Ing. Franz Mann

(27.9.1888, Unterstockstall – 27.3.1974, Kirchberg)

 

Franz Mann war der Sohn des Landwirtehepaares Ferdinand und Rosalia Mann aus Unterstockstall 18. Sein Elternhaus war das ehemalige Verwaltungsgebäude der Herrschaft St. Andrä an der Traisen, die bis 1848 die Ortsobrigkeit innehatte.

 
  Mutter Rosalia, Franz Mann 

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Das Elternhaus um 1900 und um 1930
Alle Fotos: Otto Moosbauer

 

Ing. Franz Mann arbeitete 37 Jahre lang, bis 1947, als Vermessungsingenieur. Danach war er bis zu seiner Pensionierung im Jahr 1960 als Ingenieurkonsulent für Vermessungswesen im Bezirk Kirchberg tätig. Seine unermüdliche Schaffenskraft stellte er auch nach seiner Pensionierung unter Beweis, als er einige Jahre die Substitutionen verwaiser Vermessungskanzleien in Mattighofen und St. Pölten übernahm.

Franz Mann war dreimal verheiratet. 1920 heiratete er Maria Rittler, die Tochter des Kirchberger Fleischhauers. Der Ehe entsprang ein Sohn, der als Zahnarzt nach Geras zog. Durch diese Ehe kam das Haus Marktplatz Nr. 6 in seinen Besitz, in dem eine Fleischhauerei, ein Greissler und der Gemeindearzt untergebracht waren – heute beherbergt das Gebäude Gemeinde- und Standesamt. Am Giebel des Hauser erkennt man einen Stierkopf, der auf die einstige Fleischhauerei hinweist. 1977 wurde das Haus an die Gemeinde verkauft.

Nach dem Tod seiner ersten Gattin (1953) heiratete er 1954 Maria Dewisch, 1965 in dritter Ehe Elisabeth Rosa Stransky.

Ing. Mann wohnte in Wien und Krems und ab ca. 1950 in Kirchberg. 

 

 

Große Bedeutung bis in die heutige Zeit erlangte er durch sein im Jahr 1959 erschienenes Heimatbuch  „Was sagen uns die Flurnamen im Bezirk Kirchberg am Wagram?“ Im ersten Teil des   250 Seiten umfassenden Buches listet er die Flurnamen des Bezirkes Kirchberg am Wagram, von Absdorf bis Wagram, von Neudegg bis Altenwörth,  mitsamt historischen Erwähnungen auf und gibt im anschließenden Teil  Erklärungen zur Entstehung derselben. (Das Buch ist in Antiquariaten noch erhältlich.)

 

 

 

 

 

 

 

 

Quellen:
Pfarrmatriken Kirchberg am Wagram
Niederösterreichische Nachrichten, 24.9.1973

 

Februar 2015
Maria Knapp