Haus Winkl 31
Das Haus gehörte bis 1848 zur Herrschaft Grafenegg.
Familie Reichl
Michael Dopfer,
Sohn des Schusters Joseph und der Anna Maria, heiratet 1776 die Witwe Anna Maria Reichl. 1783 stirbt auch Michael Dopfer mit nur 30 Jahren.
1789 verkauft Anna Maria das Haus um 800 fl an Mathias Reichl, einen Sohn aus erster Ehe. Dieser heiratet 1808 Anna Maria Kirchhofer aus Oberabsdorf, mit der er vier Kinder hat. Seine Frau stirbt 1816, worauf er noch im selben Jahr Theresia, die Tochter von Bartholomäus und Barbara Sieberer aus Unterabsdorf ehelicht, sie bringt die uneheliche Tochter Thekla in die Ehe mit. Die Ehe dauert nur zwei Jahre, dann stirbt Mathias Reichl im Alter von 53 Jahren an Wassersucht. Seine Witwe ist 28 Jahre alt.
Theresia verkauft das Haus um 5500 fl an Anton Leitenhuber. Ob sie nochmals geheiratet hat, bzw. wo sie hingezogen ist, ist nicht bekannt.
Anton Leitenhuber
(geb. 1797), ein Hauer aus Grafenwörth, heiratet 1819 Rosalia Leuthner aus Fels. Sie kaufen im selben Jahr das Haus Winkl 31. (Einige Jahre später kauft sein Bruder Michael das Haus Nr. 33.) Das Ehepaar hat drei Kinder, die in Winkl geboren werden, Theresia, Joseph und Elisabeth. Warum sie das Haus verkauft haben, ist nicht bekannt.
Joseph Bennersdorfer
aus Kollersdorf erwirbt 1829 das Haus um 1160 fl Conventionsmünze, er bleibt aber in Kollersdorf wohnen.
Leopold Maringer
(1810 – 1853) erwirbt das Haus 1843 um 1650 fl CM, er wohnt in Engelmannsbrunn 19.
Familie Heiß
Franz Heiß (geb.1832, Engelmannsbrunn) kauft das Haus im Jahr 1853. Seine Mutter ist Maria Anna Maringer. Es ist wahrscheinlich, dass er mit Leopold Maringer, dem Vorbesitzer, verwandt war.
Familie Loibl
Josef Loibl (1838 – 1917) war der Sohn eines Bauern in Thürneustift bei Stiefern und arbeitete (wahrscheinlich als Knecht) in Unterstockstall. Theresia (1847 – 1932), die Tochter des Inwohners Johann Riedl, wohnte in Winkl 17 und hatte vor der Ehe bereits zwei ledige Kinder. Sie schlossen 1880 die Ehe und wohnten unter anderem im Haus Winkl 24, später im Haus 31. Josef wird 1897 hier als Taglöhner genannt. Im Jahr 1907 kauften sie das Haus Nr. 31 von der Familie Heiss.
Josef Loibl stirbt 1917 an Lungentuberkulose, die Liegenschaft geht an seine Frau Theresia.
Die Liegenschaft geht 1918 laut Übergabsvertrag an die Tochter Josefa und ihren Gatten Josef Nevosad-Armbruster.
Familie Nevosad-Armbruster
Josef Nevosad wurde am 7.2.1878 in Wien Alservorstadt, geboren. Seine ledige Mutter Antonia stammte aus Blazejowic in Böhmen. Er wurde zur Adoption freigegeben und vom Ehepaar Carl und Barbara Armbruster von Winkl 46 adoptiert. Am 20.8.1807 heiratete er Josefa, die Tochter von Theresia und Josef Loibl vom Haus Nr. 31.
Josef Nevosad war vor und nach dem 2. Weltkrieg im Winkler Gemeinderat und bei der FF Winkl.
Katharina, Josefine und Maria wurden im Haus Nr. 31 geboren, Rosa im Haus Nr. 46. Josef Nevosad-Armbruster dürfte nach dem Tod seiner Eltern auch das Haus Nr. 46 bis 1933 besessen haben.
Nach dem Tod des Gatten im Jahr 1947 gehört Josefa das Haus, ein Jahr später wird auch die ledige Tochter Josefine auf das Haus mit angeschrieben.
Die Tochter Katharina hat zwei ledige Kinder von ihrem späteren Ehemann Josef Birochs. Bei ihrer Ehe im Jahr 1931 geht die älteste Tochter, Leopoldine, nicht in das Haus der Eltern mit, sondern bleibt bei den Großeltern und der ledigen Tante Josefine.
Familie Aigner
Das Haus vor 2002
Nach dem Hochwasser zog Frau Aigner in eine Wohnung nach Krems. 2011 verstarb sie in einem Altersheim in Krems.
Halim und Lenka Imeri
kauften im Jahr 2005 das Haus und bauten es vollständig um.
Juli 2015
Maria Knapp