es werden erstmals 2 Kooperatoren genannt. (1)

 

Otto

1251

„Dem Urbar des Passauischen Domkapitels aus der Zeit um 1230 ist bei den an das Domkapitel zu leistenden Diensten am Rande beigefügt: „Item de novo plebanus de Oetzendorf, quas prius solvit Michaelis solvet III libros Wiennenses, quas prius solvit plebano S. Stephani, cui iure dominus Otte plebans S. Stephani cessit et investiture eiusdem ecclesie in Oetendorf anno domini MCCLI.“ Hier steht Sanctum Stephanum ebenfalls ohne Beifügung Wagram, im Zusammenhang mit Etsdorf (Oetzendorf) handelt es sich jedoch ganz klar um Kirchberg am Wagram.“ (Maidhof, Passauer Urbare S. 116 f.) (1)

 

Ulrich

"Am 6. Juli 1268 stirbt der dritte Fürsterzbischof von Seckau, Ulrich I., früher Pfarrer zu Kirchberg am Wagram in Niederösterreich, seit 1232 Sekretär, seit 1242 Prontonotar des Herzogs Friedrich I., Domherr zu Passau, Propst zu St. Jakob in Bamberg, Archidiakon von Niederösterreich, zum Fürsterzbischof von Seckau ernannt im Jänner 1244, consecriert 1246, zum Erzbischof von Salzburg erwählt 1256, resigniret das Erzbisthum 1265 und kehrte auf sein Bisthum zurück, resigniert auch auf dieses 1266, und begab sich nach Piber, wo er starb."
Grazer Volksblatt vom 6.7.1892

 

Werner

1275, 1283

"Dominus Wernherus plebanus de St. Stephano war 1275 Zeuge, als die Witwe des Herrn Ortlieb von Winkl dem Stifte Zwettl die Güter in Edelbach bestätigte.“ (Hippolytus, 4. Band S. 489 – aus Chronik Edelbach) (1)

„Er war ebenfalls Zeuge, als die Brüder Ortlieb und Hadmar von Winkl der passauischen Kirche zwei Güter in Meinzelborndorf im Jahre 1283 verkauften. Ausstellungsort war Sanctum Stephanum super Wachrain.“
(MB 29/2 S. 551 f.) (1)

 

Heinrich von Preming

1299

„Er war 1299 Pfarrer von St. Stephan und starb am 15.5.1301.“ Er liegt im Kloster Fürstenzell begraben.
(Krick, Domstift S. 29) (1)

 

Rudger

1301 – 1326

„Rudger übernahm als Pfarrer von St. Stephan in Wachrain 1301 die am Kamp gelegenen Weinzehente des Hochstiftes Passau für jährlich 15 Pfund Pfennig.“ (LRB 5, S. 10)

1302 meldet ihm Ortlieb von Winkl seine jährliche Dienstbarkeit. (MB 30/2 S. 8 ff)

1311 schlichtet Rudger einen Streit zwischen Conrad, dem Pfarrer des St. Ägid Stiftes in Passau, und Stephan, dem Maier zu Oberstockstall, wegen des Vogtrechtes. (MB 30/2 S. 60 f)

1317 gibt Ortolf von Winkl Zeugnis über die nach St. Ägid in Passau, oder in dessen Hof zu Krems schuldigen Gaben von Seiten Maiers zu Stockstall. Zeugen waren auch: "herr Rudger, der Pharrer datz sant Stephan auf dem Wachrain. her Chunrat. her Pilgram. her Dietrich. her Ulrich. ze den zeiten sein geselln." (MB 30/2 76 ff)

Rudger starb als Domherr zu Passau und Pfarrer von Kirchberg am Wagram am 3.3.1327, und liegt in der Herrenkapelle in Passau begraben. (Krick, Domstift, S. 243)

Aus seinem Testament geht hervor, daß er die gotische Kapelle in Oberstockstall, im Hof des Herrschaftsgebäudes und ehemaligen Pfarrhofes, erbaut hat.

Er hatte vier en, die als "Gesellen" bezeichnet wurden, und zwar
Herrn Ulrich,
Herrn Pilgrim,
Herrn Chunradt
undHerrn Dietrich.
(MB 30/2 S. 120 ff) (1)  

 

Ulrich

1327 – mind. 1345

Er erscheint 1328 zum ersten Mal als Pfarrer von St. Stephan, als er sich nach einem Streit mit dem deutschen Orden in Österreich verglich. Streitpunkt war ein Lehen zu Oberstockstall. (MB 30/2 S. 130 ff.) (1)

1332 wird Ulrich als Dechant bezeichnet. (FRA II/51 S. 352ff)  (1)
1342 nennt er sich Canonicus von Passau, Dechant und Pfarrer der Stephanskirche am Wachram. (6)
Ulrich fügte 1344 an die damals einschiffige Kirche die St. Jakobskapelle, die heute den vorderen Teil des rechten Seitenschiffes mit dem Annenaltar ausmacht. und begann damit den Bau der gotischen Basilika.  (6)

Die letzte Erwähnung: 1345 schenkt er als Passauer Domherr, Dechant und Pfarrer der St. Stephanskirche am Wagram dem Stift St. Andrä zwei Weingärten zu Klosterneuburg. (FRA II/10, S 308f.)  (1)

„Seine Grabplatte ist das älteste Steindenkmal der Kirche. 1915 fand man sie beim Bau einer Lourdesgrotte im hinteren rechten Seitenschiff, dreißig Zentimeter unter dem Fußboden, in zwei losen Stücken. Seit der Innenrenovierung der Kirche im Jahre 1958 ist die Grabplatte am hinteren Ende des linken Seitenschiffes senkrecht in die Wand eingemauert.“ (1)

Im oberen Rundbild ist das Lamm Gottes mit der Kreuzfahne und der Umschrift: "Agnus dei, miserere nobis". Im unteren Rundbild kniet ein Priester vor einem Kreuz, genau wie auf Ulrichs Rundsiegel. Der Text lautet (übersetzt): "Ulrich, Pfarrer und Dechant von St. Stephan am Wagram". Das Schriftband um den Stein besagt, dass hier der Pfarrer Ulrich und seine Eltern Gerung und Eteolda begraben sind. Den Text der Platte dürfte er selbst verfasst haben. Der Anfang der Jahreszahl lautet 13, der Rest wurde nach seinem Tod nicht mehr eingesetzt. (3)

 

Mag. Petrus von Rosenberg

1353 – mind. 1358

1353 kauft Magister Peter, Domherr zu Passau, Dechant und Pfarrer zu St. Stephan am Wagram vom Wichner von Neudegg eine Wiese, genannt der Ellenbogen… (FRA II/51, S. 474f.) (1)

1354 ist Magister Peter Zeuge bei der letztwilligen Anordnung Weicharts von Winkl. (Oberösterr. Urkundenbuch, VII, S. 358ff.) (1)

1358 ist er ebenfalls Zeuge, als Reinprecht von Schönberg für sein Seelenheil, und das seiner Ahnen einen Jahrtag bei den Predigern in Krems stiftet. (Archivberichte aus NÖ, S. 121) (1)

Er war Domherr in Prag und Olmütz Pfarrer in Albrechtsberg und in Kirchberg am Wagram. Sein Todesjahr ist nicht genau bekannt. (Krick, Domstift, S. 33) (1)

 

Gebhard

1364

1364 verleiht Friedrich von Wallsee, Hauptmann zu Drosendorf, zwei Weingärten in der Nähe von Ottenthal an Gebhard, dem Pfarrer zu St. Stephan auf dem Wagram. (Keiblinger, Melk, 2. Band, S.16) (1)

 

Johann Peygartner

1365

Unter Erzherzog Rudolf  wird Johann Peygartner als Chorherr der Propstei St. Stephan in Wien als Pfarrer in Kirchberg (ohne Zusatz) bezeichnet. (6)

 

Ulrich der Treytel

1379

1379 wurde im Pfarrhof in Krems ein Notariatsinstrument verfasst, über die Verzichtsleistung des Dechants und Pfarrers Ulrich zu St. Stephan am Wagram auf einen Jahreszins gegenüber dem passauischen Domkapitel. (Oberösterr. Urkundenbuch, IX, S. 716) (1)

 

Hans, der Hippelsdorfer

1384 - 1405

Pfarrer Hans zu St. Stephan am Wagram war 1384 in eine Erbschaftsangelegenheit in Mautern involviert. (FRA II/51, S. 680) (1)

1399 ist er mit anderen Testamentsexekutor von Leonhart Schaur, Kanoniker von Passau und Brixen. (Quellen zur Geschichte Wien II/1, S 332) (1)

Er war zeitweise Passauer Offizial für Österreich unter der Enns, Dechant.
Es existiert ein Grabplatte aus dem Jahr 1405, die ihm zugeschrieben wird. (1) Diese  befindet sich im Westvorbau der Kirche an der Außenseite. 

Das Adelsgeschlecht der Hippelsdorfer saß ab 1230 im nahen Hippersdorf und Wagram. Hans war 1378 Pfarrer in Nalb, 1383/4 Official des Passaurhofs in Wien, 1384 – 1405 Pfarrer auf Sankt Stephan am Wagram und Dechant über 104 Pfarren.

