Pfarrer aus der Umgebung 

 

 

Im Laufe der Jahrhunderte gingen aus der Kirchberger Pfarre etliche Priester und Ordensleute hervor, die – samt einigen Jubiläen - im Folgenden aufgezählt sind. Vor allem in früheren Jahren ging es dabei sehr feierlich zu und die ganze Bevölkerung war auf den Beinen. Wenn nicht anders angegeben, stammen die Texte aus der Pfarrchronik.

 

Lucas von Stockstall

Abt des Stiftes Göttweig vom 1431 – 22.9.1439
 
Lucas Lauchlaibl stammte aus Mitterstockstall, wo seine Familie beheimatet und den Herren von Winkel untertan war.
Als Abt von Göttweig vollendete den von seinem Vorgänger begonnenen Umbau der Stiftskirche, war ein unermüdlicher Verteidiger der Rechte und Privilegien des Klosters, wobei er die Unterstützung des Herzogs Albrecht V. (verst. 27.10.1439) genoss, erließ nicht wenigen der Klosteruntertanen die schuldig gebliebenen Dienste, setzte bei vielen die jährlichen Leistungen herab, was ihm den Beinmanen „bonus pater pauperum“ eintrug: Er ist am 22.9.1439 verstorben. Das Geburtsdatum ist nicht bekannt. Er wurde im linken Nebenraum der Krypta des Stiftes beerdigt. Dort befindet sich eine rote Marmorplatte mit eingravierter Gestalt eines Prälaten mit Buch, Krummstab und Inschrift: „Anno dni MCCCCXXXII obiit vernerabilis in XVO pater et dns ans Lucas de Stockstall abbas hui monasterii in die sci Maurilii hie sepultus.“
Lucas dürfte auch Verwandte mit Posten im Stift versorgt haben: 1438 wird ein Erhart Lauchlaibl als Pfistermeister (Bäckermeister in Verbindung mit einer Mühle) genannt. 
Laut Pfarrchronik Altenwörth hat er 1433 den neuen Pfarrer von Altenwörth, Erhard Pruness präsentiert. Siehe hier. 
1439 hat er, wie schon oben erwähnt, den Engelmannsbrunner ihre Zinsschulden erlassen:
1439 29.06. Ulreich Lerrenfrid, beurkundet, dass er von 9 Joch Äcker gelegen in dem Feld zu Engellmarsprunn, das das Klainerveld haisst, der siben jeuchart gelegen sind an ainem rain und dy andern zwo auch an ainem rain, welche er von dem Stifte zu Goettweig gegen einen Jahreszins von 35 Pfd. Wiener Pf. an sant Michelstag an das Stiftsamt zu Doerfflein zu Burgrecht innehat, dem Abte Lucas zu Goettweig als Burgherrn wegen lange vergessener Zinse zu Wandel verfallen war, welchen ihm derselbe sammt dem Zinse mit der Bedingung, die Zinspflicht in Zukunft genau einzuhalten, erlassen hat.“
(Stiftsarchiv Göttweig 1439 VI 29) 
Auf Monasterium finden sich Urkunden, den Abt und seine Familie betreffend:
 
Quellen:
Österr. Kunsttopographie, Bd. 1, bearb. von Hans Tietze, 1907, S. 473
Topographie v. NÖ III. Band/1893, S. 545
Dr. Rudolf  Delapina, Wien/Kirchberg am Wagram

 

Franz Koppauer
Priesterweihe 1771

Geboren im Jahr 1746 in Engelmannsbrunn, wurde  Franz Koppauer 1771 zum Priester geweiht. Ein Jahr war er in Kirchberg am Wagram Cooperator, dann in Hausleithen in Später wurde er als Spiritual und Professor der Moral im Alumnate (Lehranstalt verbunden mit einem Internat, Anm.d.Verf.) in Gutenbrunn angestellt. Nach Erzählung des Pfarrers Tackenberger, der drei Jahre bei ihm Cooperator war, legte Koppauer als Theologie-Professor auch den Eid de asserenda immaculata conceptione B.M.V. (Bewahrung der unbefleckten Empfängnis, Anm.d.Verf.)  ab und würde sich gefreut haben, wenn er die Dogmatisierung der unbefleckten Empfängnis erlebt hätte. Nachdem Kaiser Josef II. im Jahr 1783 die Generalseminarien errichtete, wo sowohl Welt- als auch Ordenspriester ihre theologischen Studien zu absolvieren hatten, wurde Koppauer in Gutenbrunn für entbehrlich befunden und aus eigenem Antrieb seiner Vorgesetzen 1784 als Pfarrer in Breitenwaida angestellt, von wo  er 1803 nach Arbesbach kam und mit 76 Jahren an Auszehrung am 24.10.1833 verstorben ist.
Als Pfarrer in Breitenwaida gab Koppauer eine Predigt in Druck, die er bei Gelegenheit der Gedächtnisfeier des österreichischen Aufgebotes am 17. April 1798 gehalten hat. In Arbesbach veröffentlichte er eine Lobrede auf den heiligen Bernhard, gehalten im Stift Zwettl am 23.8.1807. (Quelle: Geschichtliche Beilagen zu den Consistorial Currenden der Diöcese St. Pölten, III Bd/1888 S. 381)

