Pfarrhöfe in früherer Zeit

 

Letzte Änderung: 30.11.2014

 

Pfarrhöfe dienen heute in erster Linie als Wohnung von Pfarrer und Kaplan. Daneben gibt es noch Räume für eine Kanzlei, Gästezimmer und Aktivitäten der Pfarre (Frauenbewegung, Jugendstunden), eventuell einen Gemüsegarten für die Pfarrersköchin.

Früher aber war ein Pfarrhof eine eigene Wirtschaftseinheit: Es gab Kuh- und Schweineställe, Backofen, Selch, Weinkeller, Schnapsbrennerei, Gemüse- und Obstgarten, Scheunen für das Viehfutter und Räume für das Gesinde. Ausschnitte aus den Pfarrchroniken von Altenwörth und Kirchberg am Wagram sollen dies verdeutlichen:

 

Kirchberg am Wagram

Pfarrer Franz Pany (1843 – 1861) erläutert in der Pfarrchronik Kirchberg 1844 nach seinem Dienstantritt den Zustand der Pfarrhofsgebäude:

„Die vor dem Hofe gerade am Kirchenwege angebrachte Dunggrube ließ ich verschütten und an diesem Platze einen Nußbaum pflanzen. Die Dunggrube ließ ich im Innern Hofraum anbringen und daneben 4 doppelte hölzerne Schweinställe mit Schindeldach aufführen, den Holzhof mit einer Planke umgeben, die Wasserleitung vom Brunnen in den Kirchengarten unterirdisch führen.

Da die Küche in unserem Pfarrhofe ohngeachtet der im vorigen Jahre aufgewendeten großen Kosten noch immer so stark rauchte, daß nur bei offenen Fenstern und Thüren gekocht werden konnte, so ließ ich durch einen geschickten Maschinisten den Rauchfang abändern, mit Eisenblech vermachen und decken, und in der Küche einen Maschinherd anbringen durch den zugleich das untere Speisezimmer geheitzt werden kann, ingleichen eine Selchküche, alles aus Eigenem aufführen.

Laut Regierungsbewilligung ddo 31. May 1844 Z. 31859 wurde die Erbauung eines neuen Kuhstalles, gewölbt, mit Ziegel gedeckt, einer gleichen Graskammer, dann einen neuen Holzschupfen gemauert und mit Ziegel gedeckt, ferner die Erbauung der rückwärtigen Einfriedmauer mit Thor und Thür, endlich die neue Einplankung des Gemüsegartens bewilligt,…"

Nachdem Pfarrer Friedrich Kantzler (1862 – 1866) keine Angaben über Änderungen an den Wirtschaftsgebäuden macht, gibt es unter Pfarrer Vinzenz Willim )1866 – 1877) wieder größere Umbauten:

1867
„§. 11. Die Reparaturen im Pfarrhofe sind nun beendet. Das Haus ist von außen abgestaubt, geweißt und gefärbelt worden. So auch der Aufgang, die Gänge in die Küche, die rückwärtigen Kammern sind von dem durch Jahre angesammelten Schmutz und Koth gereinigt, die Maus- und Rattenlöcher mit Glasscherben verschlagen und geweißt. Die Kanäle und Senkgruben sind gereinigt, und das schadhafte Mauerzeug dauerhaft hergestellt worden.

§.18. Der Pfarrhof=Brunn ist heuer gründlich reparirt worden. Der Wasserstiefel sammt Saugebichße, die Ausgußröhre sind ganz neu hergestellt. Die Wasserleitung in den Gemüsegarten, welche ganz verfault gewesen, ist ebenfalls neu und dauerhaft hergestellt worden. - In dem Pfarrkeller sind drei Stück Weinfäßer – Kanten ebenfalls neu hergestellt. Die alten da vorfindigen waren ganz vermorscht und nicht mehr verwendbar.

1868
§. 1. Im Spitzgarten sind fünf Stück veredelte Äpfelbäume versetzt und im Vorgarten beim Hause elf Stück Zwetschken und zwei Stück Nußbäume versetzt worden. Diese Baumsetzlinge kaufte ich theils in Winkl theils in Unterstockstall.