„Der Stein zeigt ihn als Domherrn mit dem Barett auf dem Kopf …Die gotischen Minuskel der Umschrift lauten (von Prof. Dr. Hans Rupprich Wien 1934 übersetzt und ergänzt): ‚Im Jahr des Herrn 1405 am Tag des Apostels Thomas (21.12.) starb der ehren (fehlend: werte Herr Dechant und Pfarrer Hans der Hippelsdorfer. Er wurde hier) begraben, seine Seele ruhe in Frieden. 1413 stiftete sein Neffe Ulrich der Hippelsdorfer, Pfarrer in Ravelsbach, ihm in unserer Kirche einen Altar und einen Jahrtag.‘“ (3)

 

Jakob

1410

„1410 vermacht Margret, die Witwe nach Michael Purger in Mödling, für den Fall ihres Todes zu ihrem und ihrer Vorfahren Seelenheil ihren Weingarten und alle ihre Fahrhabe zu Handen des ehrbaren Priesters Herrn Jakob von St. Stephan auf dem Wagram.“ (FRA II/52, S. 93) (1)

 

Otto von Laiming

1414

„Er starb in Passau am 9.8.1414. Domherr 1378 – 1389, Propst 1390, Magister fabricae 1407, Pfarrer von St. Stephan am Wagram (ohne Jahresangabe).“ (Krick, Domstift, S. 4 und S. 244) (1)

 

Jörg der Mautner von Katzenberg

1415

„1415 verleihen Hadmar von Aistershaim als ältester Chorherr und das Domkapital zu Passau ihrem Chorbruder Jörg, dem Mautner von Katzenberg, die Kirche zu St. Stephan am Wagram, und ersuchen die Erbvogtherren dieser Kirche Albrecht von Puchheim, obersten Truchsess in Österreich, und Ulrich von Winkl nicht zu gestatten, dass der genannte Pfarrer Jörg auf irgendeine Art beschwert werde.“ (LRB 12, S. 188) (1)

„Jörg war bereits 1406 Domherr in Passau, er starb im Jahre 1416“. (Krick, Domstift, S. 42) (1)

 

Achatz von Tirna

1417 – 1431

Er war auch Domherr von Passau (3)

 

Dr. Mag. Dietmar Hindernbach

- 1453?

„Er stammte aus Kirchheim in Hessen, lebte jedoch in Wien, war u.a. Dekan der medizinischen Fakultät. .. Als er sich von der Universität zurückgezogen hatte, wurde er Domherr in Passau und Pfarrer in Kirchberg am Wagram. Er starb 1453.“ (Aschbach, Josef: Geschichte der Wiener Universität im ersten Jh. ihres Bestehens, 1. Band S. 562) (1)

 

Kondrad Hindernbach

1454

Er war der Neffe von Dietmar Hindernbach, Domherr in Wien und Pfarrer von Kirchberg am Wagram. Urkundliche Erwähnungen gibt es von 1454 – 1472. (6)

„1454 ersuchte Kaiser Friedrich den Papst Nikolaus V. er möge den Konrad Hindernbach, im Besitz der Pfarre St. Stephan zu Kirchberg am Wagram, den Bruder des kaiserlichen Sekretärs Johann Hindernbach, gegen Balthasar von Starhemberg in Schutz nehmen.“ (Blätter für Landeskunde von NÖ 1894, S. 261) (1)

 

Wolfgang Topler

1484

„1484 beurkundete der öffentliche Notar Wolfgang von Kirchberg am Wagram, Priester der Passauer Diöcese, dass vor dem Abte Wolfgang des Klosters Zwettl und vor dem Konvente der Priester Siegmund, Pfarrer der Kirche St. Leonhad in Schönau bei Weitra seine freiwillige Resignation auf die Pfarre angeboten, und den Johann Steindl als seinen Nachfolger zum ständigen Vikar empfohlen habe.“ (Geschichtliche Beilagen, 13, S. 156f.) (1)

 

Ruger

1487?

„Er war Kanoniker des Domstiftes Passau und Pfarrer in St. Stephan am Wagram (ohne Jahresangabe). Er starb am 3.3.1498.“ (Krick, Domstift, S. 52)  (1)

 

Johann Georg Zenger zu Adlmannstein, D

1529

„Er war oberster Kellerer und Weinlesemeister des Passauer Domkapitels in Stein (1529), Domherr in Regensburg (1505), Pfarrer in Enns (1527) und St Stephan am Wagram (1529).“ (Krick, Domstift S. 57 und Krick, Stammtafeln, S. 466) (1)

 

Christoph von Trenbach

1538 – 1552 (geb. 1511 in Riedenburg)

„Er wurde am 7.7.1532 Domherr zu Passau. Danach war er vierzehn Jahre Oberkellner des Passauer Domkapitels in Österreich und Pfarrer von Kirchberg. Er erbaute den Pfarrhof in Oberstockstall von Grund auf neu. Er kaufte die Herrschaft Winkelberg, welche die Vogtei über den Pfarrhof hatte, von den Landherren von Puchheim.“ (1)

Christoph stand auch in Verbindung mit König Ferdinand, der ihn oft in Kommissionen einsetzte, da er als sehr friedliebend bekannt war. Er starb am 8. Dezember 1552 im Oberstockstaller Pfarrhof.“ (NÖ Landesarchiv, Trenpeck – Chronik, Handschrift 327. fol. 210 – fol 218.)  (1)

Christoph von Trenbach kommt als Urheber des Alchemistenlabors in Oberstockstall in Frage.

 

Foto: © Trenbeckchronik, NÖ Landesarchiv, St. Pölten

Kooperatoren

Christoph Psaitberger,
Hieronymus Dermer,
 um 1540. Sie werden als Begünstigte der Stiftungen der Kirchberger Kirche genannt.
Jakobus Wimperg
Er war für das Messelesen in Königsbrunn zuständig und genoss dafür das dortige Beneficium
(Coelestin Schachinger in der Wiener Landwirtschaftlichen Zeitung vom 2.9.1911)
Christoph Jörger
Er wird 1546 in einer Stiftung genannt.

 

Urban von Trenbach

1552 - 1561

Er wurde am 10. Mai 1525 geboren. Sein älterer Bruder Christoph nahm ihn unter seine Fittiche und ließ ihm eine gute Ausbildung an diversen Universitäten im In- und Ausland zukommen. Im Jahre 1550, nach seiner Heimkehr aus Italien, wo er ebenfalls studiert hatte, wurde er Domherr von Regensburg, und darauf zwei Jahre lang Oberkellner des Passauer Domkapitels in Bayern. Als sein Bruder im Jahr 1552 starb, übernahm er die Pfarre Kirchberg am Wagram und im gleichen Jahr wurde er noch Oberkellner von Österreich. (NÖ Landesarchiv,  Trenpeck – Chronik, Handschrift 327) (1)

„1561 wurde er Bischof von Passau. Er starb am 9. 8. 1598 im Alter von 73 Jahren.“ (Krick, Stammtafeln, S. 429) (1)

Von seinem Bruder Christoph wurde er nach Abschluss seiner Studien zum Kopf der Re-Katholisierung, der als Pfarrer von Kirchberg und hernach als Reformbischof von Passau mit Melchior Khlesl die Gegenreformation planmäßig durchführte. (3)

Foto: © Trenbeckchronik, NÖ Landesarchiv, St.Pölten


 

 

Balthasar Ottenberger zu Gruhof

1564 – 1570

„1564 bezeichnet er sich als Domherr von Passau und Pfarrer von Kirchberg am Wagram.“ (NÖ Landesarchiv,  Alte Gülteinlage Nr. 651) (1)

„Ottenberger wurde Domherr zu Passau 1553, Domherr in Regensburg 1564 und war Pfarrer in Kirchberg 1564 – 1570.“ (Krick, Domstift, S. 62) (1)

 

Georg Zistler

1570 – 1573

Ein früherer Lebzelter, Georg Zistler, der auch verheiratet war, verstand es, in Ungarn die Priesterweihe zu erlangen und unter dem Schutz der Herrschaft Sonnberg in Hollabrunn Pfarrer zu werden. 1551 wurde er von Passau seines Amtes enthoben. Trotzdem brachte er es noch zum Pfarrer und Dechant von Kirchberg am Wagram und 1575 zum Pfarrer und Dechant der Stiftspfarre Unter-Nalb. (6)

 

Graf Viktor August Fugger

1573 - 1586

„Graf Viktor August Fugger, Herr zu Kirchberg (in Bayern) und Weißenhorn, wurde geboren am 19.6.1547, als Kind des Johann Jakob Fugger und der Ursula von Harrach. Er war Domherr in Passau, Pfarrer in Kirchberg am Wagram, seit 1565 Dompropst in Regensburg und Präsident des kaiserlich geistlichen Rates in Wien.“ (Krick, Domstift, S. 64) (1)

„1573 untersuchte er als Domherr von Passau und Pfarrer von Kirchberg am Wagram die Beschwerden, die gegen den Pfarrer von Heiligeneich erhoben waren, und entsetzte den Pfarrer.“ (Wiedemann, Reformation, 4. Band, S. 95) (1)

„Am 16. Juni 1582 reiste Bischof von Wien und Kanzler Khlesl zu Viktor August Fugger und übernachtete im Pfarrhof Oberstockstall.“ (Geschichtliche Beilagen, 1. Band (1878), S. 106) (1)

1583 wurde Victor August Präsident des Schottenklosters. Er sollte 1586 zum Propst im Kollegiatsstift Zwettl ernannt werden, starb aber bereits am 1.5.1586. (6)

 

Sigmund Friedrich Fugger

1586 – 1595

„Sigmund Friedrich Fugger war ein Bruder des Viktor August. Er wurde am 24.9.1542 geboren , war Kanoniker in Passau 1566 – 1596, Domherr und Domdekan in Salzburg, Dompropst in Regensburg seit 1597, Pfarrer von St. Stephan am Wagram 1586 – 1595. 1596 wurde er Domdekan in Passau und Bischof von Regensburg. Er starb am 5. November 1600.“ (Krick, Stammtafeln, S. 102) (1)

Er ist im Regensburger Dom begraben. 

