Wallfahrten zu Maria Trost

 

 

Kurz nachdem die Wallfahrt Maria Trost auf dem Weg nach Mitterstockstall durch den Ausbau der Kirche einen weiteren Aufschwung erfahren hatte, wurden unter Kaiser Josef II. den Wallfahrten schwere Beschränkungen auferlegt, bis sie schließlich verboten und viele Wallfahrtskirchen geschleift wurden. Näheres siehe hier.
1787 wurde die erst 1775 geweihte Wallfahrtskapelle als überflüssige Nebenkirche gesperrt, entweiht und die wertvollsten Einrichtungsgegenstände in die Pfarrkirche übertragen.
Nach der Auflösung der Wallfahrtskapelle auf freiem Felde strömten die Wallfahrer nun ins Gotteshaus in Kirchberg selbst. Das Verbot des Wallfahrtens wurde nicht eingehalten. An bestimmten Tagen des Jahres war der Ort mit Wallfahrern überfüllt, sodass sich die Kirche als zu klein erwies. Manchmal langten bis zu zwanzig Prozessionen ein. Den Großteil der Besucher stellten der nördliche Teil des Viertels unter dem Manhartsberg und die deutschen Gemeinden Südmährens. Die 6 – 7 Herbergen im Ort reichten nicht, sodass ein Teil der Wallfahrer in Scheunen nächtigen musste. Die Priester mussten bis in die Nachtstunden Beichte hören. Nicht nur die Größe des Sprengels, auch der Zustrom der Wallfahrer erforderte die Anwesenheit von sechs Kooperatoren. Die Opfergaben flossen nunmehr der Kirche in Kirchberg am Wagram zu, die in dieser Zeit beim Volk den Namen von „Stephanskirche“ in „Maria Trost“ änderte.
 
Gegen Mitte des 19. Jahrhunderts nahm der Besuch der Wallfahrer laufend ab. An manchen Tagen im Jahr erschienen die Scharen aber noch immer so zahlreich, dass die Kirche überfüllt war. 
 
 
Mit dem Beginn der Pfarrchronik wurde auch manch große oder kleinere Wallfahrt festgehalten.
 
1836
Der Andrang der Wallfahrer war in diesem Jahre ganz besonders stark, was hauptsächlich durch die in der Umgebung der Pfarre herrschende Cholera bewirkt wurde. 
 
 

1903
Bei der Wallfahrt einer waldviertler Gruppe kam es zu einem unliebsamen Vorfall:

Die Wallfahrer vor dem Tempel
Vor einem Erkenntnissenat in Korneuburg hatten sich am 11. d. M. die Bauernburschen Ignaz Staufer aus Etzmannsdorf und Franz Purker aus Wolfshof wegen Herabwürdigung der jüdischen Religion und der in Wien als Kommis bedienstete 22jährige Jude Leopold Salzer wegen Verbrechens der Religionsstörung zu verantworten. Gelegentlich einer Wallfahrt, welche die Bewohner des Waldviertels nach Kirchberg am Wagram veranstalteten, wollten nämlich einige Wallfahrtsteilnehmer, darunter Staufer und Purker, den dort befindlichen jüdischen Tempel besichtigen. Vor demselben standen die Söhne des Rabbiners und seine Tochter. Als Staufer diese fragte, ob er und seine Begleiter den Tempel besichtigen können, verlangte Leopold Salzer dafür eine Entschädigung. Staufer und Purker machten nun rohe Bemerkungen über den Tempel, und der Rabbinerssohn Leopold Salzer machte eine Bemerkung, die sich als Religionsstörung qualifiziert. Der Gerichtshof verurteilte Salzer zu zwei Monaten Kerker, Staufer zu einer Woche Arrest. Der dritte Angeklagte wurde freigesprochen.
(Kremser Zeitung vom 21.3.1903) 

 