 

Anton Schlagenhaufen
Priesterweihe 1772

Er war zwar nicht hier geboren, jedoch seine Großeltern. Die Priminzmesse wurde in Kirchberg gehalten.

"Zu Kirchberg am Wagram, einem dem Passauer Domkapital gehörigen Ort, ist den 21. dieses Monats in dasiger uralten St. Stephans Pfarrkriche unter ungemeinen Zulauf der benachbarten Ortschaften zur allgemeinen Auferbauung folgende Feyerlichkeit begangen worden. Anton Schlagenhaufen Weltpriester, und Alumnus aus dem Collegio Clericorum zu Enns als ein neugeweihter Priester, und angehender Seelsorger hielte seine erste feyerliche Messe. Seine mütterlichen Großältern Paul Mahrhard, und Sophia, welche 56 Jahr in ihrem glücklichen Ehestande zurückgelegt, und über 80 Jahre alt sind; und der Bruder seines Großvaters Gothard Mahrhard beede Nachbarn von Engelmannsbrunn mit seinem Weib Maria Anna, welche ebenfalls schon 50 Jahr vereheliget, und auch bey 80 Jahr alt sind, wurden von dem wohlehrwürdigen Herrn Primittanten als ihrem Enkel das 2te Mal kopulirt. Die Mutter dieses neugeweihten Priesters, welche ebenfalls noch im Leben, und dieser Feyerlichkeit beywohnte, konnte sowohl an dem würdigen Stande ihres Sohnes, als an dem hohen Alter, und dem 2ten Ehrentag ihrer Eltern, und ihres alten Vetters ein wahres Vergnügen schöpfen. Das ganze Fest verherrlichte die hochwürdige wohlehrwürdige Geistlichkeit in dieser Pfarrkirche mit ihrer feyerlichen Assistenz; und der Sonntagsprediger in besagter Pfarrkirche hielt eine bündige Rede von der Heiligkeit des katholischen Priesterthums.
Diese ganze Feyerlichkeit endigte sich in den Freudenthränen die der hochbelebt gesegneten Freundschaft, und den aufrichtigsten Glückwünschen der gesammten Menge der häufigen Zuseher." (Quelle: Wiener Zeitung vom  27.6.1772, veröffentlicht in ANNO)

 

Francicus der Paula Triesnecker
Er trat 1781 in den Jesuitenorden ein.

Näheres über sein Wirken siehe hier: 
http://www.hf-kirchberg.at/index.php/kuenstlerisches/wissenschaftler/franc-de-paule-triesnecker

 

Franz Schindlauer
Franz Xaver Schindlauer wurde im 20. September 1807 in Unterstockstall als Sohn des Viehhirten Franz Schindlauer und seiner Gattin Theresia geb. Pizer, geboren. Priesterweihe 25.7.1833, verstorben ist er am 11.12.1893 in Wien 

Lebenslauf anlässlich seiner 50jährigen Priesterjubiläums
"Der hochverdiente Pfarrer von St. Elisabeth auf der Wieden, Weltpriester Franz Schindlauer, ist geboren zu Kirchberg am Wagram im Jahre 1807. Derselbe absolvirte die Gymnasial-Klassen am hiesigen akademischen Gymnasium, die philosophischen und theologischen Kurse an der Universität in Wien und wurde am 25. Juli 1833 zum Weltpriester geweiht.
Der allgemein verehrte Jubilar wirkte als junger Priester durch vier Jahre in der Pfarre Reindorf bei Wien, wo er für die armen Knaben, die in den Druckfabriken verwendet wurden, und nie eine Schule besuchten, die Abendschulen einführte, dann durch elf Jahre als Kooperator und Katechet an der Hauptschule in der Pfarre St. Rochus und Sebastian auf der Landstraße. Im Jahre 1849 wurde er auf die Pfarre Grafenberg befördert, wo er durch acht Jahre in sehr ersprießlicher Weise wirkte und u. A. auch die Kirchenrestauration durchführte. Im Jahre 1857 erhielt er die l.f. Pfarre Wolfpassing, woselbst er als geistlicher Rath, Dechant und Schuldistrikts-Aufseher das Dekanat Pyrawarth mit 21 Pfarren und 23 Schulen verwaltete."

