Jahresabrechnung 1774 der Tscherniz-Stiftung 

Entlastung der Verwalter Johann Georg Grädinger und Joseph Hober

 

Folgender Brief mit der eigenhändigen Unterschrift von Kaiserin Maria Theresia befindet sich im Diözesanarchiv Wien:

 

Maria Theresia

von Gottes Gnaden Römische Kaiserin Wittib, Königin zu Hungarn, Böheim, Dalmatien, Kroatien, Slavonien, Gallizien, Lodomerien, ez:ez: Erzherzogin zu Oesterreich, Herzogin zu Burgund, zu Steyer, zu Kärnten, und zu Krain, Großfürstin zu Siebenbürgen, Marggräfin zu Mähren, Herzogin zu Braband, zu Limburg, zu Luxenburg, und zu Geldern, zu Würtemberg, zu Ober- und Nieder-Schlesien, zu Mailand, zu Mantua, zu Parma, zu Piacenza, zu Guastala, zu Auschwiz, und Zator, Fürstin zu Schwaben, gefürstete Gräfin zu Habspurg, zu Flandern, zu Tirol, zu Hennegau, zu Kyburg, zu Görz und zu Gradisca, Marggräfin des Heiligen Römischen Reiches, zu Burgau, zu Ober- und Nieder-Laußniz, Gräfin zu Namur, Frau auf der Windischen Mark, und zu Mecheln, verwittibte Herzogin zu Lothringen, und Haar, Großherzogin zu Toskana 

Bekennen hiemit für Uns, Unsere Erben und Nachkommen, daß uns vor unseren Hof-Rechenkammer Praesidenten, und Räthen, der bey der zhernitzischen Spitals Stiftung in dem Markt Kirchberg am Wagram, im V:U:M:B:, angestelte Stiftungs Administrator Johann Georg Grädinger Passauerischer Consistorial-Rath und Pfarrer, dann der Franz Joseph Hober Markt Richter alda, über ihre von 1ten Jänner bis letzten Dezember 1774 geführte Amtirung, aller Empfäng, und Ausgaben halber, ehrbarn, gute, und richtige Rechnung abgeleget haben. Um Zumalen nun in solcher Zeit, Vermög uns von Unserer Stiftungs und Städtischen Hofbuchhaltung verfaßt – hinbey anverwahrten Summar-Extract, der völlige Geld-Empfang in einer Summa Vierzigtausend Zweyhundert Vier und zwanzig Gulden, 22 Kreutzer, 2 D: jeden Gulden zu 15. Batzen oder 60. Kreutzer gerechnet, ausmachet; dahingegen aber die baare Geld-Ausgabe auf Eintausend Vierhundert Acht und Neunzig Gulden, 43 Kreuzter, 1 D:, obiger Wehrung sich belaufet, so äusseret sich, da der Empfang gegen die Ausgabe gehalten, und diese von jenen abgeschlagen wird, daß der Empfang die Ausgab übersteige um Acht und Deyssigtausend Siebenhundert Fünf und Zwanzig Gulden, 30 Kreutzer, 1 D, welch verbliebener Rest in der nächstfolgenden 1776er Jahres-Rechnung behörig pr Empfang zu übertrag seyn wird.

Bey welcher Beschaffenheit dann, sagen Wir hierauf Eingangs erwehnten Rechnungs-Führern Johann Georg Grädinger, und Franz Joseph Hober, wie auch derenselben Erben, solch-ihrer geführten Rait- und Amtshandlung halber /: jedoch mit Vorbehalt des gewöhnl: Uservats-punct :/ so viel näml. Dieselben, auf vorgedachte Zeit der Einstellung nach, pr Empfang und Ausgab, in sich enthaltete, hiemit allerdings quitt, ledig, frey und los.

Mit Urkund dieses Briefes, der mit Unserer Eigen Signatur und Kail: Königl: Decret-Insiegel bekräftiget, und geben ist in Unserer Haupt und Residenzstadt Wien den dritten Monatstag November im Eintausend- Siebenhundert, Fünf und Siebenzigsten, Unserer Kirche im Sechs und Dreyßigsten Jahre. 

Maria Theresia 

Franz Anton Graf von Khevenhüller

 

 

 

 

 

 

 

 

Ad Mandatum Sae:Caes:
Regiae Mattis proprium
JohGottfvon Braun
Franz … 

Johann Franz …
Hofbuchhalter 

 

 

 

Juni 2014
Maria Knapp