1916

Während dieses entsetzlichen Krieges in Wien das Gnadenbild „Unserer Lieben Frau mit dem geneigten Haupte“ besonders verehrt und bei Bittprozessionen durch die Straßen der Stadt getragen wurde, so hat dies auch Pfarrkirche Altenwörth nachgeahmt. Ein dem Original naturgetreu nachgemachtes Bild wurde angekauft, am Seitenaltar aufgestellt, am 3. Sept. benediziert und bei der am 7. September stattfindenden, großartig besuchten Kriegsbittprozession von Altenwörth nach Kirchberg am Wagram mitgetragen.
(Pfarrchronik Altenwörth, Pfarrer Dedelbacher)

Zur gleichen Wallfahrt aus der Eggenburger Zeitung vom 15.9.1916:
Altenwörth an der Donau: Am 7. September veranstaltete die hiesige Pfarrgemeinde eine Bittprozession nach dem nahegelegenen Wallfahrtsorte Maria Trost in Kirchberg am Wagram, an welcher sich ungefähr 500 Personen beteiligten. Der musterhaft geordnete Einzug in dieses herrliche Gotteshaus bot einen dem Ernste der Zeit und der Meinung der Wallfahrt entsprechenden eindrucksvollen Anblick. An dieser Stelle sprechen wir der Pfarrgeistlichkeit von Kirchberg ein herzliches „Vergelt’s Gott“ aus für den ehrenvollen Empfang und Auszug! Möchten die geschätzten Leser in schweren Anliegen sich gleichfalls an Maria Trost in Kirchberg erinnern.
 

1923
Am 23. September kam eine große Prozession von Gösing hier an in Begleitung des hochw. Herrn P. Kolumban, der auch beim Hochamte die Predigt hielt, es waren über 400 Wallfahrer, welche sich sehr lobend über Kirche und Gottesdienst geäußert haben.
 
 
1925
Die vielen diesjährigen Prozessionen nach Kirchberg beschloß am Sonntag, den 22. November, die fast 200 Menschen zählende Prozession der Pfarre Haitzendorf, an der sich auch die zahlreiche Schuljugend mit ihrem Katecheten beteiligte.
(Reichspost vom 24.11.1925)
 
 
1926
Am 4. Juli kamen die Wallfahrer der Pfarre Brigittenau, Wien XX, bei 800 mit Seperatzug hier an. An der Spitze vorn hochw. Herr Dechant Sponer und H. Cooperator Bauer. Veranstaltet war die Prozession wieder von der kath. Frauenorganisation mit Frau Prinzipalin Poschl und vom P…verein mit Herrn Bezirksrat Mayer. Die Prozession wurde am Bahnhofe festlich erwartet von der Pfarrgeistlichkeit und in die Kirche geleitet, der Ortspfarrer die Begrüßungsansprache hielt, hochw. Herr Dechant die Predigt und Herr Cooperator Josef Bauer die Mittagmesse. Nachmittags die Kirchenbesuche zu Gewinnung des Jubelablasses, wieder Predigt und Segenandacht. Am Abend hielt der Pfarrer die Schlußpredigt und es folgte der feierliche Auszug. Noch nie hatte Kirchberg eine solche Anzahl von Wallfahrern gesehen. Der Abschied auf dem Bahnhofe, wo der Separatzug bereits wartete, war ein überaus herzlicher. „Auf Wiedersehen im nächsten Jahre aber nochmals so viel Wallfahrer“ war der Abschiedsgruß der Teilnehmer.
Die Wallfahrer wurden in die hiesigen Gasthäuser verteilt, aber leider waren viele nicht zufrieden mit dem Mittagsessen, sie wurden stark „geschneuzet“, bekamen wenig und zu teuer waren die Preise. Diese Angelegenheit wurde auch in der Gemeinderatssitzung vorgebracht und die Wirte ins Bürgermeisteramt vorgeladen. Dieser Mißstand sollte doch endlich einmal abkommen, deshalb bleiben viele Prozessionen aus. Hoffentlich wirkt es für die Zukunft.
 