Beide Fotos: http://commons.wikimedia.org/wiki/Fuggerorum_et_Fuggerarum_imagines

 

Johann Jakob von Lamberg

Um 1600

„Geboren 17. März 1561. Kanoniker 1576, Obersthofmeister 1601, Offizial von Passau, Domherr in Salzburg 1576 – 1613, Pfarrer in Feichten und St. Stephan am Wagram (ohne Zeitangabe), ab 1603 Bischof von Gurk. Er starb am 7.2.1630.“ (Krick, Domstift, S. 66) (1)

Er war ein Neffe der beiden Fugger-Brüder und Freiherr von Artenegg und Ottenstein und des Collegium Germanicum in Rom. (6)

 

Freiherr Karl von Kirchberg, D

1619 - 1636

„Er war Herr zu Ennsegg und Viehhofen, Domherr von Passau und Passauischer Lehensprobst in Niederösterreich. Er übernahm am 2.2.1618 das Offizialat und führte es bis zu seinem Tode im Jahre 1636.
Als Pfarrer von Kirchberg erscheint er erstmals 1619; damals bat er den General Grafen von Buquoi um Rückgabe des geraubten Gutes, das der Protestant und Herr von Winkelberg, Andreas Stadel vom Pfarrhofe in Oberstockstall weggeschafft und nach Grafenwörth gebracht hatte.“ Quelle: Geschichtliche Beilagen, 12. Band, S 182

  

Dr. Johann Ulner, Vikar

1610 – 1634

Er war als Vikar unter Official Freiherrn Karl von Kirchberg mit der Seelsorge betraut. Die ältesten Matrikenbücher, die sich hier finden, wurden im Jahr 1632 von Johann Ulner S. Theologie Doctore et reverendissimi de generosissimi D.D. Caroli, angefangen.

 

Stephan Mardberger, Vikar

ab 1634

Pfarrarchiv Kirchberg, Matrikelband I, Eintragung in den Taufmatriken vom 10.6.1634

 

Johann Christoph Meges, Vikar

1640 - 1646

1640 scheint Christoph Meges als ecclesica Kirchbergensis rector in den Pfarrmartiken auf.

  

Dr. Georg Tasch

1648, 1656

Wann Tasch die Pfarre übernommen hat ist nicht belegt. Er dürfte sie jedoch bis 1656 inne gehabt haben. In diesem Jahr wohnte er der Mahlzeit nach der Installation des Paul Tschernitz bei, mit der Bezeichnung Domherr zu Wien. (1)

 

Johann Engelbrecht Weiß, Vikar

1648

Er bezeichnet sich in den Pfarrmatriken als Vikar des Dr. Georg Tasch.  

 

Dr. Paul Zscherniz

1656 – 1686

„Er wurde am 24.4.1656 feierlich zum Pfarrer von Kirchberg am Wagram eingesetzt. Sein Lebenswerk war das Bürgerspital mit angebauter Kapelle, in der er beigesetzt ist. Der Gruftdeckel aus Sandstein trägt sein Wappen. Er starb 1686 im Alter von 56 Jahren.“ (1)

„..Darauf kam den 1ten 8ber 1661 Paulus Czernitz er schrieb sich der hl. Schrift Doctor, Protonotarius apostolicus, Domherr zu Wien bei St. Stephan, eines hochwürdigen Domkapitels des fürstlichen Hochstiftes Passau über dero angehörigen Pfarren, Dekan in Österreich unter der Enns, Pfarrherr und Bestandinhaber der Pfarrherrschaft Kirchberg am Wagram. Er ließ das am Fuße des Berges befindliche Spital und das Paulus-Kirchlein ganz aus eigenen Mitteln erbauen und machte eine sehr reiche Stiftung für 12 arme Männer und 12 arme Weiber, welche in diesem Spitale erhalten werden sollten.“ (2)

Auf Paul Zscherniz geht die Wiederherstellung des Grund- und Gewährbuches der Herrschaft Oberstockstall in den Jahren 1665 – 1688 zurück. Er war der letzte Passauer Domherr, der in Kirchberg residierte.

Näheres über seine Stiftung siehe hier.

Die Schreibweise seines Namens variiert stark. So unterschrieb er selbst: 

Bild: Ablichtung des Gemäldes von Dr. Paul Zscherniz in Pfarrhof

Jacobus Madrian, Kooperator/Vikar

Um 1660 

 

Jakob Wenzhina, Vikar

Um 1672

Er wird im Testament des Matthias Damian (1633 - 1672), der unter Dr. Paul Zscherniz Vikar gewesen sein dürfte, mit einem  Dukaten bedacht.(5) 

Cooperatoren

1682-1683: Johann Boselius aus Watsch in Krain (heute Slowenien) feierte die Primiz in Ernstbrunn und blieb dort ein Jahr als Kooperator und kam dann für ein Jahr in selber Eigenschaft nach Kirchberg am Wagram, dann war er zwei Jahre in Großrußbach, schließlich Pfarrer in Gnadendorf.
(Wiener Diözesanblatt, 1908)

Am 26.7.1688 starb der "Capellan" Joan Michael Gräwänz im Alter von 31 Jahren. (9)

 

Bartholomäus Biasi, Vikar

1687 – 1688

1687 findet sich in den Taufmatriken „baptizavit Bartholomäus Biasi p: temp: vicarius hic. Er war danach ein Jahr lang Adminstrator von Maria Taferl. Er starb am 14. Mai 1689 und ist in Maria Taferl begraben. (1)

 

Johannes Reitmaier, Vikar

1690

Er ist laut Pfarrmatriken im Juli 1690 verstoben.  

 

Christian Reitmair, Vikar

1693 stirbt der Vikar Christian Reitmair mit jugendlichen 27 Jahren.

 

Im Jahr 1693 schreibt Josephus Zhasall in den Sterbematriken, dass er die Begräbnisse halte, da kein Kooperator in Kirchberg ist.

 

Andreas Sigmundt, Vikar  

1693 – 1699

Im Jahr 1693 steht in den Taufmatrikeln ‚Andreas Sigmundus vicarius constitutus'. Bis September 1699 sind Einträge von ihm vorhanden.

„Im Jahre 1697 lieh die Rosenkranzbruderschaft dem Bürgerspital 100 Gulden, mit Wissen und Willen des damaligen Herrn Vikars Andreas Sigmundt und des Verwalters von Oberstockstall.“ (Diözesanarchiv  Wien, Pfarrakte Kirchberg am Wagram, Mappe Rosenkranzbruderschaft)  (1) 

 

Mathias Wurzer, Vikar

1702 bezeichnet sich in den Taufmatrikeln Mathias Wurzer als Vikar. 

 

Bartholomeus Zaller, Vikar

1703 – 1715

„Sein Grabstein befindet sich neben der Blindkanzel in der Pfarrkirche. Die lateinische Inschrift lautet in der Übersetzung. ‚Hier liegt und schweigt der ehrwürdige Herr Bartholomeus Zaller, welcher, nachdem er durch 12 ½ Jahre diese Pfarr als Vikar geleitet und in lobenswerter Weise verwaltet hatte, und mit mächtigem Rufe Ermahnungen des Heiles von dieser Kanzel herabgedonnert hatte, nie ermüdet endlich doch der Natur sein Schuld beglich, und als Wohltäter fromm im Herrn entschlief am 8. Mai 1715, in seinem fünfzigsten Lebensjahr.‘“ (1)

 

Peter Anton Nuck

1715 - 1739

Er war ebenfalls Mitglied der Priesterbruderschaft Krems.  Er verstarb am 10.6.1739 in Kirchberg. (6) Während seiner Amtszeit wurde die Damian'sche Stiftung (1730) ins Leben gerufen.  

Jonas Franz Delapina, Administrator

1739 – 1748

Er war vorher Vikar in Petzenkirchen, ehe er 1728 das Vikariat Etsdorf bekam. 1739 wurde er Administrator in Kirchberg. Er war laut Verzeichnis der Priesterbruderschaft Konsistorialrat und Administrator in Kirchberg am Wagram, ebenso in Obritzberg und in Königstetten. Er starb in Wien am 31. Mai 1752. (Hippolytus, 3. Band, 3. Abschnitt, S. 202) (1)

Bild: Zeichnung aus dem Buch über die Pfarrherren von Kirchberg von
Dr. Rudolf Delapina



Der Cooperator Antonius Felix stirbt 1746 mit 29 Jahren. 

 

Franz Xaver Perwein, Administrator

1748 – 1768

Dieser leitete die Kirche als Administrator von 1748 – 18. 2. 1768. (Hippolytus, 3. Band, 3. Abschnitt, S. 242) (1)

Unter ihm hatten die Wallfahrten schon ein ziemliches Ausmaß angenommen, sodass er Klarheit über die Rolle der Maria-Trost-Kapelle haben wollte und sich an Passau wandte, das den Dechant Stöckler aus Krems zu einer Untersuchung veranlaßte.
Die Anlage des Mirakelbuches deckt sich mit der Amtszeit von Pfarrer Perwein, er stand der Wallfahrt sehr positiv gegenüber und erlebte noch die 1752 erteilte Messlizenz.
 

