Weitere Wüstungen

 

Breitenrohr (Praitenrar) 
Lage: Nordöstlich von Trübensee
Wüstungsarchiv-Nr. 1347,20[1], HONB B 460a[2]
Gefunden von Kurt Bors, 41/2002, 721. ÖK 39, O 36, S 267.
 
      
 
 
Dörfl
Lage: Bei Fels am Wagram
HONB D 199[3]
 
Im Jahr 1400 wird der Ort in der Nähe von Fels erwähnt,[4] 1469 zum Dorfflein bey Velz, ain aw mit holltz, das emallen ain dorff unnd alles sechs lehen unnd ain vierthaill lehen gewesen ist, hat die Thunaw wegtragen unnd zerrint mit iren grundten.[5] 1590 sind wieder 15 Häuser erwähnt.[6] Der Ort ist nicht mit demjenigen bei Kirchberg am Wagram identisch.  
 
 
Hof Seebarn 
Lage: Südlich von Seebarn
Wüstungsarchiv-Nr. 766,20[7]
Gefunden von Kurt Bors, 31/1992, 543, ÖK 38, O 33, N 224
 
Etwa 600 m südlich von Seebarn, am linken Ufer des Mühlkamp, lag ein möglicherweise mittelalterliches Bauwerk, das heute völlig eingeebnet ist.
Keramikfunde weisen auf eine Besiedlung im 12./13. Jahrhundert, sowie eine Wiederbesiedlung nach zeitweiser Verödung bis ins 16. Jahrhundert hin. Auf dem Luftbild ist ein rechteckiges Objekt gut erkennbar. Allerdings erbrachten archäologische Sondierungen im Jahr 1992 anlässlich der Planung des Hochwasserschutzdammes keinen Hinweis auf eine Besiedlung, geschweige denn auf eine Befestigungsanlage.[8] 
 
 
Neusiedl am Wagram 
Lage: Nördlich von Grafenwörth
Wüstungsarchiv-Nr. 1101,10,[9]  HONB N 83,[10] - nicht geortet
 
1317 wird der Ort Neusiedel genannt, 1321 an dem alten Neusidel. Weitere Nennungen erfolgten 1358, 1506 und 1592 als am Neusidl unter Wagram.[11]  
 
 
Ober Wissbrunn 
Lage: Bei Grafenwörth
Wüstungsarchiv-Nr. 2059,10,[12] - nicht geortet  
 
 
Pausche 
Die Insel wird anlässlich einer Schenkung des Ortlieb von Winkl genannt[13] 
 
 
Spem 
Lage: Bei Grafenwörth
Wüstungsarchiv-Nr. 1684,10,[14]  HONB S 395a[15] - nicht geortet
 
1391 wird der Ort in der Grafenwörther Pfarre als ein hof und ein dörffel,  beschrieben.[16] 
 
 
Quellen:
[1] http://www.univie.ac.at/wuestungsforschung/, Abruf am 30.9.2016.
[2] Heinrich WEIGL, Historisches Ortsnamenbuch (HONB),
[3] Heinrich WEIGL, HONB, Band VIII, Wien 1981, S.269.
[4] Österr. Urbare III/1, S.264 in Heinrich WEIGL, HONB, Band VIII, Wien 1981, S.269.
[5] Urk. Schott. in Heinrich WEIGL, HONB, Band VIII, Wien 1981, S.269.
[6] Bereitungsbuch VOMB, f.141v, NÖ Landesarchiv, St.Pölten.
[7]  http://www.univie.ac.at/wuestungsforschung/, Abruf am 30.9.2016.
[8] Fundberichte aus Österreich, Band 31/1992, Wien 1993, NÖ Landesbibliothek, St.Pölten.
[9] http://www.univie.ac.at/wuestungsforschung/, Abruf am 30.9.2016.
[10] Heinrich WEIGL, HONB, Band V, Wien 1973, S.26 und Band VIII, Wien 1981, S.286.
[11] Top. NÖ III, S.645, in Heinrich WEIGL, HONB, Band V, Wien 1973, S.26.
[12] http://www.univie.ac.at/wuestungsforschung/, Abruf am 30.9.2016.
[13] OÖ Urkundenbuch, weltlicher Teil (540 – 1399), 1316 VII25, monasterium.net/mom/OOEUB/1316_VII_25/charter?q=Ortlieb 1316, Abruf am 1.10.2016, NÖ Landesbibliothek, St.Pölten.
[14] [14] http://www.univie.ac.at/wuestungsforschung/, Abruf am 30.9.2016.
[15] Heinrich WEIGL, HONB, VI. Band, Wien 1974, S.144 und Band VIII, Wien 1981, S.294.
[16] LB A III, S.399, in Heinrich WEIGL, HONB, Band VIII, Wien 1981, S.294. 
 
 
Jänner 2022
Maria Knapp