Außerdem trafen in diesem Jahre in Kirchberg ein die Prozessionen von Ziersdorf, Meiseldorf, Engabrunn, Feuersbrunn, Gars, Altenwörth, Klein Wilfersdorf, Haitzendorf, Gösing, alle in bedeutender  Stärke und sämtliche begleitet von ihren hochw. Herrn Seelsorgern. Bis jetzt kann man die Zahl der Wallfahrer schätzen auf 6000. Hoffentlich hebt sich wieder die alte Wallfahrt nach Kirchberg.
 
 
1927
Am 3. Juli traf auch in diesem Jahre wieder die Prozession der k. Frauen-Organisation Wien XX., Pfarre Brigittenau, ein mit Seperatzug unter Führung des hochw. Herrn Dechant Sponer, Kooperator Wonisch, über 700 an der Zahl. Nach dem feierlichen Einzug begrüßte die Wallfahrer der Ortspfarrer, hochw. Herr Stadtdechant hielt die Predigt, Herr Koop. Wonisch das Hochamt. Nach dem Mittagessen fand die Versammlung der kath. Frauenorganisation statt, wo außer Frau Präsidentin Gemeinderat Schlösinger von Wien, Herr Gemeinderat Schober, Herr Bezirksrat Mayer, der Ortspfarrer und der Bezirksschulkatechet Freudenberger aus Wien sprachen. Um 5 Uhr war Predigt gehalten vom hochw. Herrn Freudenberger, hl. Schlußsegen, Abschiedsworte des Pfarrers und Auszug. Die Wallfahrt lag wieder in den Händen der Präsidentin, Bezirksrätin Mathilde Poschl.
 
 
1928
Unter Führung des Stadtdechanten geistl. Rat Wilhelm Sponer fand am 24. v. M. die 5. Wallfahrt der Katholischen Frauenorganisation der Ortsgruppe XX., St. Brigitta, nach dem Gnadenorte Maria-Trost bei Kirchberg am Wagram statt, an der über 600 Personen teilnahmen. In Maria-Trost wurden die Wallfahrer von der Pfarrgeistlichkeit und der Bevölkerung feierlich empfangen und in die Gnadenkirche geleitet. Nach einer Begrüßungsansprache des Ortspfarrers Karl Rasberger hielt Dechant Sponer die Festpredigt. Um 1 Uhr mittags wurde unter dem Vorsitz der Leiterin Frau Wilhelmine Weigl eine Festversammlung abgehalten, bei der Präsidentin Frau St.R. Dr. Alma Motzko, Dechant Sponer, der Ortspfarrer, Bezirksvorsteherstellv. Heinrich Mayer und Frau BR. Maria Wanicek sprachen. Um 5 Uhr erfolgte ein feierlicher Segen mit einer Ansprache von Hochwürden Herrn Josef Bauer. Der Ortspfarrer dankte allen Teilnehmern für ihre Opferfreudigkeit und lud sie für nächstes Jahr ein. Die Ankunft in Wien erfolgte um 8 Uhr abends. Die Prozession bewegte sich nun zur Brigittakirche, wo Dechant Sponer den Teilnehmern den Dank aussprach und den Segen hielt.
Reichspost vom 7.7.1928
 
Nach 13 Jahren kam wieder die Prozession von Sallapulka hierher. Sämmtliche Wallfahrer gingen zu den Sakramenten.
 
Am 29. Juni kamen die Wallfahrer von Breiteneich bei Horn, der Pfarrer hielt denselben einen Segen und eine Abschiedsansprache. Sie kehrten erst um ½ 6 Uhr abends mit der Eisenbahn heim. Viele empfingen die hl. Sakramente.
 
Auch in diesem Jahr kamen größere und kleinere Prozessionen im Monat September, so von Ruppersthal, Gösing, Engabrunn und Haitzendorf und auch viele einzelne Wallfahrer, um sich hier bei der Gnadenmutter ihre Wünsche zu erbeten.
 