Kooperatoren

Folgende Kooperatoren wurden im Text der Kugel auf dem Kirchenturm erwähnt: 
Johannes Paul Kreuzhofer,  1755 – 1783
Joannes Streisl,  1755
Johann Kaspar Sagl, 1755 - 1758
Er war danach Pfarrer in Braunsdorf bis 1786.
Antonius Ringl, 1755
Dominicus Zettl, 1755

 

Johann Kaspar Sagl, Kooperator in Kirchberg bis 1758, dann Pfarrer in Braunsdorf bis 1786.

Johann Grädinger

1768 - 1793

„..Dieser bekam zum Nachfolger den Pfarradministrator und Dechant Johann Georg Grädinger den 24. Mai 1768. Unter ihm geschah die Zerstückelung der Pfarre und er erhielt der 1te nebst dem Titel Pfarrer einen eigenen Gehalt von 600 f.“ (2)

Unter ihm wird 1774 vom Passauer Weihbischof die Wallfahrtskirche  "Maria  Trost" oder "Maria auf der Säulen" konsekriert, 1776 folgte die Verleihung eines päpstlichen Ablasses. (7)

Er starb in Kirchberg am 5. März 1793 als Konsistorialrat, Dechant und Pfarrer.(6) 

Kooperatoren

Balthasar Niggl, ? - 1771
Josephus Gromann,? - 1771
Petrus Heiß,? - 1771
Franciscus Koppauer,  1771,
Näheres siehe hier.
Melchior Obermayr, 1771  - 1775
Ignazius Wittal, 1771- 1775
Carlous Schwarzl, 1771 - 1775
Xaverius Kamniker ?  - 1775
Christophorus Richter, 1771 - 1780
Jacobus de Regenheim,1773  - 1777
Georgius Nicolai, 1773 - 1780
Antonius Schlagenhaufer, 1774 - 1775
Wolfgang Wagner, 1775 - 1780
Joann Georg Kienzl, 1775 – 1785
Leopold Peer, 1777- 1783
Joannes Sterzl, 1780 - 1783
Joannes Michael Neuberger, ab 1780
Er blieb in seiner Pension hier, arbeitete in der Pfarre mit und las in Ottenthal an Sonntagen die Messe.
Er starb am 14.7.1823 in Kirchberg.
Ignaz Kastner, 1776– 1793?
Er war ab 1793 Pfarrer in Kirchberg.
Georg Hodak, 1782 – 1785
Amandus Engl,1782  - 1783
Philippus Fronner, 1785 – 1787
Josephus Aufschlöger, 1785 – 1789
Silverius Weißhaupt, 1785
Leopold Schmid, 1785 - 1786
Ignaz Fleischer, 1787
Antonius Fritz, 1788 – 1791
Michael Frischauf, 1788 – 1791
Joannes Schabel, 1790 – 1792
Josephus Gütl, 1791 – 1793
Mathias Wollte, 1792 – 1793
Ignaz Scheiger, 1792 – 1796?
Er war ab 1799 Pfarrer in Kirchberg.

 

Ignaz Kastner

1793 - 1799

Danach kam Ignaz Kastner , Pfarrer und Dechant, und als selber aus gesundheitlichen Gründen nach Etzdorf übersetzt wurde, den 27. April 1799 Ignaz Scheiger. (2) 

Kooperatoren
Karl Kolumban Straßburger, 1794 - 1797
Martin Bleßl, 1796 – 1799
Er war nach dem Tod von Pfarrer Ignaz Kastner kurzzeitig Provisor.
Joachim Schedler, 1797 - 1799
 

 

Ignaz Scheiger

1799 – 1835

„Er stand der Pfarre während der Napoleonischen Kriege vor, verlor durch den Reichsdeputations-Hauptschluss 1803 den Oberstockstaller Pfarrgutshof mit allen Pfarrgründen und musste zweimal Einquartierungen erdulden. Das gesamte Kirchensilber wurde abverlangt.“ (3)

„Unter ihm wurde gleich im ersten Jahr seines Pfarramtes die Kirche und der Pfarrhof mit Schindeln eingedeckt, im Jahr 1802 wurde die Kirche neu mit Ziegeln gedeckt wozu die Hohe Landesstelle 1726 fl C.M. aus dem Kirchenvermögen bewilligte. Unter ihm wurde der 8 Klafter tiefe Brunnen im Pfarrhofe gegraben wozu das Domkapitel zu Passau 500 fl bewilligte. Da vor dem Pfarrgebäude nichts als Hügelwerk war, Überreste des damaligen Friedhofes, so ließ er auf eigene Kosten den Platz ebnen, ein Gärtchen von Zwergbäumen und in der Mitte derselben eine Laube errichten. Unter Ihm wurde im Jahre 1806 die Pfarre kammeralisch. Er starb am 19. August 1835.“ (2)

Das Bildnis von Pfarrer Scheiger stammt vom berühmten Biedermaiermaler Josef Danhauser und wurde der Broschüre "Die Wallfahrtskirche von Kirchberg am Wagram" (3) entnommen. 

Er schrieb Gedichte, die 1831 in einem Band veröffentlicht wurden. 

Einige seiner Gedichte finden Sie auch auf unserer Homepage: 
http://www.hf-kirchberg.at/index.php/kuenstlerisches/gedichte/gedichte-von-pfarrer-ignaz-scheiger

Nach seinem Tod wurde sein Besitz versteigert:
Realitäten und Fahrnisse.
Von der k.k. Staatsherrschaft Oberstockstall im V.U.M.B. werden über Ersuchen des hochlöblichen k.k. Ni.Oest. Landrechtes die in die Verlassenschaftsmasse des Herrn Pfarrers Ignaz Scheiger zu Kirchberg am Wagram gehörigen Realitäten und Fahrnisse an den  nächstgenannten Tagen licitando veräußert werden, als am 24. October d.J. ¾ Tagwerk Obst- und Grasgarten in der Englmannsbrunner Freyheit, eine Fruchtscheune zu Kirchberg außer dem Schmidtthore, bey 200 Eimer Weine von den Jahren 1829, 1830, 1833 und 1834, Fässer, Körner, Heu, Stroh, Brennholz und Vieh; am 26. October d.J. die Haus- und Wirtschaftsgeräthschaften, Kleidung, Leib-, Tisch- und Bettwäsche und am 27. October die Meubeln, als: ein Clavier, Commod-, Bücher-, Schreib- und Aufsatzkästen, Stockuhren, Spiegel, Bilder, Tische, Sessel, Soffen, Bettstätten und Bettgewand…“ (Wiener Zeitung vom 9.10.1835, veröffentlicht in ANNO)

Eine Gedenktafel befindet sich im rechten Seitenschiff vor dem Beichtstuhl und wird von diesem ein wenig verdeckt. Die von ihm selbst verfasste Inschrift lautet: Ignaz Scheiger – durch 36 Jahre I. (andes) f. (ürstlicher) Pfarrer alhier … gestorben den 19. August 1835. - Hat mein Grabstein ein Lobgedicht – Hinweg solch Lob, ich mag es nicht. - Hab ich gethan, was ich gelehrte, - Dann schöner Himmel bist du mein. - Thut ihr, was ihr von mir gehöret,  - Dann kommt auch ihr Liebste hinein. - Und welcher Jubel, welche Freude, - Wenn wir uns einstens wiedersehn, - Wenn Hirt und Herd im Unschuldskleide – Verklärt am Throne Gottes stehn! - Gott lob mich dann beim Wiedersehn, - Wenn wir aus unseren Gräbern gehen! - Wollt ihr Liebe was danken mir, - Ein Vater unser gebt dafür.“

Kooperatoren

Joseph Strauß 1799 - 1802
Anton Feyrer, 1799 - 1803
Fanz Ranöker, 1803 – 1807
Nikolaus Wegeler, 1807 – 1813
Leopold Stiftner, 1813 – 1817
Franz Felsner, 1817 - 1819
Wenzl Prinz 1819 – 1821
Franz Brauner, 1821 - 1822
Johann Lachs, 1822 – 1826
Karl Kony, 1824 – 1825
Georg Rupp1826 - 1827
Johann Kulhanek, 1826 – 1830
Franz Grünzweig, 1827 - 1830
Vinzenz Hanke, 1830
Friedrich Kantzler, 1830 – 1832
                Er war ab 1862 hier Pfarrer 

Matthias Poppenberger , 1830 - 1832
geb. 1807 in Hadres, verst. 1883 in Wien 2, St. Leopold.
Priesterweihe 1830
1830 - 1832 Cooperator in Kirchberg am Wagram,
1832 - 1840 Cooperator in Wien 2, St. Leopold,
1840 - 1848 Pfarrer in Grafenberg 
bei Eggenburg,
1848 - 1883 geistlicher Rat und Pfarrer in Wien 2, St. Leopold.

