Gedenkstein bei der Altarmbrücke
Der Donaualtarm ist 1975 im Zuge des Kraftwerkbaues entstanden. Mit der Errichtung eines Überganges ging ein langgehegter Wunsch der Ortsbevölkerung in Erfüllung. Der am östlichen Ende des Altarms bestehende Steinwurf war für eine bauliche Anlage bestens geeignet.
Das Projekt - bekannt als Steg über den Donaualtarm - wurde von der Marktgemeinde Kirchberg am Wagram in den Jahren 1991/92 in Zusammenarbeit mit der Brückenmeisterei Krems, der Straßenmeisterei Kirchberg und der Österreichischen Donaukraftwerke AG mit finanzieller Unterstützung des Bundes und des Landes Niederösterreich umgesetzt. Die Gedenktafel fertigte der St. Pöltner Künstler Andreas Herfert an.
Die Segnung des Steges fand im Zuge eines Festgottesdienstes am Pfingstsonntag, dem 7. Juni 1992 durch Pfarrer Josef Morgenbesser statt.
Inschrift:Donaukreuz
Das Holzkreuz mit Corpus Christi unter dem profilierten Holzdach, das Adolf Payer aus Gigging im Jahr 1992 über Initiative des Heimat- und Fremdenverkehrsvereins neu errichtete, steht am Treppelweg an der Grundgrenze des ehemaligen Gasthauses Einwögerer.
Durch einen Eisstoß mit anschließendem Hochwasser im Jahr 1789 und eine Überschwemmung 1794 wurden Teile des Donauufers weggerissen. Erst dadurch kam Altenwörth näher an der Donau zu liegen. Im Zuge der Befestigung des Donauufers ist der Weg zur Donau angelegt worden, der im Franziszeischen Kataster eingezeichnet ist. Zu diesem Zeitpunkt wird wohl auch das Kreuz errichtet worden sein.
Den großen Platz neben dem Kreuz nutzte die Pfarrgemeinde jahrzehntelang als Ausgangspunkt für Feste, wie Palmweihe oder Erntedank. Von hier zog man feierlich zur Kirche.
Kreuz für die Ertrunkenen
Ein Stück oberhalb des westlichen Endes des Treppelweges ließ Pfarrer Josef Dedelbacher (1883-1972) auf der linken Seite ein Holzkreuz errichten, das an die zahlreichen Opfer der Donau erinnern soll. Die Segnung fand am 15. August 1927 statt.
Im Jahr 2008 fertigte Adolf Payer aus Gigging ein neues Kreuz an. Altpfarrer Josef Morgenbesser segnete es am 30. April bei der Bitttags-Prozession.
In den Pfarrmatriken und in Zeitungsartikeln ist dokumentiert, dass seit 1750 über einhundert Ertrunkene im Altenwörther Gemeindegebiet, von der Kampmündung bis hinunter zur ehemaligen Badebucht, aufgefunden wurden.
Hl. Florian
Die Anfang des Jahres 2015 begonnenen Umbau- und Renovierungsarbeiten des Feuerwehrhauses konnten im darauffolgenden Jahr erfolgreich abgeschlossen werden.
Das Zeughaus und die davor neu aufgestellte Statue des Hl. Florian wurden am 18. September 2016 von Altpfarrer Josef Morgenbesser gesegnet.
Die etwa 2,5 Meter hohe hölzerne Freiplastik fertigte der Engelmannsbrunner Motorsägen-Schnitzer Stefan Stadler anHartlkreuz
Am 8. August 1961 ertrank Andreas Hartl aus Kollersdorf beim Baden in der Donau. Etwas von der Badebucht entfernt befand sich ein Bombentrichter im Flussbett, der einen Wirbel erzeugte. Die Einheimischen wussten darüber Bescheid und warnten auswärtige Badegäste. Andreas Hartl hatte entweder davon nichts gewusst oder die Gefahr unterschätzt.
Die Familie ließ unweit der Unglücksstelle, heute ein Stück oberhalb der Altarmbrücke, ein Kastenkreuz mit Steinsockel, Gedenkschrift und Foto errichten.