 
1931
Am Feste Christi Himmelfahrt kam die marianische Frauenkongregation von Hollabrunn mit Professor Gröger, welcher nachmittags die Predigt hielt.
 
Am 25.Mai, Pfingstmontag, kam die marianische Congregation von Aspersdorf mit Klosterschwestern und blieb den ganzen Tag hier.
 
14. Juni: Die Prozession ca. 300 Wallfahrer der kath. Frauenorganisation zu St. Brigitta traf um 8 Uhr früh in Kirchberg ein, wurde am Bahnhofe empfangen und zur Kirche geleitet. Die Wallfahrt wurde geführt von Coop. Leopold Nagl von St. Brigitta. Nachmittags war bei Hirsch die Versammlung. ¾ 2 Uhr der Hl. Segen. Abends um ½ 7 Uhr die Schlußpredigt des Pfarrers und feierlicher Auszug. Die Wallfahrer sind diesmal mit der Bewirtung mehr zufrieden gewesen als früher. Am Grabe des Herrn Kanoniker Sponer war eine Trauerfeier gehalten worden.
 
Samstag, 28.6.: Bierbaumer Hitlerjugend
In diesen Tagen waren auch Wallfahrer von Breiteneich hier.
 
 
1933
Am Sonntag; den 28. Mai; war große Wallfahrt des Reichsbundes, ca. 300 Teilnehmer nach Maria Trost in Kirchberg. Schon der Aufmarsch war imponierend, stramm war ihr Benehmen, Andacht beim Gottesdienste. Die Predigt um ½ 10 Uhr hielt Herr Professor Dr. Leiner von Hollabrunn. Nachmittags war Versammlung auf dem Kirchenplatz u. Begrüßung des Reichsbunds durch den Pfarrer, Gedicht vorgetragen durch den Hauptführer Walzer, Rede des Herrn Prof.  Leiner, des Hauptschuldirektor Lauda und des Delegierten aus Wien, Herrn Eckert. Es folgte nun auf dem Kirchenplatz die Maiandacht und Hl. Segen.
 
 
1950
Von St. Gabriel kam zweimal (am 28.11., Anbetungstag und am 8.12.) Pater Folwaczny, der durch seine aufrüttelnden, schönen Predigten tiefe Wirkung erzielte. Besonders die Feier der Dogmenverkündigung Maria, auch dem Leibe nach in den Himmel aufgenommen, die bei uns am 8. Dez. 1950 durch eine Sternwallfahrt und feierlichen Gottesdienst begangen wurde, wird allen Pfarrkindern in Erinnerung bleiben. Die große Anzahl der hl. Kommunionen unterstrich den guten Eindruck der Feier.
 
 
1954
Nachmittags kamen die Männer des Dekanates unter der Leitung von Pfarrer Karl Schilling zur Wallfahrt nach Kirchberg. Die Beteiligung war sehr groß: ca. 1500 Männer.
 
 
1959
Am 3. Juni: Pfarrer Bauer aus Wien St. Brigitta kam mit einer Wallfahrt.
 
Am 14. Juni kamen Wallfahrer aus Wien Lichtenthal.
 
Am 8. Juli kamen Wallfahrer aus Wildendürrnbach.
 
Am 13. September kamen die Groß-Riedenthaler mit 90 Personen zu Fuß nach Kirchberg (Wallfahrt!).
 
Am 2. Oktober kamen 40 Personen als Wallfahrer in unser Gotteshaus.
 
Dekanats-Männerwallfahrt mit Angelobung durch Kardinal König
Unvergeßlich bleibt der 8.12.1959. Unser Kardinal Dr. Franz König nahm durch Handschlag mehr als 500 Männer unseres Dekanates in die KMB auf.- Unser Gotteshaus ganz mit Männern gefüllt.- 196 Männer unserer Pfarre wurden Mitglieder der KMB; Kirchberg stellte wie immer das Hauptkontingent.
Zugleich wurde das Banner d. KMB des Dekanates geweiht. Ergreifend und aufrüttelnd waren die Worte die Se. Eminenz nach der Angelobung zu den Männern sprach. Mit dem sakramentalen Segen bei dem das von Pius XII. verfaßte Gebet der Laienapostel gesprochen wurde, schloß die Feier. Christus selber segnete den Bund der Männertreue. Seine Männer segnend verließ der Bischof das Gotteshaus.
 