Zeichnung: (Neuigkeits)WeltBlatt vom 1.1.1890, veröffentlicht in ANNO

"In dieser Stellung that sich der unermüdliche Priester namentlich zur Zeit der preußischen Invaion im Jahre 1866 und der damals grassierenden Epidemie rühmlichst hervor und gewann durch sein patriotisch-humanitäres Wirken alle Herzen.Im November 1866 wurde er auf die neuerrichtete Pfarre St. Elisabeth in Wien befördert, wo er somit seit 17 Jahren wirkt, geliebt von den Armen, geachtet von der ganzen Gemeinde, welche mit freudigem Herzen an dem Jubiläum ihres geliebten Pfarrherrn Theil nimmt.
Das siebzehnjährige Wirken des Pfarrers Schindlauer in seiner jetzigen Stellung ist eine fortgesetzte Kette von Mühen und Sorgen. War es doch keine geringe Aufgabe, eine neu errichtete Pfarre zu organisiren, und zwar eine Pfarre, die im Laufe der Jahre sich auf 60.000 Einwohner vermehrte, Kinderbewahranstalten und andere humanitäre Institute zu gründen und die große Seelsorge zu leiten. Im Jahre 1873 kam es vor, daß in der Pfarre, die bis an den Laaerberg sich erstreckt, mitunter 60 bis 80 kirchliche Funktionen täglich zu verrichten waren, so daß zwei Kooperatoren in kurzer Zeit den Strapazen erlagen.
Als fast 76jähriger Greis ertheilt der rastlos wirkende Pfarrherr noch immer den Bezirksgerichtsgefangenen auf der Wieden Unterricht in der Religion. Für seine anerkannten Dienste in Kirche und Schule wurde der geistliche Rath Schindlauer vom Oberhaupt der Kirche selbst durch die besondere Auszeichnung der Ernennung zum wirklichen geheimen Kämmerer Sr. Heiligkeit des Papstes belohnt." Quelle: (Neuigkeits) Welt Blatt vom 5.8.1883 

1887
erhielt er aus den Händen des Wiener Bürgermeisters Eduard Ritter von Uhl die große goldene Salvator-Medaille in Anerkennung seines verdienstvollen Wirkens auf humanitärem Gebiet. (Quelle: Wiener Allgemeine Zeitung vom 20.9.1887) 

1889
ist er als Ehrendomherr und Pfarrer bei St. Elisabeth in Wien in Pension gegangen. 

1890
schied er aus der Pfarre St. Elisabeth. Ein langer Zeitungsartikel dazu siehe hier.

1893
Im Oktober 1893 wurde er zum Ehrenbürger von Pernitz ernannt, da er für die Vergrößerung der dortigen Kirche einen größeren Geldbetrag gespendet hatte. (Quelle: Volksblatt für Stadt und Land vom 19.10.1893) 

Tod, 11.12.1893
"Unter zahlreicher Betheiligung namentlich der persönlichen Freunde aus dem geistlichen Laienstande des verstorbenen hochw. Ehrendomherrn Franz Schindlauer fand heute um 2 Uhr Nachmittags in der Dominicanerkirche dessen Leichenbegängniß statt. Auch Se. Eminenz der hochw. Herr Cardinal Fürsterzbischof Dr. Gruscha erwies dem verstorbenen verdienstvollen Priester die letzte Ehre und wohnte der feierlichen Einsegnung der Leiche in der Kirche bei. Unter den Trauergästen bemerkten wir noch den Canonicus Dr. Schneider, Propst Mena von Wiener Neustadt, den Reichsrathsabgeordneten Dobhamer, Verteter verschiedener geistlicher Orden, der Dominicaner, Schulbrüder, viele Mitglieder katholischer Vereine ec. Nach der Einsegnung, welche der hochw. Herr Prälat Dr. Marschall vornahm, wurde die Leichnam nach Grafenberg in Niederösterreich überführt; dort erfolgt die Beisetzung auf dem Ortsfriedhofe." (Quelle: Das Vaterland vom 13.12.1893) 