Bild: Ing. Andreas Maudrey BEd, Eggenburg

 

Ferdinand Wimmer, 1832 - 1834
Anton Weber, 1832 – 1835
Georg Anibas, 1834 - 1838
Joseph Reißleithner, 1835  - 1838

 

Alois Edler von Neubauer

1836 – 1842

„Die durch den am 19. August 1835 erfolgten Tod des Herrn Pfarrer Ignatz Scheiger erledigte Kammeral-Pfarre Kirchberg am Wagram wurde durch die Hohe K.K. allgemeine Hofkammer unterm 26. Jänner d.J. mir Aloys Edler von Neubauer Weltpriester geboren zu Wien am 27.Februar 1800, zum Priester geweiht am 21. August 1820 seitdem durch 1 Jahr Pfarrkooperator an der l.f. Pfarre zu Laxenburg und 18 1/2 Jahre Pfarrkooperator an der Religionsfonds-Pfarre zu den hl. Schutzengeln auf der Wieden in Wien, verliehen, und ich am 13. Februar d.J. durch den Hochwürdigsten Herrn Anton Aloys Buchmayr, Bischof von Hellenopolis (Frankfurt am Main, Anm.d.Verf.) Weihbischof und General-Vikar Sr Fürstlichen Gnaden des Hochwürdigsten Herrn Fürst-Erzbischof zu Wien Vinzenz Eduard auf diese Pfarre kanonisch investiert. Am 23. Februar d.J. nahm ich von der Pfarre Besitz.
1840: In diesem Jahre wurde ich der Pfarrer Aloys Neubauer am 23. April vom Schlage gerührt, und blieb in Folge dessen an der linken Seite gelähmt. Darum wurden von diesem Tage an die Pfarr-Protokolle, sowohl als die übrigen pfarrlichen Geschäfte mit hohem Fleiß und Geschicklichkeit durch den 1ten Kooperator Anton Berger geführt.“ (2)

Er ließ den Pfarrhof und die Wirtschaftsgebäude in demselben gründlichen renovieren. 1842 resignierte er auf die Pfarre und starb ein Jahr später in Wien als pensionierter Pfarrer von Kirchberg. (2)  

Eine Predigt von ihm ist hier veröffentlicht.

Kooperatoren

Anton Berger, Provisor, 1838 – 1843
Ab 1840 leitete er die Pfarrgeschäfte. Er war danach Pfarrer in Altenwörth.
Aloys Stribersky, 1838 – 1839
Wilhelm Berger, 1839 - 1843
Jakob Pecho, 1841 – 1845
Er kam als Pfarrer nach Bierbaum.
 

 

Franz Xaver Pany


1843 - 1861

„Den 21. Juny d.J. wurde ich Franz Xav. Pany durch den Hochwürdigsten Herrn Mathias Pollitzer, Bischof von Telmeß, Weihbischof und General-Vikar Sr Fürstlichen Gnaden, den Hochwürdigsten, Hochgeborenen Herrn Fürsterzbischof zu Wien, Vinzenz Eduard auf diese k.k.. Kameralpfarre Kirchberg am Wagram kanonisch investirt, tratt am 1.July d.J. die Pfarre an…Ich Franz Pany bin am 27. November 1797 zu Dobersberg in Österreich geboren, wurde in St.Pölten den 28.August 1821 von dem damahligen Hochwürdigsten Herrn Bischof zu St.Pölten Johann Nep. Dankesreither zum Priester geweiht, war durch 8 Wochen Cooperator in Großgerungs, durch 3 ½ Jahre Cooperator in Weitra in der St.Pöltener Diözese, und durch 18 Jahre und 2 Monathe Lokalkaplan in Oberthern, hiesige Erzdiözese.“ (2)

1860 bittet er um Entlassung aus dem Dechantsamt. Er stirbt am 11.9.1861: „Er war ein biederer Mann, ein eifriger Seelsorger, ein kluger, praktischer Pfarrer u. Dechant, der nur immer das Beste seiner Kooperatoren, aller Kapitularpriester, in der Gemeinden beabsichtigte.“ (2)

Bild: Zeichnung aus dem Buch über die Pfarrherren von Kirchberg am Wagram von Dr. Rudolf Delapina 



Kooperatoren

Joseph Wessely, 1843
Ignaz Hutmann, 1845 - 1850
Joseph Schischlick, 1850 - 1852
Josef Herzog, 1850
Johann Jung, 1850 – 1853
Anton Schestauber, 1852- 1855
Pater Cherubin Farra, 1853 – 1854
Anton Novak, 1854 - 1855
Er kommt nach Lichtenegg.
Josef Heß, 1855 – 1861
Er kommt an die Pfarre St. Johann in der Jägerzeile in Wien, h
eute Johann-Nepomuk-Kirche (Leopoldstadt)
Josef Pia, 1855 – 1858
Edmund Hupperth, 1858 - 1859
Johann Hauer, 1859
Pater Benno Pahr, 1861 - ?
Heinrich Schmidt,  Provisor, 1859 – 1863
Er wurde Priester in Wienerherberg
Ignaz Hohmann, 1861 - 1865
Er war ab 1877 Pfarrer von Kirchberg.  

 

Friedrich Kantzler


1862 - 1866

„Ich tratt die Pfarre Kirchberg am Wagram am 12.Februar 1862 an und wurde durch den hochwürdigen Herrn Dominik Sochor, Fürst-Erzbischöflichen geistlichen Rath, Dechant und Schuldistrictsaufseher des Hadersdorfer Bezirkes und verdienstvollsten Pfarrer zu Etsdorf, am IIten Sonntage in der Fasten den 16ten März 1862 auf diese Pfarre feierlich installirt. - Ich, Friedrich Kantzler bin geboren den 6sten August 1805 in Wien, wurde 1829 zum Priester geweiht, diente durch 5 Monate zu Schöngrabern durch 2 ½ Jahre zu Kirchberg am Wagram und durch 3 Jahre und 7 Monathe zu St Joseph ob den Laimgruben in Wien als Kooperator. -

1866: Hochwürdiger Herr Friedrich Kantzler, Pfarrer zu Kirchberg am Wagram ist hier den 9. Mai 1866 gestorben und den 12. Mai feierlich zur Erde, in dem dießpfarrlichen Friedhofe, bestattet worden.“ (2)

Während seiner Amtszeit wurde die Kirchenorgel renoviert ein neue Glocke angeschafft, da eine der fünf Glocken 1861 zersprungen war. (2) 

Bild: Zeichnung aus dem Buch über die Pfarrherren von Kirchberg am Wagram von Dr. Rudolf Delapina  



Kooperatoren

Josef Mattis, 1864 – 1865
Er wird Pfarrer in Lichtenegg.
Josef Neindeifel, 1865 – 1867         
Geb. am 25.1.1840, 1865 Priesterweihe
Kooperator in Kirchberg, Kurpriester in Wien St. Stephan,
Administrator und Pfarrer in Ernstbrunn, seit 1903 Pfarrer in Hütteldorf.
Er war ein gr. Wohltäter des Priesterseminars, des Waisenhilfsvereines u. des Wr. Kirchenbauvereines.
Er wurde mit der eisernen Salvatormedaille ausgezeichnet und trug den Titel Prälat.
Er starb am 21.4.1922
Karl Philip, Provisor, 1865 – 18
Er ist als Pfarrer nach Kottingbrunn gekommen.

Pater Epiphanius Pix, Subfilialpriester, 1865
  
 
 

Vinzenz Willim


1866 - 1877

Er wurde 1801 in Libitz in Böhmen geboren, seit 1830 Priester.

1836 wird er zum Pfarrer von Berg bei Hainburg ernannt, 1849 wird er auf die Pfarre Oberwaltersdorf investiert. Ab 1866 ist der Pfarrer in Kirchberg

Pfarrer Willim war während seiner 11-jährigen Pfarrtätigkeit in Kirchberg sehr aktiv: Er erneuerte Teile der Kirchenausstattung, wie Teppiche, Tapeten, Chorstiege; er ließ Bilder und Turmuhr restaurieren, schaffte neue Messgeräte an und ließ alte herrichten. Den Pfarrhof ließ er ausmalen und den Kirchturm renovieren.
In der "Gemeinde-Zeitung: unabhändiges politisches Journal" vom 19.7.1868 steht über seinen Eifer zu lesen: "Die hiesige Pfarrkirche ist gegenwärtig im Innern vollständig auf das Herrlichste restauriert worden und die Bevölkerung wird für dieses Verdienst dem hochwürdigen Herrn Pfarrer V. Willim gewiß Dank wissen. Wenn die Mittel aufgeboten würden, auch das Äußere der Kirche zu zieren, dann würde das Gotteshaus manchem Dome nicht unähnliche sein."
Unter ihm wurde in Kirchberg  die Rosenkranzbruderschaft wieder eingeführt.
Die Dreifaltigkeitssäule auf dem Hauptplatz wurde restauriert. (2)

Er starb am 11. März 1877: "Beerdigung eines greisen Priesters. In Kirchberg am Wagram fand am 14.d.M. unter großer Theilnahme der Bevölkerung die feierliche Beerdigung des Pfarrers Vinzenz Willim statt. Prälat Josef Willim von St. Peter sprach mit schmerzgepreßter Stimme die letzten Segensworte über die Leiche seines Bruders. Der Verblichene starb hochbetagt von Jedermann geachtet und geliebt."
Quelle: (Neuigkeits)Welt Blatt vom 17.3.1877

Eine Gedenkplatte befindet sich neben dem Beichtstuhl im rechten Seitenschiff. 

Bild: Zeichnung aus dem Buch über die Pfarrherren von Kirchberg am Wagram von Dr. Rudolf Delapina  

 

Kooperatoren

August Rutrich, 1867 – 1868
 Er wurde im Jahre 1842 als der Sohn eines fürstlichen Verwalters in Güns in Ungarn geboren.
Priesterweihe 1867
Kooperator in Kirchberg am Wagram, Rohrbach und Mödling.
Kurat-Benefiziat in Wien St. Peter durch 12 Jahre verblieb.
1911 legte er die Stelle eines Religionsprofessors an der Mädchen-Bürgerschule auf der Wieden, die er 17 Jahre inne hatte.
Er verstarb 1921 in Wien
Johann Höllerer, 1868 – 1870
Tobias Szunar, 1868 - 1869
Er war Franziskaner Ordenspriester, er kam nach Bierbaum

Franz Zotty, 1869 - 1874,
Er war vorher in Großmugl und wurde danach Priester in Königsbrunn und Lanzenkirchen.
Er war Pfarrer in Ulrichskirchen  u. von 1910-1913 Dechant des Dekanates Pillichsdorf.
Anton Wagner, 1870
Er hat Selbstmord begangen.
Othmar Schindler, 1871
Ernest Sedelmayer, 1871 – 1873
Er kam von Hohenwart als Provisor und später als Pfarrer nach Altenwörth.
P. Edmund Tobiasch, 1873
Karl Eder, 1873 - 1875              
Er war Kooperator in Göllersdorf, Kirchberg, Wien, Altlerchenfeld.
Als Pfarrer von Niederrußbach restaurierte er die dortige Kirche.
1901 wurde er Pfarrer von Wien-Baumgarten, wo er die prächtige St.-Anna-Kirche errichten ließ.
Er sorgte sich dort sehr um die Armen der Gemeinde.