 
1960
Am 22. Mai große "Heimkehrer-Wallfahrt". Die Feldmesse um 9.30 zelebrierte der ehem. Frontsoldat und jetzige Pfarrer von Gösing/Wagram P. Adalbert Helesic O.S.B. Er hielt auch die Predigt.
 
Am 6. Juni kamen die Langenloiser in einer großen Wallfahrt.
 
Am 5. Juli kamen Wallfahrer aus Mistelbach. Sie staunten über die schöne Kirche.
 
Am 18. September kam die bisher größte Wallfahrt "Der Mariazeller Wallfahrtsverein" mit 180 Wallfahrern. Msgr. Prof. Zissler führte die Wallfahrt.
 
 
1963
Frauentag, verbunden mit Wallfahrt der Frauen zweier Dekanate (Hadersdorf und Groß Weikersdorf) nach Maria Trost. 2000 Frauen in Kirchberg. Die Festpredigt wurde gehalten von  Sr. Gnaden dem Hochwürdigsten Herrn Prälaten Dr. Karl Moser, Generalvikar der Erzdiözese Wien. Die Kirche war überfüllt. Mit einem sakralen hl. Segen schloß die kirchliche Feier. Bei der Kundgebung am Kirchenplatz sprach die Diözesan-Vorsitzende Stellvertreterin Fr. Gertrude Picek aus Wien. – Das Schlußwort sprach Hochw. Hr. Konsistorialrat Dechant Matthias Hutter aus Hadersdorf – 15 Priester des Dekanates nahmen an der Feier teil – Das Wetter war schön!
 
 
1964
1. Mai: Dekanatsfrauenwallfahrt des Dekanates Wilfersdorf. 300 Frauen mit 7 Autobussen in Kirchberg.
 
31. Mai: Mit dem Zug in Absdorf ankommend und mit Postautobussen bis nach Unterstockstall geführt „wallfahrteten“ 234 Buben des e.b. Knabenseminars in Hollabrunn mit ihren Vorstehern Sr Gnaden Rektor Kurz an der Spitze nach Kirchberg. 26 Ministranten, Pfarrer und Kaplan begrüßten die Wallfahrer. Mit Gesang und unter dem Klang der Glocken Einzug ins Gotteshaus „Maria Trost“. Im Gotteshaus Gemeinschaftsmesse, zelebriert vom Hochw. H. Rektor Kurz. – Die Predigt hielt der Ortspfarrer. – Herrlich war der Gesang der Buben und ihre Haltung im Gotteshaus. – Meine Bitte an die Mutter der Priester war: „Maria sei Du Ihnen, Mutter und Führerin ins Heiligtum.“ – Im Gasthaus Dr. Franz Eiselt gab es dann das große „Würstelessen“. – Nachher Führung durch den Pfarrer durchs Gotteshaus. – Kurze Schlußandacht. – Rücktransport der Buben zum Bahnhof Absdorf. Nur ein Postautobus stand zur Verfügung.
Der Appell des Pfarrers an die Autobesitzer der Pfarre, sich zur Verfügung zu stellen, war überwältigend. – So viele Privatautos waren da – daß wir den Autobus leer heimschicken mußten. Ja manche Autobesitzer mußten ohne Buben zu ergattern – wieder heim. – Diese Tatsache machte einen gewaltigen Eindruck auf die Buben. – Es war sehr, sehr schön!
 
Am 2.9. kamen zwei Autobusse mit Wallfahrern aus Eckartsau und zum Teil auch aus Orth an der Donau.
 
