Greissler 

Viktualienhändler, Fragner in Kollersdorf

 
 
 
Um 1880: Eduard Gröger war Viktualienhändler in Kollersdorf 43, 1886 war die Familie bereits verzogen.
 
1888: Franz Berger (geb. 1827 in Theiss) wird bei der Geburt seines Enkels Franz in Kollersdorf 36 als Viktualienhändler bezeichnet.
 
1903 werden als Greissler genannt: Rosalia Blau, Andreas Hartl und Moritz   Lorbeer
Als Viktualienhändler werden genannt.: Wilhelm Blau und Josef Mayer
 
Um 1905: Leopold Spannagl war Fragner in Kollersdorf 8 bzw. 39.
 
Um 1910: Franz Baumgartner war Fruchthändler und Greissler in Kollersdorf 10.
 
Greisslerei Baumgartner, vis à vis der Freihof der Familie Söllner
Ansichtskarte: Herbert Eder, Kollersdorf
 
 
1917: Der Viktualienhändler Karl Detter (geb. 1883) von Kollersdorf 42, fällt im 1. Weltkrieg in Rumänien.
 
1953: Johann Prax, Kollersdorf 13, beginnt einen Kleinhandel mit Getreide und Mahlprodukten.
 
 
 
Kaufhaus Hartl
 
Um 1884: Leopold Metz war Krämer in Kollersdorf 55. Er stammte aus Gföhl. Er heiratete 1883 Maria Rohrhofer, die Tochter eines Inwohners aus Stein.
Um 1887 wird er in Kollersdorf 43 als Gemischtwärenhändler genannt. Er zog um 1890 nach Altenwörth.
 
Um 1887: Georg Mayrböck ist Greißler in Kollersdorf 55, verheiratet ist er mit Gabriele geb. Haller. Er stammte aus Metnoch in Böhmen. Er war hier bis mindestens 1891.
 
Haus-Verkauf.
Haus für Gemsichtwarenhändlung, Wirthsgeschäft, Branntweinschank, k.k. Tabak-Trafik, die Geschäfte im besten Betriebe, wegen Uebersiedlung um 2500 fl sofort zu verkaufen. Anzahlung 2400 fl. Nur direkte Käufer Antwort mit Retourmarke, Kollersdorf 55.
((Neuigkeits) Welt Blatt vom 22.9.1892)
 
Am 25.3.1895 starb in Kollersdorf 55 der Gemischtwarenhändler Victor Wachtel mit 39 Jahren in Lungentuberkulose. Er war gebürtig von Jahowitz in Mähren und zuständig nach Wien.
 
1898 wird Andreas Hartl, gebürtig aus Berg bei Bruck/Leitha als Gastwirt und Krämer bezeichnet. Sein Sohn Andreas Hartl jun. übernahm mit Gattin Leopoldine geb. Söllner beide Betriebe. Nach dem Tod von Andreas Hartl und dem ältesten Sohn Andreas im Jahr 1961 führte seine Witwe und später die Tochter Ernestine des Geschäft weiter. Das Gasthaus war nach dem Tod von Andreas Hartl und dessen gleichnamigen Sohn im Jahr 1961 stillgelegt worden.
Im Jahr 1969 übersiedelte das Lebensmittelgeschäft vom Seiteneingang ins ehemalige Gastzimmer des Wirtshauses. Die Firma Holzschuh aus Kirchberg stellte die Einrichtung her. Nach einer weiteren Renovierung im Jahr 1980 und der Übernahme durch die Tochter Ernestine Hartl wurde das Geschäft 1999 mit ihrer Pensionierung geschlossen.
 
     
Gasthaus und Kaufhaus um 1930 und 1935
 
Um 1950 und 1966
 
 
Um 1960
 
 
 
Quellen:
Pfarrmatriken Altenwörth
Informationen Alfred Hartl, Kollersdorf
Österreichischer Zentralkataster sämtlicher Handels-, Industrie- und Gewerbebetriebe, 1903, NÖ Landesarchiv, St. Pölten
 
 
November 2021
Maria Knapp