Er vermachte dem katholischen Gesellenverein in der Gumpendorferstraße und den Congregation der Schwestern vom armen Kinde Jesu in Döbling je 2000 Gulden Notenrente, dem katholischen Waisenhilfsverein in Wien und dem Gersthofer Kirchenbauverein je 1000 Gulden Notenrente. Dem St. Vincenzverein für Hausarme wurde 2000 Gulden mit der Verfügung legirt, daß bei der Verabreichung von Unterstützungen besonders die Armen des Bezirkes Favoriten berücksichtigt werden sollen. (Quelle: Reichspost vom 13.2.1894)  

 

Ferdinand Irrall, Kirchberg
Priesterweihe 1856

Geb. am 8.9.1830 als Sohn des Wagnermeisters Matthias Irral und der Anna Maria Zillhammer (aus Winkl) in Kirchberg 39

"Den 27. Juli 1856 brachte der ungeweihte Priester Herr Ferdinand Irrall, gebürtig von Kirchberg, Diözesan der Wiener Erzdiözese, unter Assistenz von 11 Priestern sein erstes heiliges Meßopfer feyerlich in der hiesigen Kirche Gott dem Allmächtigen dar. Herr Mathias Poppenberger, Pfarrer bey St.Leopold in der Leopoldstadt in Wien, hielt die Priminz Predigt. Der Zudrang des Volkes war trotz des regnerischen Wetters sehr groß." 

 

Alois Leuthner 
Priesterweihe 1913

Geb. 20.2. 1884 als Sohn des Inwohners Alois Leitner (aus Oberseebarn) und der Marie Erntler (aus Unterseebarn) in Kirchberg 25.
Er war im Missionshaus St. Gabriel tätig.

"Am 5. Oktober 1913 feierte Hochw. Alois Leuthner aus dem Missionshause St. Gabriel, ein hiesiges Pfarrkind, in unserer Pfarrkirche zum erstenmale das hl. Messopfer. Spiritual Msgr. Handlos hielt die Festpredigt. Die Teilnahme des Volkes an dieser schönen Feier war eine große."


 

Josef Bauer, Oberstockstall 
Priesterweihe 1923

Geb. am  10.3.1898 als Sohn des Bauern Karl Bauer und der Anna Höfinger (aus Gaisruck) in Oberstockstall 50. Verst. am 9.10.1974 in Wien-Brigittenau

"Am 22. Juli erhielt ein hiesiges Pfarrkind, der hochw. Herr Josef Bauer von Oberstockstall die hl. Priesterweihe und feierte am Sonntag den 29. Juli in unserer schön dekorierten Pfarrkirche seine Priminz. Am Vorabende nach dessen Ankunft hielt er den feierlichen Abendsegen. Am 24. Juli wurde der hochw. Herr priminziert von der Geistlichkeit (es waren außer dem Pfarrer anwesend Herr Pfarrer Weisböck von Drosenhofen, der den Priminzienten zum Studium verhalf und den Archidiakon machte, Herr Pfarrer Dedelbacher von Altenwörth, Herr Messeleser Klima von Ottenthal, Herr Cooperator Brenner von Retz, (derselbe war Diacon), Herr Alumnus Ecker (als Subdiakon) von Oberstockstall, Herr Alumnus Böhm v. Etz. Der Priminzient wurde in seinem Elternhause in Oberstockstall Nr. 50 feierlich abgeholt und unter Vorantritt der Musik, der Burschenvereine, Feuerwehr, Gemeindevertretung, weißen Mädchen, Geistlichkeit wurde der hochw. Herr Priminzient umgeben von seiner verwitweten guten Mutter und dem hochw. Herrn Spiritual Prof. Franz Gundl unter großer Beteiligung des Volkes in die Kirche begleitet, wo nach dem Hymnus Veni Creator der hochw. Herr Spiritual Franz Gundl die Kanzel betrat und eine tiefergreifende Priminzpredigt hielt. Sodann folgte das 1. hl. Meßopfer, wo die Kirchenmusik Großartiges leistete (Missa in Dmoll von Filke). Die Freude und die Gedanken von Mutter u. Geschwister des Priminzienten, als der Leib u. das Blut unseres Erlösers bei der hl. Wandlung zum ersten Male in den Händen ihres Sohnes u. Bruders ruhten, kann der Schreiber wohl nicht schildern. Nach dem Amte erteilte der hochw. Herr Priminzient den Priminzsegen und nachmittags um 3 h hielt der Neupriester unter Assistenz den Nachmittagssegen. Viele Leute empfingen am Morgen die hl. Kommunion. Es war eine schöne, erhebende Feier, ein großes Freudenfest für die ganze Gemeinde."

