Die Kunstdenkmäler von Winkl

 

Letzte Änderung: 23.11.2014

 

Entnommen aus:

DEHIO-HANDBUCH
Die Kunstdenkmäler Österreichs; Niederösterreich nördlich der Donau, 1990

 

WINKL, Gemeinde Kirchberg am Wagram. Polit. Bez. Tulln

Zeilendorf, südlich von Kirchberg am Wagram. – Urnenfeld- und hallstattzeitliche Funde. Urkunde 1130/40. 1456 urkundlich Festung, zu dieser Zeit Stapelplatz an der Donau. 1477 landesfürstlich. 1495 öde. – Geschlossene Zeilenverbauung, überwiegend Zwerchhöfe.

FILIALKIRCHE hl. Nikolaus, am südlichen Ortsrand, von Friedhof umgeben. Romanischer-frühgotischer Bau, mit vorgestelltem W-Turm 2. Hälfte 19. Jh. Im Inneren renoviert 1865, restauriert 1926.

Langhaus mit gleich hohem und nur wenig schmälerem, gerade geschlossenem Chor. N-Sakristei und nördliches Seitenschiff unter Pultdach, geritzte Ortsteinquaderung 15./17.Jh. An der N-Seite, an Sakristei und Seitenschiff schmale Rundbogenfenster, im O 2bahniges Maßwerkfenster, im S Spitzbogenfenster. Spitzbogiges N-Portal. W-Turm mit Putzgliederung, rundbogigen Schallfenstern und Spitzhelm.

Langhaus, einjochiges queroblonges Haupt- und etwas niedrigeres schmäleres, 2jochiges Seitenschiff, durch spitzbogige Durchbrüche verbunden. Kreuzrippengewölbe. Orgelempore 19. Jh. – Chor, 2jochig, kreuzrippengewölbt, spitzbogiger Triumphbogen- Gotische Sessionsnische mit Kleeblattbogen, 1. Hälfte 14.Jh. – Sakristei tonnengewölbt. – Turmerdgeschoß tonnengewölbt.

Frühbarocker Hochaltar, 3. Viertel 17.Jh., mit Säulenaufbau und gesprengtem Giebel sowie Opfergangsportalen, Altarblatt hl. Nikolaus, bezeichnet Klimesch, 1801; Oberbild Gnadenstuhl, 3. Viertel 17. Jh., ebenso die gemalten Felder der Opfergangsportale, li. Hll. Josef und Katharina, re. Hll. Antonius und Klara; Tabernakel von Putti bekrönt. – Neugotische Orgel. Gotische Figuren, Maria mit Kind, Anfang 15. Jh. und hl. Sebastian, dzt. in Verwahrung. Barocke Figur hl. Anna, 1. Hälfte 18. Jh. Barockes Kruzifix. – Grabstein mit Ritzkreuz, 14. Jh.

 

17. April 2012
Maria Knapp