Die Kunstdenkmäler von Unterstockstall

 

Letzte Änderung: 23.11.2014

 

Entnommen aus:

DEHIO-HANDBUCH
Die Kunstdenkmäler Österreichs; Niederösterreich nördlich der Donau, 1990

Haus Nr. 18, Familie Greil
Foto: Otto Moosbauer, Kirchberg

 

UNTERSTOCKSTALL. Gemeinde Kirchberg am Wagram. Polit. Bez. Tulln

Angerdorf, zu Mehrstraßendorf erweitert. – Funde aus der Bronzezeit, Urnenfelderzeit und aus der Zeit der Slawen des 9. Jh. n. Chr. Urk. 1386. – Die ursprüngliche Ortsform weitgehend verändert. Lockere Verbauung überwiegend durch Zwerchhöfe (Nr. 9; Nr. 19 übereck gestellt, M. 19. Jh.) Einige Ackerbürgerhäuser, 3. Viertel 18. Jh. und 19. Jh. (Nr. 8, spätbarock 2. Hälfte 18. Jh.; Nr. 44 späthistoristisch Ende 19. Jh.).

ORTSKAPELLE hl. Urban. Schlichter Bau mit eingezogenem Dreiseitschluß und vorgezogenem W-Turm mit Pyramidenhelm. Seitlich Flachbogenfenster, über dem Portal bezeichnet 1880. Rest.auriert 1948. Innen Flachdecke. – Altarblatt Hl. Dreifaltigkeit Ende 19. Jh.

HÄUSER: Nr: 16: Spätbar., 2geschossiger Bau mit Walmdach, Fassade mit Stuckgliederung und Kordongesims; Rokokofensterkörbe, um 1760/70. – Nr. 18: 2geschossiger Barockbau, 2. Hälfte 18. Jh., mit genutetem Erd- und lisenengegliedertem Obergeschoß, geschweifter Blendgiebel mit Terrakottafigur 19. Jh. Fenster erneuert.

KLEINDENKMÄLER. Feldkapelle, am westlichen Ortsausgang, erbaut Urkunde 1868 mit Rundapsis und spitzem Blendgiebel. – Breifpfeilerbilstock, am westlichen Ortsausgang, 19. Jh.

 

17. April 2012
Maria Knapp