   

 

Karl Ecker, Oberstockstall
Priestereihe 1924
 

Geb. am 24.12.1899 als Sohn des Hauers Karl Ecker und der Juliana Böldinger in Unterstockstall 39. 
Im 2. Weltkrieg war Karl Ecker Sanitätssoldat. Er ist am 4.5.1953 per 8.5.1945 für tot erklärt worden.

"Am 20. Juli wurde ein Pfarrkind der hochw. Herr Karl Ecker zur Freude seiner lieben Eltern und Geschwister von Sr. Eminenz Kardinal Dr. Friedrich Gustav Piffl feierlich (anhand des Pontifikalamtes]) zum Priester geweiht und feierte am 27. Juli hier seine Priminz. Dieser Tag war wieder ein Freudentag für die ganze Pfarre. Der Priminzient wurde am 26. Juli abends abgeholt von der Pfarrgeistlichkeit und hielt den Abendsegen. Am Feste selbst versammelten sich die Burschenvereine mit 6 Fahnen aus der Umgebung, die Feuerwehr und Gemeindevertretungen aus Oberstockstall beim Vaterhause des Priminzienten, ebenso alle Jungfrauen und die weißen Mädchen, es erschien die hochw. Geistlichkeit und der Ortspfarrer beglückwünschte den Priminzienten und lud ihn ein den Gang zur Pfarrkirche anzutreten um sein 1. hl. Meßopfer zu feiern. Erschienen waren der hochw. Herr Pfarrer von Dierenhofen Josef Weißböck, der den Archidiakon machte, der hochw. Herr Johann Wimmer, Kooperator von Gloggnitz als Priminzpriester, der eine herzergreifende Predigt hielt, die von jedermann belobt wurde. Der hochw. Herr Josef Bauer, Kooperator in Oberlaa, die Theologen Franz Böhn von Utzenlaa, Johann Edler von Oppolzer von Wien (beide im 2. Jahrgang) und Söllner Johann von Mautern (1. Jahrgang). Beim friedvollen Hochamte spielte zum Offertorium Herr Kainz vom Stiegler-Quartett der Staatsoper in Wien ein prachtvolles Hornsolo. Unser Kirchenchor, der auch bei dieser Feier wieder Großartiges leitstete führte die Messe von Griesbacher auf. Die Freude der lieben Eltern und Geschwister des hochw. Priminzienten läßt sich denken. Ja besonders bei der hl. Wandlung kam diese Freude recht zum Ausdruck.

Nach dem hl. Priminzamte reichte der Neugeweihte seinen Angehörigen den Leib des Herrn und erteilte der Geistlichkeit, den Angehörigen, den Einzelnen aus dem Volke vom Altare aus den Priminzsegen. In schönem Zug, vorn die Musik, die 6 kath. Burschenvereine, die Jungfrauen und weißen Mädchen, die Gemeindevertretung von Oberstockstall, Geistlichkeit, wurde der hochw. Herr Priminzient ins Vaterhaus zurückbegleitet, wo er die Glückwünsche empfing und die Mehlspeis bereitet war. Nachmittag um 3h war feierlicher hl. Segen mit Assistenz gehalten vom hochw. Herrn Priminzienten, der wieder hernach den zahlreichen Gläubigen den Priminzsegen erteilte. Am Morgen des Priminztages empfingen viele Leute aus der Hand des Neupriesters die hl. Kommunion. Witterung, Teilnahme des ganzen Volkes, sichtbare Freude seiner lieben Eltern, Geschwister, Anverwandten und seine zahlreichen Freunde, Alles spielte mit, dieses schöne Fest zu erhöhen, nicht minder auch die schön geschmückte Kirche und die herrliche Kirchenmusik. Es war für die ganze Pfarrgemeinde ein unvergeßlicher Tag. Möge der hochw. Herr Priminzient recht glücklich sein auf seiner Priesterlaufbahn, ihn mögen begleiten Gesundheit und viele Gaben, Freude in seinem hl. Berufe und herrliche trostvolle Früchte seelsorglicher Arbeiten. Ad multos, multos annos!"

