Taglöhner, Tagwerker

  

Tagwerker kamen vor allem bei saisonal erhöhtem Arbeitsanfall wie der Getreide-, Rüben-, Heu- und Kartoffelernte, bei der Weinlese, beim Rübenvereinzeln oder Mistführen zum Einsatz. Es handelte sich einerseits um ärmere Leute ohne geregeltes Einkommen, um Frauen, deren Männer in Handwerksberufen auswärts arbeiteten oder um Pensionisten, die sich etwas dazuverdienen wollten. Neben dem Lohn erhielten die Arbeiter tagsüber volle Verköstigung. 

Heute unterliegt auch diese Berufsgruppe strengen finanziellen Regelungen. Meist werden jetzt Arbeiter aus Osteuropa angeheuert. 

Antonia Zimmermann und ihr Sohn Herbert arbeiteten in Winkl viele Jahre lang als Tagwerker.


Herbert und Antonia Zimmermann vor ihrem Holzschuppen

Foto: Herbert Zimmermann, Winkl 

 

Taglöhner 

1865: Joseph Roßkopf ist inwohnender Taglöhner in der Knödelhütte bei Seebarn

Um 1878: Adolf Haider ist Taglöhner in Altenwörth 31.

Um 1878: Anna Leitner ist Taglöhnerin in Kollersdorf 4.

Um 1879: Cyrill Nowotny ist Taglöhner in Altenwörth 14.

Um 1879: Franz Köberl ist Taglöhner in Altenwörth 8.

Um 1882: Anna Hofbauer ist ledige Taglöhnerin in Kollersdorf 4.

 

Mai 2019
Maria Knapp