Josef Granhofer, 1874 – 1876
Johann Rupp, 1876 – 1879 
Er kam nach Wien-Brigittenau 
Anton Podrabsky, 1876-1877    

Geboren 1850 in Wodnian in Böhmen, Priesterweihe 1873.
1874 von Oberhollabrunn nach Laxenburg, 1876 Kooperator in Kirchberg 1877 Kooperator in Brunn
1882 Kooperator der Stadtpfaffe am Hof in Wien 1, 1887 Religionsprofessor am k.k. Staatsgymasium im 9. Wiener Gemeindebezirk.
18.4.1899 Professor Anton Podradsky verstorben.
Er war Redakteur des „Ambrosiusblatt“, einer Wiener Zeitschrift für katholische Kirchenmusik.
1881 wird er dort wegen Mißhandlung einer Schülerin an der Mädchenschule am Gestande in
Wien zu 15 Gulden Strafe verurteilt. Doch schon in Kirchberg stand er wegen eines ähnlichen Falles vor Gericht, wurde aber frei gesprochen.
(Morgen-Post v.22.10.u.11.12.1881)
Johann Rupp, 1877 
Er wurde nach dem Tod von Pfarrer Vinzenz Willim zum Provisor ernannt.

Ignaz Hohmann

1877 - 1901

„Am 5. August trat ich die Pfarre an ……. Ich Ignaz Hohmann bin am 15. Oktober 1834 zu Fulda in Kurhessen geboren und am 27. Juli 1861 durch Se Eminenz den hochwürdigsten Herrn Cardinal und Fürsterzbischof von Wien: Josef Othmar Ritter von Rauscher zum Priester geweiht worden. Am 4. November 1861 wurde ich als Cooperator bei der Pfarre Kirchberg am Wagram angestellt, wo ich bis zum 26. September 1865 verblieb, worauf ich als Curator der Hauptpfarre zu Wiener Neustadt angestellt wurde und in dieser Anstellung bis zu meiner Ernennung als Pfarrer von Kirchberg am Wagram verblieb.  

Bevor ich die Pfarre antrat, ließ ich sämmtliche Zimmer des Pfarrhofes malen, was mir eine Auslage von 95 fl verursachte.“ (2)

Weiters legte er die Gärten des Pfarrhofes neu an, baute Pfarrhof und Stallungen um; in der Kirche ließ er u.a. Hochaltar, Seitenaltäre und Kanzel neu vergolden, wobei die Kanzel gänzlich umgestaltet wurde. 1885 wurden Kirche und Turm außen neu gemalt.

1887 wird Pfarrer Ignaz Hohmann zum Dechant ernannt. (2)

"60. Geburtstag geistl. Rat Ignaz Hohmann, Dechant und Pfarrer von Kirchberg. Er wurde von vielen Seiten beglückwünscht und bei dieser Gelegenheit von den drei Gemeinden Kirchberg am Wagram, Neustift im Feld und Winkl für sein umsichtiges und tatkräftiges Wirken sowie für seine Menschenfreundlichkeit und Liebenswürdigkeit zum Ehrenbürger ernannt. Möge sich der Jubilar noch lange dieser Auszeichnung erfreuen."
Kremser Volksblatt vom 22.10.1894

1901: „Am 7. Mai starb der hochwürdige Herr Ignaz Hohmann em. Dechant und Pfarrer an Schlagfluß. Das Leichenbegängniß am 9 Mai fand unter ungemein zahlreicher Betheiligung der Bevölkerung aus der ganzen Umgebung statt. Der Verstorbene stand im 67. Lebensjahre, im 40. Priesterjahre und war trotz seines hohen Alters noch immer sehr rüstig, so daß niemand geglaubt hätte, daß ihn der Herr so bald abberufen werde. Nur er selbst hatte eine Ahnung, ja er sprach oft mit ganzer Bestimmtheit von seinem baldigen Tode.“ (2)

"Donnerstag, den 9. d.M. fand das Leichenbegängnis unseres infolge eines Schlaganfalles im 67. Lebensjahre verstorbenen Dechants, des Hochw. Herrn Ignaz Hohmann statt. Bei der großen Beliebtheit des Verstorbenen konnte es nicht Wunder nehmen, daß eine ungemein große Betheiligung der Bevölkerung aus der ganzen Umgebung dem Leichenzuge – gegenüber den Anfeindungen des Verstorbenen – einen geradezu demonstrativen Charakter verlieh. Unter anderen waren erschienen: Die Patron der Kirche Herr Salomon, Vertretungen der Beamtenschaft, der Sparcasse, der Gemeinden, ferner der Veteranen-Verein Kirchberg, die Feuerwehr usw. Allen Theilnehmern sprach Herr Pfarrer Sponer in herzlichen Worten den Dank aus."
Kremser Volksblatt vom 11.5.1901

Bild: Pfarrchronik Kirchberg am Wagram

Kooperatoren

Maximilian Kresado, 1877
Er war franziskaner Ordenspriester und in Kirchberg Aushilfspriester.
Johann Helfer, 1877 - 1883

Wilhelm Sponer, 1883 – 1890         

Er stammte aus Zwittau in Mähren (geb. 31.1.1859) und war der Sohn armer Webersleute. Priesterweihe 1883.
Er war von 1883 - 1890 Kooperator in Kirchberg am Wagram,
von 1890 - 1903 war er Pfarrer in Bierbaum, danach in Deutsch-Wagram.

Später war er Stadtdechant und Pfarrer zu Wien XX, St. Brigitta. In dieser Funktion kam er einige Male mit Wallfahrern nach Kirchberg.
Er war Stadtdechant und Ehrenkanonikus.
Er verstarb am 18.5.1931 in Wien

Bild: Volksblatt für Stadt und Land, 18.6.1911

Leopold Lenz, 1890 – 1891
Er wurde danach zum Pfarrer von Groß ernannt.
Er hat sich durch sein leutseliges Wesen sowohl in kirchlicher wie geselliger Beziehung recht beliebt gemacht und haben wir ihn nur ungern scheiden sehen.            (Kremser Zeitung vom 28.6.1891)
Wenzel Schiel, 1890 - 1894
Er kam danach als Cooperator n
ach St. Johann im 2. Bezirk in Wien.
Thomas Schimkowitsch ab 1893 
Er wurde am 21. Dezember 1868 in Ringelsdorf, Mähren geboren. Priesterweihe 1893, Cooperator in Kirchberg/Wagram, danach in St. Rochus und Altlerchenfeld, Wien, von 1907 - 1913 Kirchendirektor und Spiritual der Ursulinen in Wien, 1913 erster Pfarrer von Obersdorf  bei Wolkersdorf, er starb am 22. Februar 1922 in Obersdorf.
(http://pfarre.obersdorf.at/geschichte.htm)
Karl Handlos, ca. 1894-1898
Näheres siehe hier.
Josef Maier, 1899 - 1900

Josef Weiß von Weißenbach, 1899 – 1900
Er kam von Kirchberg nach Simmering. 
Josef Jirka, 1900
Leopold Stadlmayer, Provisor, 1900 – 1901
Rudolf Hager, 1901 -1902
Er war vorher in Großmugl.
 

Adalbert Salzer

1901 - 1902

Vor seiner Ernennung zum Pfarrer gab es in der Pfarrgemeinde einige Unstimmigkeiten, da sich verschiedene Gruppen für unterschiedliche Kandidaten einsetzen. 

Nich einmal ein Jahr nach seiner Installation verstarb er mit nur 54 Jahren.

Näheres zu seiner Person siehe hier.

Bild: Pfarrchronik  Kirchberg

Kooperator
P. Joannes Psencik, 1902  

Johann Wiesinger

1902 - 1911

Er ließ die Orgeln in Kirchberg, Neustift und Winkl renovieren, in der Kirchberger Kirche Presbyterium und Mittelkirche durch den Maler Josef Klenkhart ausmalen und auch außen ausbessern. Die Dächer von Kirche und Pfarrhof wurden gründlich renoviert. (2)

1911 kam er als Pfarrer nach Wien-Großjedlersdorf.

Er starb 1930 im 83. Lebensjahr in Wien und wurde auf seinen Wunsch hin in der von ihm angelegten Kirchberger Priestergruft bestattet. (2)

Weiteres siehe hier.

Bild: Pfarrchronik Kirchberg

Kooperatoren

Anton Krizik, 1902 -1903
Johann Andraschko 1902
Anton van der Bom, 1903 - 1908
Er hat 1905 ein Buch mit dem Titel „Ein wirkliches Wunder aus neuester Zeit.“ herausgegeben.
Näheres zu seinem späteren Wirken siehe hier.
Franz Storn, 1907 – 1910
Er kam von Kirchberg nach Wien-Döbling.
Johann Klaus, 1907
Josef Weisböck,1910 – 1912
Er kommt nach Perchtoldsdorf.
Max Walter, Provisor, 1911 - 1912
 
Er kommt nach Berndorf.  