Hochwasserkreuz
Ladesrat Johann Waltner und Volksschuldirektor Anton Payer ließen nach dem Hochwasser von 1954 ein hölzernes Dachkreuz mit Corpus Christi rechts an der Landesstraße 46 Richtung Gigging, kurz vor dem Ortsende von Altenwörth, aufstellen. Um 1989 wurde es von Adolf Payer aus Gigging erneuert. Es steht in einer kleinen Grüninsel.
Am Längsbalken des Kreuzes sind die Hochwassermarken der Jahre 1954 und 2002 angebracht.
Inschrift:
ZUR ERINNERUNG
AN DAS
HOCHWASSER
IM JULI 1954
Hochwasserschutzdamm - Gedenktafel
Die an einem Betonsockel befestigte Granittafel befindet sich auf einer Blumeninsel vor dem Haus Donaulände 16 neben dem Treppelweg.
Landesrat Johann Waltner ließ den Hochwasserschutzdamm, der den Ort vor dem Austritt der Donau schützt, 1962 neu und bedeutend höher anlegen. Neben der Erfüllung des Hauptzweckes bereicherte er den Ort damals um eine Badebucht und eine schöne Strandpromenade.
Hubertuskapelle
Am Weg über die Altarmbrücke zum Donaukraftwerk, am neuen Fischaufstieg, befindet sich die Laubenkapelle mit spitzem, vorgesetztem Dach und quadratischen Säulen. Das Innere beherbergt ein aus Metallstäben geformtes Bildnis, das die Legende des Hl. Hubertus darstellt. Der Raum ist mit einem schmiedeeisernen, oben spitz zulaufenden Gitter verschlossen. An der Rückwand befindet sich ein Spalt in Form eines Kreuzes.
Die Kapelle wurde 1988 von der Donaukraftwerke AG auf eigenem Grund nach einem Entwurf der Baudirektion-Ortsbildpflege der NÖ Landesregierung errichtet.
Hl. Johannes Nepomuk
Die Sandsteinfigur auf einem profilierten Sockel mit geschwungenem Blechdach und Kreuz steht seit 1715 an diesem Standort, der Heilige blickt zur Straße. Am Sockel ist die Jahreszahl 1818 eingeritzt, wahrscheinlich das Datum einer Renovierung. Die Bezirkshauptmannschaft Tulln erklärte die vermutlich bei der Errichtung der Freiplastik gesetzten Linden im Jahr 1929 zu Naturdenkmälern.
Vor der Asphaltierung des Kirchenplatzes im Jahr 1965 wurde das den Heiligen umgebende Fundament mit dem darauf aufgesetzten Eisengitter entfernt, mit einer rechteckigen, etwa 20 cm hohen Aufmauerung für die Auspflanzung von Blumen umgeben und zwei Linden gepflanzt. Die Befundung des beauftragten akademischen Bildhauers Fritz Fahrwickl aus Langenlois hat ergeben, dass die recht gut erhaltene, vermutlich aus Eggenburger Sandstein gearbeitete Figur von der als störend empfundenen späteren Übermalung befreit werden sollte. Außerdem wurde die Restaurierung von drei auf Blech gemalten Bildchen, die ursprünglich am Sockel angebracht waren angeregt, obwohl diese ziemlich beschädigt und durchgerostet waren. Die Restaurierung wurde - durch eine Landesbeihilfe finanziell unterstützt - im Atelier des Bildhauers durchgeführt.
An die Renovierung durch den Heimat- und Fremdenverkehrsverein im Jahr 1996 erinnert eine Inschrift auf der Rückseite des Sockels. Die Segnung erfolgte am 9. Juni durch Pfarrer Josef Morgenbesser:
Die bemalte Statue im Jahr 1931 beim Besuch von Theodor Kardinal Piffl Foto: Edith Kainberger, Altenwörth
Kaiser-Gedenktafel
Zur Erinnerung an das 60-jährige Regierungsjubiläum Seiner Majestät Kaiser Franz Joseph I. im Jahr 1908 wurden unzählige Kaiserlinden und -eichen gesetzt, Briefmarken und Münzen verausgabt, Denkmäler errichtet, Veranstaltungen abgehalten, Kirchen und Spitäler gebaut und vieles mehr.