Am 6.9. Männerwallfahrt aus Gänserndorf, Begleiter Pfarrer Schilling
 
 
1965
8. Juni: Pfarrer Mayerhofer aus Wien III Rennweg kam mit zwei Autobussen nach Kirchberg.
 
Am gleichen Tag Ministrantenwallfahrt mit Prof. Gstaltmayer Pfarre Rudolfsheim! 120 Personen kamen mit dem Zug nach Kirchberg zur Wallfahrt. Die hl. Messe zelebrierte der Pfarrer von Lichtenthal „Brantner“)
 
Der Klerus des Dekanates Bockfließ war am 22. Juni hier und hielt eine Abendandacht in unserer Kirche. – Gemütliches Beisammensein im Gasthaus Dr. Eiselt. – Leider verunglückte Pfarrer G.R. Joh. Schrefel tödlich auf der Heimfahrt von Gänserndorf nach Schönkirchen mit seinem Privatauto.
 
22. August: Dekanatsfrauenwallfahrt nach Kirchberg, Festprediger: Propst Edelhauser aus Krems (400 Frauen kamen.)
 
26.9. u 2.X.:  Schwechat und Breitensee (74)
 
 
1966
Mit zwei Autobussen kamen Gläubige aus der Heimatgemeinde des Pfarrers aus Orth an der Donau.
 
8. Mai: Mariazeller-Prozessionsverein: Leiter Prof. Hochw. Marischler kam mit 110 Personen.
 
15. Mai: ½ 7 Uhr Wallfahrermesse aus Klein-Harras Pf.G.R. Brait zelebrierte die hl. Messe. 

15. Mai: Päpstlicher Nuntius in Kirchberg. 
Von allen Dächern flattern die Fahnen Österreichs und von der Spitze des Kirchturmes die Päpstliche Fahne weiß-gelb. Kirchberg erwartet den „Päpstlichen Nuntius“ Exzellenz Dr. Opilio Rossi, anläßlich der Dekanatswallfahrt der K.F.B. des Dekanates Hadersdorf. Über 500 Frauen waren gekommen, um den „Jubiläumsablaß“ zu gewinnen. – Die Musikkapelle Feuersbrunn-Wagram, Kapellmeister Ostertag führt den Taktstock. Pünktlich trifft ein Exzellenz, vom Dekanatsklerus erwartet und den Frauen und der ganzen Bevölkerung der Pfarre.

Am 30. Juni kamen 11 Priester der Dekanate Laa a.d. Thaya und Gaubitsch zu einer kurzen Andacht in unser Gotteshaus. Da ein Jahrgangskollege (Pf. Johann Chalupka aus Fallbach) dabei war, lud ich die Herren ein auf ein Gläschen „Salomonischen“ Wein. 
 
 
1967
Am 1. Mai besuchte der ehemalige Kaplan von Kirchberg G.R. Karl Buchta mit zwei Autobussen die Wallfahrtskirche. Den Gläubigen der Pfarre „Weinhaus“ hat die Kirche recht gut gefallen.
 
25. Mai. Nachmittags kamen Wallfahrer aus der Pfarre Rennweg. – (Wien III.) Sie hielten einen kurzen Wortgottesdienst.
 
25. Juni: Mit dem Zug kamen ca. 300 Lichtenthaler unter Führung der Pfarrgeistlichkeit in unser Marienheiligtum. Um ½ 10 Uhr war die Wallfahrermesse mit Concelebration. Um 15 Uhr war am Sportplatz die Olympiade der Lichtenthaler Jungschar. Mit dem Rosenkranz am 17 Uhr schloß der Wallfahrtstag der Lichtenthaler – Erfreulich war die große Beteiligung von Seiten der Jugend.
 
Am 3. Juli Wallfahrer aus Ternitz und St. Johann in Kirchberg, ca. 90 Personen.
 