1875
§.3. Heuer ist das Pfarrgebäude, die Wirthschafts-gebäulichkeiten, die Planken bei den Gärten nebst neuen Schweinställen mit der Auslage p. 583 fn 76 kr hergestellt worden.“

Pfarrer Ignaz Hohmann (1877 – 1901) waren die Arbeiten seines Vorgängers zu wenig:

1878.
„In sehr verwahrlostem Zustande traf ich den Garten vor dem Pfarrhause an. Zur Zeit, als ich noch Kooperator hier war, war dieser Garten so abgetheilt, daß der von dem Hauptwege nach dem Wagenschupfen zu gelegenem Teil als Grasgarten, der dem Friedhofe zu gelegene Theil aber als Blumen u. Gemüsegarten benützt wurde…. Bei meiner Ankunft als Pfarrer traf ich nur noch einige vernachlässigte Marillen u. Zwetschkenbäumchen im Garten, den Garten selbst in seiner Totalität mit Klee bebaut, der des sterilen Bodens u. der sengenden Sonnenhitze wegen nur sehr spärlich gedeihen konnte.
An der an den Wagenschupfen anstoßenden Umfriedungsmauer sowie an der in den Garten sehenden Pfarrerschupfenmauer pflanzte ich Wein. Bemerkt sei hier, daß alle Arbeiten im Garten mit Ausnahme des Klee-Umstechens – von mir eigenhändig ohne jedwede Beihilfe ausgeführt wurden."

1881
"Auch wurden im Pfarrhofe der Schüttboden, der früher über den Cooperatoren-wohnungen war u. einem Schuttboden glich, denn ganze Furhen Staub u. erstickter Getreide wurden herabgeschafft, über den Kuhstalle verlegt u. deswegen auch eine neue Stiege hiezu angelegt.
Nun widmete sich der H. Pfarrer der edlen Bienenzucht, aber wo die Stöcke aufstellen? Er pachtete also um ein geringes den Platz unter der Kirche, die sogenannte Gstetten von der Gemeinde, welcher deshalb auch den Weg, der unter den Küchengarten her über denselben führte, abgeschafft hat….
„Bedeutungsvoll ist dies Jahr auch für den Pfarrhof. Der Hofraum war steil und schmal, nur so breit oben als jetzt die Entfernung bis zum neuerbauten Kämmerchen (Stöckel) ausmacht. Unten stieß die Umfriedungsmauer mit der jetzigen auswendigen Kuhstallmauer zusammen, so daß, wenn man Dunggrube und Schweinställe herüberstellt, der Hof nur einer engen Gasse glich. Zudem war er so steil, daß man eben aus dem Hause herausging und wo jetzt die Waschküche ist, die früher ein Pferdestall war, konnte man gleichfalls eben die Pferde vom Hofe aus hineinführen. Damit aber diese Lokalität zu einer Waschküche verwendbar war, mußte der Herr Pfarrer die Thüre des Roßstalles vermauern, einen Kessel herrichten und die jetzige Thüre aus der Kornkammer durchbrechen lassen. Im Hofe stand, dicht an der Hofmauer, ein alter Birnbaum.“

1883.
„…Im Frühjahr entschloß sich nun der Herr Pfarrer auf eigene Kosten all das durchzuführen. Zuerst ließ er die Schutzmauer verlängern über den Kellerhals hinaus, so lange als der Stall läuft; dann wurde auf diese Schutzmauer die Umfassungsmauer aufgesetzt, der Hof abgegraben, der Raum zwischen der Mauer ausgefüllt, oben das sogenannte Stöckchen, in dem der Kessel zum Branntweinbrennen sich befindet, gebaut, hinten die alte Senkgrube verschüttet und auf das neu gewonnene Terrain verlegt, die Schweinställe hinter den Kuhstall gestellt, die Thüre in den Stall rückwärts angebracht und vorne die sogenannte Graskammer erbaut – jetzt war der Hof geräumig und doch einem Hofe gleich. Geld und Arbeit hat es viel sehr viel gekostet; dazu trafen den H. Pfarrer dies Jahr harte Schicksalschläge – das Roß verendete, sämmtliche Schweine kamen um, die Fechsung ging durch Hagelschlag verloren, sie war nicht versichert.“