 

Franz Böhm, Utzenlaa
Priesterweihe 1926

Am 26. Juli feierte der neugeweihte Priester Franz Böhm sein erstes Hl. Messopfer in der Pfarrkirche in Bierbaum. Er war in Utzenlaa im Jahr 1901 geboren als Sohn eines Hegers und wurde im Jahr 1914 durch den damaligen Provisor Urban ins Knabenseminar nach Oberhollabrunn gebracht, wo er es durch seinen unermüdlichen Fleiß soweit brachte und nach Wien kam, wo er am 18. Juli 1926 ausgeweiht wurde. Die drei Gemeinden taten alles, um dieses seltene Fest recht herrlich zu gestalten. Am Vorabend des Priminztages erschien die Gemeindevertretung in seiner Wohnung, gratulierte ihm und überreichte als Geschenk einen goldenen Kelch.
Quelle: Pfarrchronik Bierbaum am Kleebühel

 

Karl Lill, Dörfl 
Priesterweihe 1932

Geb. am 19.7.1906 als Sohn des Viehhirten Anton Lill und der Marie Burger (aus Mitterstockstall) in Engelmannsbrunn 32, verst. am 4.10.1972 in Wien-Josefstadt.
Er war Kooperator in Gaubitsch, im 2. Weltkrieg Divisionspfarrer, danach Pfarrer in Elsarn und Ebreichsdorf.

Wieder hatte die Pfarrgemeinde die Freude, ein Pfarrkind Hochw. Karl Lill von Dörfl, zum Altare zu begleiten. Der Hochw. Herr wurde am Samstag den 24. Juli zu Wien von Sr Excellenz Dr Franz Kamprath, Weihbischof u. Kapitelvikar zum Priester geweiht. Samstag den 30. Juli wurde er abends um 6h am Bahnhofe empfangen und hält den Abendsegen. Sonntag den 31. Juli wurde er feierlich von seinem Vaterhause in Dörfl abgeholt und unter Beteiligung der Kath. Vereine in die herrlich dekorierte Pfarrkirche geleitet, wo der Hochwürdigste Kanonikus und Regens des Priesterseminares Karl Handlohs die Predigt hielt. Unter großer Assistenz (Pfarrer Toifl, Dechant D. Schoiswohl, Koop. Hutter, Curt Grössinger u. 3 Alumnen) feierte er zur Freude seiner verwitweten Mutter u. Anverwandten, des ganzen Volkes das 1. Hl. Meßopfer und erteilte sodann den Primiz Segen. Das Mittagmahl war bei Gastwirt Josef Bernhard. Nachmittag hielt der Hochw. Herr Primizant den Hl. Segen. Ad multos annos! Derselbe wurde mit 1. September als Kooperator nach Gaubitsch versetzt.

   

 

Franz Weiß, Dörfl 
Priesterweihe 1934

Geb. am 24.2.1909 als Sohn des Hauers Josef Weiß und der Barbara Kormann (aus Graz) in Dörfl 5.
Er war Pfarrer in Pernitz, verst. am 8.5.2001 in Gutenstein, Vorderbrück 38
 

  

 

Josef Markl, Neustift
Priesterweihe 1979

"Was sich mein Vorgänger ersehnt hat, konnte ich im 2. Jahre hier in Kirchberg/Wagram erleben. Josef Markl, geb. aus Neustift im Felde, wurde am 29. Juni 1979 in Wien zum Priester geweiht. 45 Leute fuhren nach St. Stephan zur Priesterweihe mit.
Am Samstag, 30. Juni abends um 17h wurde der Neupriester in Neustift empfangen, zur Kirche geleitet, wo er den Priminzsegen erteilte.