Das Kaiserlied sowie ein dreimaliges Hoch auf Seine Majestät beendeten die Feier am 18. April, bei der drei Linden im Vorgarten der Schule gepflanzt wurden. Die Feierlichkeiten fanden ihren krönenden Abschluss am 2. Dezember mit der Enthüllung der von der Gemeinde gewidmeten, etwa zwei Meter hohen quadratischen Ehrensäule, aufgestellt zwischen den Kaiserlinden. Das aus Natursteinen gebaute Denkmal war mit einer Gedenktafel und einem Medaillon des Kaisers ausgestattet. Der Neubau der Schule im Jahr 1913 bedingte den Abbruch der Säule, Gedenktafel und Medaillon integrierte man in eine rundbogige Nische an der Außenwand des Gebäudes.
Seit 1975 ist im ehemaligen Schulgebäude der Kindergarten untergebracht.
Kriegerdenkmal
Im Jahr 1922 ließ der Katholische Burschenverein „Donauhort“ rechts vom Eingang in die Pfarrkirche eine Gedenktafel mit den Namen von zwanzig gefallenen Soldaten aus Altenwörth und Gigging anbringen. Die Segnung fand am 27. August statt. Im Zuge der Außenrenovierung der Kirche im Jahr 1965 ist die Gedenktafel entfernt worden. Dies vielleicht schon im Hinblick darauf, dass seitens der Gemeinde die Neuerrichtung eines Kriegerdenkmales ins Auge gefasst worden war. Erste Besprechungen haben zu Jahresbeginn 1967 stattgefunden. Als Standort legte man die Grünfläche zwischen Schule und Amtshaus fest. Die Umsetzung ging in zwei Etappen vonstatten, Ausführender war Adalbert Peter, Steinmetz aus Stockerau. Die 1970 angefertigten Schriftplatten sind in Impala Granit, das im Februar 1971 in Auftrag gegebene Denkmal in Lindabrunner Konglomerat, das Kreuz in schwarz-schwedischem Granit ausgeführt. Eine architektonisch sehr schlichte und einfache Lösung wurde durch die Ausbildung einer 1 cm breiten Fuge zwischen den einzelnen Bauteilen erzielt.
Die Segnung durch Pfarrer Wilhelm Grubmüller fand am 27. Juni 1971, gemeinsam mit der Segnung des neuen Feuerwehrautos statt. Eine Renovierung der Inschriften nahm 1987 der Steinmetzbetrieb Widy aus Tulln vor.
Das Kriegerdenkmal nach dem 1. Weltkrieg rechts an der Kirchenwand, davor die beiden Linden mit dem Gitter, das die Johannes Nepomuk-Statue umgab.Ansichtskarte um 1955
Biblische Szene
1957, ein Jahr nach dem Neubau des Pfarrhofes, brachte der Tullnerbacher Maler, Grafiker und Bildhauer Rudolf Pleban (1913-1965) an der Ostseite des Gebäudes ein Sgraffito an, das die Szene aus dem Matthäus-Evangelium zum Thema hat, als Jesus über das Wasser ging. Rechts unten findet sich die Signatur des Künstlers: P
Inschrift:
HERR, RETTE MICH
MATTH XIV 30
Missions-Kreuz
Der Kollersdorfer Wirtschaftsbesitzer und spätere Bürgermeister Josef Klausgraber stiftete das Kreuz anlässlich der ersten Volksmission im Jahr 1920. Die Segnung, bei der das Kreuz in feierlicher Weise in Prozession durch das Dorf getragen wurde, fand am 28. November statt. Das Holzkreuz mit Blechschnitt-Christus und Schutzdach war anfangs links neben dem Kircheneingang angebracht.