1886
„Nachdem es am 20. und 21. Juni unablässig in Strömen geregnet hatte, erfolgte am 22. Juni früh um ¼ 5 Uhr aber von einem furchtbaren Krach begleitet der Einsturz der unteren Hälfte der Mauer vom Kellerhalse an, riß die halbe Senkgrube auf sich, die mit Zement gepflastert war, so daß die Schweinställe mit den Schweinen halb in der Luft hingen wie Schwalbennester – nicht ein Stein war im Grunde geblieben, die Straße auf mehrere Tage unfahrbar. …. Den Wiederaufbau mußte H. Pfarrer aus eigenem bestreiten, die Mistgrube wurde verankert u etwas weiter herüber verlegt, seichter gemacht und mit Beton ausgemauert. Dies ungeheure Wasser verursachte auch anderen Schaden. Das vom Kirchenplatz ablaufende Regenwasser wurde gewöhnlich durch den Friedhofgarten auf die Gstetten zur Bewässerung geleitet; hier riß es nun in der Nacht ein riesiges Loch so tief bis zur Bienenhütte hinab, wo jetzt der Grund ist u oben 2 Klafter breit…“

1888.
„Sodann ließ er im Pfarrhofe in der sogenannten Waschküche, dem ehemaligen Roßstalle, den Fußboden aufreißen, den Kanal säubern, der darunter weggeht, u sich verstopft hatte, ließ Steinkohlenasche von der Bahn hoch darin aufschütten u einen Fußboden legen. Der Waschkessel kam in das Stöckel im Hofe. …… Sodann wurde die Thüre ins Dienstboten-Zimmer gebrochen u dadurch die Küche bequem zugänglich gemacht.“

1891.
„Gleich im Frühjahr ließ der Herr Dechant eine große Veränderung beim Kuhstalle vornehmen. Dieser war separat überdacht, die westliche Verlängerung des Daches überdeckte einen Gang u Schweinställe. Hinter diesem bis zur Umfassungsmauer war ein schmaler ungedeckter Gang. … Für das Pferd wurde dadurch ein eigener Stall geschaffen, die Schweineställe kamen unter Dach, ein schönerer Boden in der Schüttkammer hergestellt. Auch der Plan zu den Schweineställen rührt von Herrn Schiebner her, einen hat er selbst gezimmert. Durch das Zementpflaster wurde den Ratten der Aufenthalt verleidet. Auf der Gstetten wurden zahlreiche Bäume nachgesetzt.“


Pfarrer
Johann Wiesinger (1902 – 1922)

1910.
"Die Dächer der Kirche, der Pfarrhofscheune und der Stallungen wurden gründlich ausgebessert. –
…. Die 4 Zimmer u. ein Gastzimmer, sowie das Dienstbotenzimmer und die Küche wurden von Wiener Malern neu gemalt, zwei alte, große, zersprungene, Kosten und holzfressende und dabei wenig Wärme spendende Kachelöfen entfernt und dafür zwei Automat Dauerbrandöfen aufgestellt,… der ruinierte Backofen beinahe ganz neu hergerichtet,.. Für das Trocknen der Wäsche wurde der Boden oberhalb der Stallungen entsprechend adaptiert und eine neue Wäscherolle für das Haus angeschafft.“

1911
„… Am gleichen Tage wurde nachts im Pfarrhofe ein Einbruchversuch gemacht, es wurde das große Tor bei der Einfahrt in den Hof erbrochen, abgesehen war es auf die Hühner…. „

1953
Pfarrer Josef Pelczmann erwähnt noch einmal den Hühnerhof.
„Im Hühnerhof vor dem Pfarrheim hat sich im Laufe der Jahre eine Menge Schutt angesammelt. Am 4. und 5. März wurden 12 große Fuhren abtransportiert.“ 

  
Der Hühnerstall im Pfarrhof

   
Gang im Pfarrhof - Kaplan Lorenz Dienbauer im Vorgarten

  
Blick vom Pfarrhof in den Garten und auf zur Kirche
Fotos um 1940, aus dem Nachlass von Pfarrer Lorenz Dienbauer, der hier von 1937 bis 1940 Kaplan war.


Der Pfarrhof um 1960
Foto: Hermann Pistracher

 

Altenwörth

Pfarrer Christian Lirmberger (1830 – 1853) lässt den schon baufälligen Kuhstall renovieren, d.h., es dürfte schon seit dem Bau des Pfarrhofes im Jahre 1784 einer bestanden haben.