Alois Moser

1912 - 1914 

Er war 1863 in Stiefern im Kamptal geboren, wurde 1888 zum Priester geweiht, wirkte als Kooperator in Gloggnitz, Preßbaum und Purkersdorf, hier auch als Religionslehrer an der nö. Landes-Blindenanstalt und wurde 1892 als Kooperator an die städtische Patronatspfarre St. Florian in Matzleinsdorf berufen, wo er acht Jahre wirkte.

1912 kam er als Pfarrer nach Kirchberg.
Hier ließ er den Pfarrhof gründlich renovieren.
Unter ihm wurde die Herz-Jesu-Bruderschaft in Kirchberg eingeführt.

1914 wurde ihm die Pfarre Wien Rennweg verliehen.
Pfarrer Moser war der Feldkurat des Wiener Bürgerschaftschützenkorps.
Er starb im Jahr 1916.

Bild: Zeichnung aus dem Buch über die Pfarrherren von Kirchberg am Wagram von Dr. Rudolf Delapina 

Kooperatoren

Leopold Schmid, 1912 - 1914
Er kam nach Perchtoldsdorf
Franz Gundl, 1914 - 1916
Er kam nach Wien 21, Jedlesee
 

Wenzel Steiner, Provisor

1914 – 1918

Er war während des 1. Weltkrieges hier Pfarrer. Er ließ eine neue Lourdes-Kapelle und ein neues „Heiliges Grab“ bauen und entdeckte ein gotisches Taufbecken in der Kirche. 
Am 8. April 1918 verließ nach fünfjähriger Wirksamkeit der hochw. Herr Wenzel Steiner die Pfarre mit schwerem Herzen, um die Provisur in Klausen-Leopoldsdorf zu übernehmen.

Kooperatoren

Anton Gall, 1916 - 1918 
Er war vorher in Kammersdorf und kam 1918 nach Wien-Gersthof
Lorenz Toifl, 1917 – 1922  
Er war vorher in Staatz und kam nachher nach Niederkreuzstetten.
Er brachte 1920 25 Wiener Kinder bei den Bauern der Umgebung unter, wo sie längeren Aufenthalt nahmen.
(Bild) 

 

Karl Rasberger

1918 - 1935

„Der Herr Patron Franz Salomon entschied sich für den jeweiligen Pfarrer von Klausen-Leopoldsdorf Karl Rasberger, geboren zu Ried im Innkreise am 18. September 1866, welcher am 26. März 1918 mit Gültigkeit am 1. April 1918 vom S. bischöflichen Gnaden dem hochwürdigsten Weihbischof Josef Pfluger die kanonische Investition erhielt.
Der neue Pfarrer tat sich anfangs insoferne schwer, nachdem er gerade zu einer Zeit eintraf, wo die Lebensmittelnot eine geradezu beängstigende war und die Teuerung eine so immense war, daß er nicht einmal im Stande war, die leeren Zimmer des Pfarrhauses zu möblieren. So muß eben zugewartet werden auf bessere Zeiten. Die guten Leute erleichterten aber gleich in den ersten Tagen seines Hierseins dem Pfarrer sein Leben durch zahlreiche Gaben von Lebensmitteln.“ (2)

Von ihm haben wir eine sehr anschauliche Beschreibung der Inflation in der Zwischenkriegszeit in der Pfarrchronik. Nichtsdestotrotz ließ er Änderungen und Malerarbeiten an der Kirche und im Pfarrhof vornehmen.

Die Kirche Unterstockstall erhielt die Messlizenz.
1921 wurde das elektrische Licht in der Kirche und im Pfarrhof eingeleitet.
1924 wurden die Kirchensitze ausgebessert, 1928 die Orgel wieder einmal renoviert.
1931 wurde ein Brunnen im Friedhof gegraben – in 27 m Tiefe stieß man erst auf Wasser. (2)

Mit 30. April 1935 resignierte Pfarrer Karl Rasberger auf die Pfarre Kirchberg. Er starb 1937 im Alter von 71 Jahren in Wien und ist auf dem Stammersdorfer Friedhof begraben. 

 
Kooperatoren

 
Alois Wittmann, 1922  - 1923
Er war vorher in Machegg und kam danach nach Wien-Reindorf.
 
Adalbert Neunteufel, 1923 – 1924
Er war vorher in Auersthal und kam danach nach Feuersbrunn.
 
P. Engelbert Ameln, 1924
Er kam von Kirchberg nach Groß-Enzersdorf
 
Josef Schoiswohl, 1924 – 1925  
Nach seiner kurzen Amtszeit in Kirchberg war er Studienpräfekt des Knabenseminars in Oberhollabrunn und in späterer Folge Bischof von Graz-Seckau. Er kam aber immer gerne nach Kirchberg zurück.
Lorenz Strebl, 1925 – 1926
Er kam als neu geweihter Priester nach Kirchberg und dann nach Hernals.
 
Franz Rothstern, 1926  
Rudolf Masopust, 1926 - 1929
Priesterweihe 1926
Er war von 1926 – 1929 Kooperator in Kirchberg am Wagram, danach Kooperator in Wien 18, Weinhaus. Er war 1938 Religionslehrer in Wien Weinhaus an der Mädchenhaupt- und Knaben- und Mädchenvolksschule, er schied in diesem Jahr aus der Pfarrseelsorge aus.
Er war Ehren-Präses der katholischen Kolpingfamilie Wien Alsergrund.
Von 1966 - 1975 war er Pfarrer in Bierbaum
Matthias Hutter, 1929 - 1934
Matthias Hutter wurde nach seiner Kooperatoren-Zeit in Kirchberg zum Pfarrer von Eggendorf am Walde ernannt. Er war später Pfarrer in Hadersdorf und wurde 1947 zum Dechant ernannt.
Wilhelm Schmid, 1934 - 1935
Er kam von Sitzendorf nach Kirchberg.
 
Leopold Rohringer, Provisor, 1935
Er kam von Leobendorf nach Kirchberg.
Seine Tätigkeit in Kirchberg war eine überaus verdienstvolle, er nahm sich besonders der Änderung der Pachtverhältnisse an. 
 
 

Josef Pelzmann

1935 - 1954

„Auf Vorschlag des Patronatsherren Franz Salomon wurde der Pfarrer von Elsarn, Josef Pelzmann, am 31. August 1935 vom H.H. Weihbischof und Generalvikar der Erzdiözese Wien Franz Kamprath investiert.
Am 15. September hielt der neue Pfarrer seinen Einzug in seine Pfarre Kirchberg am Wagram, derselbe wurde am 16. März 1883 in Stegersbach im Burgenlande geboren, studierte in Graz und Wien, und wurde 1908 in Wien zum Priester geweiht, wirkte als Kooperator in Hadres, Feldsberg und Wien, ging als Hauptschulkatechet nach zwanzigjähriger Tätigkeit in Pension, um die Pfarre Elsarn im Strassertale zu übernehmen.“ (2)

„1954 Pfarrer Pelzmann gestorben
Am hl. Karfreitag, da man in der Pfarrkirche gerade des bitteren Leidens und Sterbens Christi gedachte, erlosch auch dieses Leben, das jahrelang vom Leid gezeichnet war. Gott hatte seinen treuen Diener heimgeholt. Das schönste Denkmal hat sich der Verstorbene zu Lebzeiten selber gesetzt: edle Menschlichkeit und die Liebe des guten Hirten waren seine ausgeprägten Wesensmerkmale.“
(2)

Er war hier Priester während des 2. Weltkrieges. Zum Ende des Krieges und zu Anfang der Besatzungszeit öffnete er den Pfarrhof als Zufluchtsort, vor allem für Frauen und Mädchen.
Er kümmerte sich darum, dass wieder Glocken in die Kirchen kamen.
1948 ließ er den Pfarrhof renovieren.
1949 ging er daran, die Kirche nach der Beschädigung durch den Krieg wieder herstellen zu lassen, konnte allerdings nur einen Teil der notwenigen Arbeiten erledigen, da überall große Geldnot herrschte. Er verkaufte aus diesem Grund auch einen Acker und einen Weingarten der Kirche. (2)

Bild oben: Zeichnung aus dem Buch über die Pfarrherren von Kirchberg am Wagram von Dr. Rudolf Delapina
Bild unten: aus einem Erstkommunionbild


Begräbnis von Pfarrer Pelzmann, Nachlass von Pfarrer Lorenz Dienbauer

 

Kapläne
 
Hugo Seltenreich, Provisor, 1935 - 1937   
Er war vorher in St. Veit an der Traisen.
Lorenz Dienbauer, Provisor, 1937 - 1940 
Näheres siehe unter:
http://www.hf-kirchberg.at/index.php/kirchberg-am-wagram/die-kirche-von-kirchberg/kaplan-lorenz-dienbauer
Josef Neumayer,  1940 - 1946
Er war vorher in St. Augustin, Wien
Er wäre gerne in Kirchberg Pfarrer geworden und zog im Alter hierher zurück.
 