Die Volksmission steht im Unterschied zur herkömmlichen Seelsorge für die Glaubenserneuerung in den Pfarren. Ihr Ziel ist nicht die Taufe und die Gründung neuer Kirchengemeinden, sondern die Intensivierung des Glaubenslebens der Mitglieder. Solche Missionen haben in Kirchberg am Wagram und Altenwörth stattgefunden.
Marterl beim Sportplatz
Die Nische, die auf drei Seiten mit schmiedeeisernen Gittern verschlossen ist, beherbergt vor einem Holzhintergrund ein von zwei Engelsköpfen flankiertes Kreuz mit Corpus Christi. Darunter befindet sich ein kleines Reliefbild des letzten Abendmahles. Das Marterl wurde 2023 neu gestrichen.
Pestkreuz
Schieflage, abgebröckelter Verputz, Farbreste und lange Zeit der Witterung ausgesetzte Mauerziegel geben Zeugnis vom schlechten Bauzustand dieses bereits in der Josephinischen Landesaufnahme eingezeichneten Tabernakelpfeilers. Ursprünglich stand er an einem Weg, im Zuge der Kommassierung kam er in der Mitte eines Ackers zu stehen, welcher in Tennisplatznähe an eine von Altenwörth nach Gigging verlaufende Straße angrenzt.
Pfarrer und Heimatforscher Josef Dedelbacher berichtet in der Pfarrchronik: Auch auf der Straße nach Kirchberg steht noch ein Marterl, und ein ganz ähnliches auf dem Feldwege in den 'Hotten', unterhalb Altenwörth, sogenannte Pestkreuze oder Pestmarterl. Derartige Pestmarterl findet man
allerorts. Das größte Pestjahr war 1679. Bei Pestmarterln findet man regelmäßig auch Totengebeine, jedenfalls Spuren der Pestfriedhöfe.
Poller
Holzpoller um 1940
Foto: Erich Trezmüller, GiggingBei einem Poller (Reitstecken, Reitstock) handelt es sich um einen etwa 2 m tief eingegrabener Baumstamm mit 50 bis 60 cm Durchmesser, der ungefähr 1 m aus dem Boden herausragte und u.a. zum Befestigen des Seiles beim Anlanden der Schiffe am Ufer diente. Ursprünglich waren sie aus Akazienholz. Heute bestehen sie aus einem mit Beton gefüllten Stahlrohr.
Sigmaresweret-Gedenkstein
Der Kindergarten Altenwörth hat anlässlich der 1000-Jahrfeier des Ortes am Donaualtarm auf Höhe des ehemaligen Gasthauses Einwögerer einen Stein mit Gedenktafel sowie einen weiteren zum Sitzen und Entspannen errichten lassen.
Waltner-Gedenkstein
Das aus Natursteinen gemauerte Denkmal unter der mächtigen Linde steht zwischen dem Kindergarten und dem Feuerwehrhaus. Johann Waltner (1900-1987) war lange Jahre Bürgermeister, ab 1945 Abgeordneter zum NÖ Landtag, von 1949 bis 1964 Agrarlandesrat sowie Ehrenbürger von Altenwörth und vieler anderer niederösterreichischen Gemeinden.
Aus der Schulchronik: Gleichzeitig wurde ein Gedenkstein enthüllt, der darauf hinweist, daß eine Linde aus Anlaß des 60. Geburtstages des Landesrates gepflanzt wurde. Er übernahm Stein und Baum in die Obhut der Gemeinde. L.H. Steinböck überreichte dem Jubilar nach einer launigen Ansprache, die das Verhältnis zu dem Gefeierten und den tiefen Respekt vor dessen Leistung so recht erkennen ließ, das dem Jubilar vom Bundespräsidenten verliehene große goldene Ehrenzeichen für Verdienste um die Republik.
https://www.kirchberg-wagram.at/tourismus/kleindenkmaeler/liste-aller-kleindenkmaeler.html?perso_id=1
Archiv der Gemeinde Altenwörth