1845
„Zugleichen erhielt auch der Pfarrhof in demselben Sommer einen ganz neuen Dachstuhl und wurde mit Ziegeln eingedeckt. Der alte den Einsturz schon drohende Kuhstall wurde niedergerissen und an dessen Stelle ein neuer vom Grunde aus gebaut, um 3 Schuh erweitert, gewölbt und mit Ziegeln eingedeckt.“

1846
„Der im September des Jahres 1844 von dem Kirchenvorstehern neu hergestellte Keller im Hofe zur Einschüttung von Erdäpfel, Rüben, Einlegung von Gemüsen erhielt im Jahre 1846 auch die hohe Regierungsgenehmigung…“

1850
„Im Sommer des Jahres 1850 ward in der Küche des hiesigen Pfarrhofes eine Hauptreparatur vorgenommen. In derselben befand sich vordem ein ordinärer Herd, unter welchem der Backofen angebracht, und welche beyde den bey weitem größten Raum der Küche einnahmen, so daß diese mit einigen Personen schon fast gefüllt war. Auch war das beständige Rauchen bey mindest ungünstigem Winde, so wie, daß im Rauchfange kein Fleisch gut konnte geräuchert werden, ein Hauptgebrechen der Küche. …Auch wurde durch diese Veränderung die Küche selbst sehr geräumig, licht und so zu sagen wie zu einem Zimmer umgestaltet, nach dem es vorher mehr einer Selche glich und überdieß auch noch ein hinlänglicher Raum gewonnen, ein Bett in selbem für einen Dienstbothen bleibend aufzurichten, für welchen vordem die Speiskammer zugleich als Schlafgemach benützt werden mußte.“

1851
„Im Sommer des Jahres 1851 ließ ich über die Mauerwölbung des Kuhstallbodens einen Schüttkasten für die verschiedenen Körnergattungen mit starken rein gehobelten und genau rein gefalzten Welser Laden um den Gesamtkosten-Betrag von 111 fl 55 x W.W neu herstellen, auf Kosten des Kirchenvermögens. Diese neue Herstellung war, wie andere, dringend nothwendig, indem zum Schütten der Getreidegattungen kein anderer Platz vordem vorhanden und geeignet war, als den gepflasterten Boden des ohnehin sehr engen Pfarrhauses, wohin die Wäsche zum Trocknen muß gehangen und auch andere Hausgerätschaften müssen untergebracht werden. Deßhalb war es in diesem Falle unvermeidlich, daß die gereinigte Wäsche beym Aufhängen alsbald wieder bestaubt, daß in die geschütteten Häuflein der einigen Getreidegattungen mußte hineingestiegen, so zum Theil nicht unbedeutend viel verdorben und auch gemischt wurde.- Diesem Übelstande wurde nun durch die neu Herstellung eines besonderen und neuen Schüttkastens für immer abgeholfen und zugleich hierdurch eine größere Bequemlichkeit erreicht.“

Pfarrer Karl Größinger (1859 – 1873)

1860
„Den Pfarrhof anbelangend, ließ ich in diesem Jahre die fürseitige, morsche Brettereinfriedung des Küchengartens kassiren und an deren Stelle einen Staffettenzaun mit 7 Pfeilern aufführen, …. Ebenso versah ich die Innenseite der Garteneinfriedung mit den besten Sorten Pfirsiche und Aprikosen zu Trillage und mit denselben auch die Südseite des Wohngebäudes.“

"Zur Herstellung des Neugebäudes im Hofraume des Pfarrhofes.
Das Hinausragen des Backofens auf den Kirchenplatz gleich einer Pforte des Hauses - der im ganzen Hause sich verbreitende Rauch, sooft gleichzeitig der Waschkessel und der Sparherd beheizt worden – die durch den Waschkessel in der ganzen Küche entstehende Nässe und der Mangel eines 2ten Zimmers ebener Erde für die Magd, welcher verursachte, daß diese in der Küche ihre Liegestätte aufgeschlagen haben mußte – diese Übelstände veranlaßten mich um den Bau einer Speisekammer, einer Waschküche mit Backofen und einer Holz-Remise bittlich einzuschreiten, in Folge dessen die frühere Speisekammer in ein beheizbares Dienstbotenzimmer umgestaltet, und nachdem im Innern des Hauses kein Platz zur Anbringung der Speisekammer gefunden werden konnte, so wurde diese in den Hofraum verlegt … Mit Bewilligung des Hochw. f.erzb. Consistoriums wurde in diesem Jahre auch an der Westseite des Pfarrhof-Küchengartens an Stelle der daselbst noch bestandenen Brettereinfriedung von Johann Österreicher um den Betrag von 145 f ein neuer, aus 8 Pfeilern bestehender Stachettenzaun, und im Hofraum an dem Gartenzaun anstossend, eine neue Kalkgrube hergestellt.“