Um 20h wurde er von der Pfarrgemeinde vom Gasthaus Heiß weg eingeholt u. wir konnten mitsammen eine feierliche Vesper singen. Der Herr Bischofsvikar Nowak und viele Priester des Dekanates nahmen daran teil. Die Predigt durfte ich als Pfarrer halten, was mich sehr gefreut hat.
Am 1. Juli empfingen wir den Neupriester bei der „Dreifaltigkeit“ am Marktplatz und geleiteten ihn zur Pfarrkirche. Viele Priester konnten konzelebrieren. Wir stellten einen gut, mit allen Rollen ausgestatteten, Gottesdienst zusammen. Der Kirchenchor zeigte seine ganze Kunst. Das Flieder-Trio gab ein paar Einlagen.
Die Priminzpredigt hielt der Spiritual des Priesterseminars, Msgr. Anton Berger. –
Die Schar der Teilnehmer war gewaltig. – Unsere große Kirche wurde viel zu klein.
Von 10h – 12h stand der Priminziant alle Anstrengungen durch. Schweißgebadet kam er um 1215 aus der Kirche.
Das Festmahl war im Gasthof Heiß.
Um 1530 hielt der Priminziant eine kurze Andacht und mußte wieder fast eine Stunde vielen (persönlich) einzeln seinen Segen spenden.
Es war ein schönes Fest. Ein Erntedankfest für die Pfarre.
Sein erster Posten als Kaplan wurde Perchtoldsdorf."


Priesterweihe im Stephansdom in Wien


Priminzmesse in Kirchberg

 
Empfang in Neustift


Abfahrt aus Neustift

Nach über 20-jähriger Tätigkeit im krankenseelsorgerischen Bereich im AKH und Wilhelminenspital Wien hat er 2011 die Pfarre Sandleiten im 16. Wiener Gemeindebezirk übernommen.
Quelle: http://www.pfarre.sandleiten.at/index.html?/pfarre/pfarrer.shtml

 

1974 - Franz Weiß, 40jähriges Priesterjubiläum

 

 

1984 - Franz Weiß 50jähriges Priesterjubiläum

"In diesem Jahr konnte Herr KR Dechant Franz Weiß aus Dörfl sein goldenes Priesterjubiläum feiern. Seit 45 Jahren ist KR Weiß Pfarrer in Pernitz. Nicht nur seine eigene Pfarrgemeinde, sondern auch die Heimatpfarre konnte mit dem Jubilar eine Dankmesse feiern und herzlich gratulieren."

  
  
Empfang am Marktplatz

 

DDr. Walter Schaupp, Kirchberg
Priesterweihe 1985

Dr. Walter Schaupp studierte zuerst Medizin, bevor er sich der Theologie zuwandte und 1985 die Priesterweihe empfing. Er hat ein weiteres Doktorat in Moraltheologie erworben und ist derzeit Universitätsprofessor für Moraltheologie an der Katholisch-Theologischen Fakultät in Graz. Wenn es seine Zeit erlaubt, besucht er seine Eltern in Kirchberg und hilft auch gerne beim Messelesen in den verschiedenen Kirchen der Pfarre – besonders zu den Festtagen – aus.
Quelle:http://www-theol.uni-graz.at/~schaupp/biographie.html


Priesterweihe in der Kirche San Ignazio in Rom


Priminzmesse


Priminzmesse in Kirchberg

 

Mag. Franz Bierbaumer, Engelmannsbrunn
Priesterweihe 1990

"Der Höhepunkt des Jahres ist heuer sicher die Priesterweihe und Priminz von Mag. Franz Bierbaumer. Zur Priesterweihe war ein Autobus nach Wien unterwegs. Die Angehörigen waren privat gekommen. Die Feier der Pfarre am 1. Juli:
930 – Empfang am Marktplatz

945 – Festgottesdienst in der Pfarrkirche
Ca 12 h – Mittagessen für alle in der Wagramhalle
15 h - Dankandacht und Priminzsegen."

Er ist derzeit Zweiter Rektor des Propädeutikum Canisiusheim Centrum Horn.
Quelle: http://www.centrumhorn.at/propaedeutikum-leitung.php


Priminzmesse in Kirchberg


Empfang am Marktplatz

 

2004 - Priesterjubläum Mag. Josef Markl

Am 7.4.2004 wurde das silberne Priesterjubiläum von Mag. Josef Markl in der Pfarrkirche gefeiert

 

Für die Fotos und Bilder danken wir den Familien Karl Groll, Oberstockstall; Familie Franz Lill, Engelmannsbrunn; Herrn Pfarrer Josef Markl; Herrn Karl Gangl, Dörfl; Familie Anton Eckart, Engelmannsbrunn; Herrn Pfarrer Franz Bierbaumer; Familie Johann Lohner, Absdorf; Familie Matiasovits, Kirchberg.

Quelle, wo nicht anders angegeben: Pfarrchronik Kirchberg am Wagram

 

Maria Knapp
August 2012