Verleihung der Schütt beim Schwaickhof,  1380

 

Im Oberösterreichischen Urkundenbuch ist die Verleihung der Schütt beim Schwaickhoff zu Cholastorff durch Wolfgang von Wallsee und seinen Vetter Ulrich an ihren Amtmann Jacob in dem Altenwerd aufgezeichnet.

 

Ich Wolfgang von Waltsse und ich Vlreich sein Veter, wir vergehen – vmb die schütt die gelegen ist bey dem Schwaikch Hof, der Gelegen ist zu Cholastorff, die vnser rechten aigens ist, daz wir – dieselben Schütt, darauf Holcz und graz wechst, verlihen haben – zu  einem rechten Purkchrecht vnserm Amptmann Jacoben in dem Alten werden, frown Chunigunden seiner howsurawn vnd ir baider erben, Mit der beschaidenheit, daz si vnd ir erben oder wer den Hof zu Cholastorff noch innehabent vnd besitzet von der vorgenant Schütt mit allen den nüczen, die darauf bekomen mit Holcz, mit gaz oder mit Gruemat vns dauon dienen sullen alle iar zu weihnachten zu ausgeunden veirtagen zwelif schillinng wienner phennig, zu nüczn, Holcz, graz vund gruemat, die darauf jerleich bekoment als die Schütt ieczund gelegen ist, ir wird von wazzergusse mynder oder mer, wer aber daz ez den Swaigern ir Lannt hin prech vnd chem zu der Schütt, die wir gelihen haben vnserm Amptmann, wo daz die Swaiger megen geczaigen mit gut Chuntschafft, daz sol in der Amptmann vnd sein erben oder sein nachkomen die die schütt noch in innehabent ligen lazzen, zu dem vorgenanten Hof zu Cholastorff so die schütt gehören vnd dauon nicht verchaufft werden – vnd sein auch wir ich obgenanter Wolfgang von Waltsse vnd ich Vlreich sein veter der obgenent Schütt vnd aller der nücz, die darauf ierleich bekomen, - ir Recht gewern vnd scherm für alle ansprach vnd was in daran abget, dauon sullen wir sie an scheden Pringe, vnd dez zu vrchund geben wir In zu einer warn urchund den brief besigilten mit mein obgenant Wolfgangs von Waltsse insigil vnd mit des erbern manns Jnsiger Jörgen des Praÿttenaicher vnd wann ich vorgenant Vlreich von Waltsse ietzund nicht aygens Jnsigils enhab, darumb so verpind ich mich vnder die obgenant Jnsigil allez daz stet zu haben vnd zu laisten, daz vor an dem brief geschriben stet, der geben ist zu wienn nach Christs gepurt Drewtzehen hundert darnach in dem Achczigisten Jar des nesten Phincztags nach dem Prehem tag.

 

 

Quelle: OÖ Urkundenbuch, Wien 1906, S.778-779.

 

Oktober 2017
Maria Knapp