1867
„Im Jahre 1867 wurde die an den Kuhstall anstossende Wagen-Remise und Streuhütte um 2 Schuh gehoben. Sie war nicht nur baufällig, Dachung und Säulen morsch, sondern auch zu niedrig.“

1868
„Die pfarrliche Scheune erwies sich nicht bloß als zu niedrig gebaut, sondern deren allseitige Bretterwände waren vom Boden aufwärts Näße und altershalber auch abgemorscht, so daß das Regenwasser ungehindert einlaufen und die eingeheimste Frucht in ihrem unteren Lager schädigen konnte…. Ebenso wurden die alten Bretterwände vom Garten-Eckpfeiler zum Kellerhalse und von der Scheunenecke hin zum Kuhstalle laufend, cassirt und Mauern ausgeführt.
An Stelle des hölzernen Gatters vor der Eingangsthür zwischen den Vorgärtchen wurde ein eisernes hergestellt, um den alljährlichen, nächtlichen Trauben-Diebstählen an der Hecke etwas erfolgreicher zu begegnen.“

Pfarrer Peter Ottep (1873 – 1889)

1883
„….Die beiden Keller im Pfarrhofe wurden unter Wasser gesetzt; die Planke rückwärts von der Kirche wurde eingerissen, u. allenthalben mehrfacher Schaden angerichtet.
In diesem Jahre wurde an Stelle der alten, hölzernen Scheune eine neue gemauerte Scheune ge­bauth.“

1884
„In diesem Jahre wurde ein zweiter Brunnen, und zwar im Hausgarten hergestellt, weil das Wasser des Brunnens im Hofe nicht trinkbar ist wegen des üblen Geruches wahrscheinlich wegen Nähe der Senkgrube.“

Pfarrer Ernst Sedlmayer (1890 – 1897)

1892
„Auch wie im Vorjahre fanden mehre kleinere Reparaturen an den Schweinställen, Thoren etc. statt.“

1893
„Die Dachungen bei den Pfarr und Wirtschaftgebäuden wur­den gründlich renovirt. Auch geschahen überdies mehre kleine Reparaturen von diversen Handwerkern.“

Pfarrer Franz Frank (1898 – 1912)

1909
„Auch wurden an den Schweinställen die Bretterwände und der Aport neu gemacht. Hierzu brauchte es keiner Bewilligung, weil laut Schlußbemerkung der Kirchenrechnung die Erhaltung der Schweineställe aus dem Kirchenvermögen bestritten werden kann.“

Pfarrer Josef Dedelbacher (1915 – 1935)

1916
„In einem entsetzlichen Zustande befanden sich die Schweineställe. Die Herrichtungskosten beliefen sich auf ungefähr 40 Kronen. – Bei der ärarischen Kupferrequirierung wurde alles Kupfer beschlagnahmt, so mußte auch der kupferne Waschkessel das Pfarrhofes wandern; ein neuer aus Zinkblech wurde (32 K) angeschafft. - Im Obstgarten wurden mehrere edle Obstbäume gesetzt.“

Pfarrer Karl Berthold (1935 – 1955)

1936
„Im heurigen Sommer wurden in den Wirtschaftgebäuden sehr viele Reparaturen durch Zimmermannsarbeiten vorgenommen, sodaß wieder für längere Zeit alles so ziemlich in Ordnung sein dürfte.“

 

Zu welchem Zeitpunkt man mit der Führung einer Landwirtschaft in den Pfarrhöfen aufgehört hat, kann man anhand der Eintragungen in den beiden Pfarrchroniken nicht feststellen.

 

Die ehemaligen Wirtschaftsgebäude im Pfarrhof Altenwörth: 

 

 

Quellen:
Pfarrchronik Kirchberg am Wagram 
Pfarrchronik Altenwörth

 

Maria Knapp
September 2012