 
1968
6. Juni: Wallfahrer aus Reisenmarkt, ein Autobus.
Wallfahrer aus Achau, Edlach kamen am 16. u. 21. Juni nach Kirchberg
Am 1. Juli Wallfahrer aus Perg O.Ö. sind da
 
 
1969
Exzellenz Dr. Stephan Laszlo, Diözesanbischof des Burgenlandes, führte am Samstag den 30. August 1.400 Wallfahrer nach Kirchberg. Ein Ereignis wie es Kirchberg noch nicht erlebt hat (29 Autobusse)
13 Uhr Platzkonzert Musikkapelle Feuersbrunn-Wagram
13:45 Feierlicher Einzug ins Gotteshaus, Wortgottesdienst – hl. Segen
14:30 Festkundgebung am Kirchenplatz  B.H. Hofrat Wiesmayer begrüßt den Bischof mit den Gläubigen – ebenso der Bürgermeister von Kirchberg – Festredner Msgr. Florian Zimmel, St. Pölten. Bischofswort
 
11. Oktober: Pater Nella S.J. führt eine Familienwallfahrt (70 Personen) nach Kirchberg.
Wallfahrer aus Weidling (60 Pers) besuchen Kirchberg.
 
1970
Wandertrag der Volksschule Altenwörth
Das Hauptziel war die ehemalige Wallfahrtskirche Maria Trost in Kirchberg am Wagram. Die Begeisterung der Kinder und ihr teils stilles, teils bewegtes Staunen zeugt von einem ersten „Kunsterlebnis“. Es bedurfte einer Viertelstunde bis die Kinder mit der Fülle der Eindrücke zurechtkamen und durch Fragen und Staunen ihrer Verwunderung über soviel Schönes Ausdruck gegeben hatten. Erst jetzt waren sie bereit, sich führen zu lassen. Als besonderer Kern wurde der Kreuzweg vom Kremser Schmidt herausgehoben und es wurde versucht, auch den besonders starken Ausdruck bewußt zu machen, der in der Gestalt Christi gipfelt, aber von der ganzen Komposition der Bilder unterstrichen und begleitet wird.
Der sichtlich tiefe Eindruck, den diese Betrachtung auch in den Kleinsten weckte, darf als großer Gewinn dieser Wanderung durch die Heimat betrachtet werden.
Schulchronik Altenwörth, 1.6.1970
 
 
1972
1. Mai: Große Wallfahrt aus der Pfarre Weinhaus – Pfarrer Buchta kam mit drei Autobussen.
 
18. Mai: Wallfahrer aus Mariabrunn mit Pf. Weininger waren hier.
 
18. Juni: Am 30. kamen Wallfahrer aus Herrenbaumgarten
 
 
1980
Im Jahre 1980 gab es 15 größere und viele kleine Wallfahrtsgruppen in die Kirche – Maria Trost.
 
 
1987
Im Jubiläumsjahr 1987 – 200 Jahre Wallfahrtskirche Ma. Trost – veranstaltete die Pfarre am Sonntag, 17. Mai, eine festliche Marienvesper. Unser Ehrengast und Festprediger war Alterzbischof Dr. Schoißwohl, der einmal Kaplan in unserer Pfarre war. Die Feier begann bei der Ursprungskapelle – dann ein Fackelzug zur Wallfahrtskirche – und hier eine feierliche Marienvesper. Sehr viele Gläubige aus der ganzen Pfarre nahmen teil und freuten sich an der mächtigen Stimme und den guten Worten ihres ehemaligen Kaplans. Wir danken dem Herrn Erzbischof, daß er durch sein Mitwirken unser Jubiläum so bereichert hat.
 
Herr Otto Fandl brachte zu diesem Anlaß eine Festschrift über die Geschichte der Wallfahrt heraus und der Verschönerungsverein renovierte die Ursprungskapelle zu diesem Anlaß geziemend.
 
 
Quelle: Pfarrchronik Kirchberg am Wagram
 
 
 
November 2020
Maria Knapp