Pater Alois Jarmer, SVD (Steyler Missionar), 1941
Er kam von St. Ulrich, Wien 7,  nach Kirchberg
Leo Rump, 1941 - 1942 , SVD
kam an Stelle des nach St. Ulrich zurückkehrenden Paters Alois Jarmer
 
Josef Buchta, 1943 – 1949 Er kam noch einige Male mit seinen Pfarrkindern der Pfarre „Weinhaus“ nach Kirchberg wallfahrten. Er war später Stadtpfarrer von Maissau.   
Sebastian Leihser, 1947 - 1950   
Ludwig Loidolt, Pfarrprovisor, 1949 – 1954
Mit dem Tod des Pfarrers Josef Pelzmann hat Kaplan Ludwig Loidolt 1954 kurze Zeit die Provisur der Pfarre Kirchberg übernommen.
Er war ein sehr geschickter Handwerker und legte überall in Kirche, Pfarrhof und auch sonst Hand an, wo es notwendig war. Er war fünf Jahre in Kirchberg und widmete sich unter anderem der Jugendseelsorge, seine Jugendstunden wurden von den Kindern gerne besucht. Weiters baute er eine Theatergruppe auf.
Kaplan Loidolt wurde Pfarrer in Markgrafneusiedl. Er ist später mit dem Motorrad verunglückt. 
Ignaz Hofmann, 1951 – 1955
Er war Pfarrer von Straß. 
 
 

Rudolf Koriska

1954 - 1978

„Rudolf Koriska bisher Kaplan der Pfarre St. Stephan in Baden bei Wien. Kirchberg hat nun wieder einen Hirten der, letzten Endes von Gott selbst bestimmt, die Sorge für die Seelen übernehmen soll.“ 
1969 wird er von Kardinal König zum Dechant ernannt. (2)

„Der 12. Juni 1978 brachte der Pfarrgemeinde einen großen Verlust: Dechant und Pfarrer KR Koriska war in den Morgenstunden gestorben.“ (2)

Er ließ die Kirche von 1958 – 1959 gründlich renovieren. Später wurden eine Heizung, ein neuer Boden und Bänke angeschafft. Die Kirche wie wir sie heute kennen, beruht zum Großteil auf dieser Renovierung.
Außen wurde die Kirche 1968/69 renoviert
Kauf der alten Hauptschule als künftiges Pfarrheim (im Jahre 1960)
Der Pfarrhof wurde restauriert.
Er gibt erstmals ein Pfarrblatt in Kirchberg heraus. (2) 

 

Kapläne


Franz Berger, 1955 – 1958 
Er wurde nach Straßhof versetzt. 

Ludwig Czombal, 1958 - 1960
Er kam als Ungarnflüchtling nach Österreich und machte hier das Doktorat. Zum Schluss wirkte er 17 Jahre als Pfarrer in Deutsch-Brodersdorf. Er starb 2009.
Johannes Todt, 1959 - 1960   
Heinrich Hisch, 1960 - 1961
Er war danach Studienpräfekt im Knabenseminar Sachsenbrunn, 1966 wurde er zum Pfarrer von Maissau bestellt. 
 
Josef Morgenbesser, 1961 - 1966
Josef Morgenbesser stammt aus Feistritz am Wechsel. Er kam 1966 nach Groß-Rußbach und war ab 1978 Pfarrer in Kirchberg.
Josef Spreitzhofer, 1966 – 1971
Kaplan Josef Spreitzhofer kam aus Ternitz und wurde als Provisor nach  Puchberg am Schneeberg versetzt. 

Horst Koller, 1971
Horst Koller war nur ein Jahr in Kirchberg. Er ist mittlerweile aus dem Priesteramt ausgeschieden.   
Gottlieb Felix, 1972 - 1977
Dechant GR Dr. Gottlieb Felix war Pfarrer in Oberaspang, er ist mittlerweile verstorben. 

 

 

Johann Sattler, 1977 – 1981
Kaplan Sattler war während des Wechsels von Dechant Koriska zu Pfarrer Morgenbesser hier Kaplan. Später wurde er Religionslehrer in Göllersdorf und Stockerau und ist derzeit Pfarrer in Großmugl.

 

Josef Morgenbesser

1978 – 2005

„Mit 1. September 1978 hat mich der Herr Kardinal zum Pfarrer von Kirchberg am Wagram bestellt. Nach langem Zögern und auf Drängen des Bischofsvikars Prälat Stubenvoll habe ich um diese Pfarre angesucht. Der Abschied von der Pfarre Großrußbach und dem Bildungshaus war nicht leicht!“ (2)

Ab 1985 leitete Dechant Morgenbesser den Pfarrverband Kirchberg-Ottenthal-Altenwörth.

„Am 18. November hat der Herr Kardinal das Gesuch angenommen und entbindet mich ab September 2005 von meinen Pflichten als Pfarrer und Dechant.“

Pfarrer Morgenbesser hat in seiner langjährigen Tätigkeit viel bewegt:
- Die Kirchenfenster wurden doppelt verglast, im Pfarrhof wurden weitere Renovierungen vorgenommen, neue Fenster eingebaut und eine Zentralheizung installiert, ebenso im Pfarrheim.

- Kirchenkreuz und Kugel wurden – das dritte Mal in der Geschichte der Kirche - renoviert.
- Das System der Tischmütter bei der Erstkommunion wurde eingeführt.
- Der Pfarrgemeinderat wird nun mittels Wahl durch die Gläubigen gewählt.
- Eine öffentliche Bibliothek wurde errichtet.
- Erstmals durften auch Mädchen ministrieren.
- Die Orgel wurde wieder restauriert. (2) 

 

Kapläne und Pastoralassistenten


Mag. Franz Ofenböck, 1981 - 1984
Er kam aus Gleißenfeld nach Kirchberg und ist jetzt Pfarrer in Hadersdorf am Kamp.

Konrad Widmann, 1984 - 1988
Er stammte aus Mödling und kam später als Kaplan nach Schwechat. Er ist in der Zwischenzeit aus dem Pfarrdienst ausgeschieden und hat geheiratet. Er leitet die Beratungsabteilung der „Gemeinschaft der Blinden und Sehschwachen Österreichs“.  Er ist am 29.6.2018 überraschend im 59. Lebensjahr verstorben.

 

Franz Berger, 1988 - 1991
Er war Wiener, der vorher ein Jahr in Stockerau als Diakon gewirkt hat. Er war später Kaplan und Religionslehrer im Gymnasium Hollabrunn. Er ist mittlerweile aus dem Pfarrdienst ausgeschieden.   

Peter Janousek, 1991 – 1995
Er kam aus Wien-Neukagran nach Kirchberg und war zuletzt Priester in Hausleiten, bevor er – wie in den Medien veröffentlicht – das Priesteramt zurücklegte, um mit seiner Freundin offiziell zusammenleben zu können.  
Günther Anzenberger, 1995 - 1998
Er kam aus Göllersdorf zu uns und ist jetzt Pfarrmoderator in Wildendürnbach und Pottenhofen.
Wolfgang Unterberger, 1998 - 2000
Er war zuvor Kaplan in Leopoldsdorf im Marchfeld und ist jetzt Pfarrer und Dechant in der Pfarre Auferstehung Christi in Wien V.
Witold Prusinsky, 2000 - 2002
Der aus Polen stammende Kaplan wurde danach Pfarrmoderator in Haitzendorf und Grafenwörth. 
Markus Mucha, Pastoralassistent, 2002 - 2011
Anstatt eines Kaplans erhielt die Pfarre im Jahr 2002 Markus Mucha aus Unterstockstall als Pastoralassistenten zugewiesen. Er wechselte mit Anfang 2012 als Familienreferent in die Erzdiözese St. Pölten.
 

Maximilian Walterskirchen

seit 2005

„Mit 1. September 2005 hat mich der Herr Kardinal Dr. Christoph Schönborn zum Pfarrmoderator des Pfarrverbandes Kirchberg-Altenwörth-Ottenthal bestellt.“

Ein neues Modell der Erstkommunionvorbereitung wird eingeführt, ebenso Anbetungswoche und „Stunde der Barmherzigkeit“.
Im Pfarrheim werden Fenster und Heizung erneuert.
Kirche und Pfarrheim werden außen renoviert. (2)

 

Kapläne und Pastoralassistenten 

 

P. Thomas Prakash, 2005-2006
P. Thomas gehört der Ordensgemeinschaft der Camillianer an, die mit der Krankenhausseelsorge betraut sind. Er blieb ein Jahr in Kirchberg, um besser Deutsch zu lernen und ging dann wieder in die Krankenhausseelsorge nach Wien. 

Pastoralassistent Dieter Fugger, 2016 - 7.2020
Er kommt nach Wien 5
 
Pierre Didier Nyongo Ndoua
ab 2018
Aushilfskaplan aus Kamerun, er beendet daneben seine Studien in Wien. Er wohnt im Altenwörther Pfarrhof.

 

Quellen

1. Beiträge zur Geschichte des Marktes Kirchberg am Wagram, unter besonderer Berücksichtigung des Zeitraumes 1650 - 1806, Dissertation von Dr. Franz Eiselt, 1973
2. 
Pfarrchronik Kirchberg am Wagram
3. Die Wallfahrtskirche von Kirchberg am Wagram, Pfarramt Kirchberg am Wagram, Otto Fandl, 1980
4. Geschichte der Marktgemeinde Kirchberg am Wagram, 1993
5. Otto Fandl: Die Damianische Stiftung in Kirchberg am Wagram
6. Dr. Rudolf Delapina, Erforschung des Marktes Kirchberg am Wagram
7. Dr. Franz Groiß: Wallfahrt und Mirakelbuch von Kirchberg am Wagram - Maria Trost, Dissertation, 2002 
8. Schulchronik Kirchberg am Wagram, Teil 1
9. Pfarrmatriken Kirchberg am Wagram
10. Bayerisches Hauptstaatsarchiv, Passauer Urkunden, München
11. Salzburger Kirchenblatt vom 28.3.1874, veröffentlicht in ANNO
 

 

 

September 2012
Maria Knapp