Ärzte in Kirchberg
Dr. Anastasius Maÿr
Dr. Franz Bullinger
Dr. Karl Daniel van der Straß, Ritter von Hohenstraeten
Dr. Ludwig Pracher
Er hat 1836 in Ofen (Stadtteil von Budapest) Theresia geb. Racz Edle von Tövisegyháza geheiratet.
Von 1837 bis 1848 war er praktischer Arzt in Kirchberg. Zwischen 1840 und 1851 sind seine fünf Kinder in Kirchberg 6 zur Welt gekommen.
(Wiener Zeitung v. 27.8.1841).
1848 wird er als Spender von 2 fl C.M. nebst einem Packet Verbandstücken für die Blessirten genannt.
(Wiener Zeitung v. 29.11.1848)
1851 gehört er zu den besonderen Wohlthätern der armen, fleißigen und gesitteten Schulkinder.
(Wiener Zeitung v. 6.3.1851)
Dr. Anton Köck
Er ließ in Kirchberg zwei Parks anlegen. Näheres siehe hier.
Dr. Stephan Schlosser
Dr. Rosenfeld
Mag. Dr. Josef Kech
Dr. Franz Dantone
Bei der Geburt des Sohnes Franz Xaver Karl 1869 war er bereits in Kirchberg 1 als praktischer Arzt wohnhaft. Franz Xaver war Arzt in Fels und später in Wien.
1876 stirbt Gattin Josefa, geb. Schoiber Edle von Englstein mit 31 Jahren an Tuberkulose. Er selbst stirbt 1879 mit 37 Jahren an derselben Krankheit.
F. Roskopf, Bürgermeister
Dr. Arthur Pechlaner
(Quelle: Otto Fandl)
Aus Zeitungsberichten:
Der Kirchberger Bezirks-, Bahn- und Fabriksarzt Herr Dr. Arthur Pechlaner hat sich der freiwilligen Feuerwehr von Kirchberg gegenüber in liebenswürdiger Weise bereit erklärt, die Feuerwehr an seinem tüchtigen chirurgischen Wissen, ein wenig theilnehmen zu lassen, und begann am 12. d. M. eine Reihe von Vorträgen über die „erste Hilfeleistung bei Verletzungen“, um durch dieselben und die mit ihnen verbundenen ambulatorischen Uebungen seine lernbegierigen und dankbaren Schüler vor der Gefahr zu bewahren, vollständig schutzlos den Fährlichkeiten des Kampfes mit dem vernichtenden Elemente gegenüber zu stehen…
((Neuigkeits)Welt Blatt vom 31.12.1889)
Seine Verdienste um die Kirchberger Feuerwehr wurden auch in den Mitteilungen des nö. Landes-Feuerwehr-Verbandes im Jahr 1890 rühmlich anerkannt.
Dank.
Der Gemeindearzt von Kirchberg am Wagr., Dr. Arthur Pechlaner, hat bereits vor längerer Zeit in echter, selbstloser Menschenfreundlichkeit begonnen, unserer freiwilligen Feuerwehr über „erste Hilfeleistung bei Verletzungen“ zu dociren und schon haben Mitglieder dieser Feuerwehr in einigen Fällen Gelegenheit gehabt, als gelehrige Schüler ihres tüchtigen Meisters durch rasche Anwendung des errungenen Wissens Verunglückte vor den ernsten Folgen schwerer und nicht sofort behandelter Verletzungen zu bewahren. Im Namen der Gemeinde Kirchberg am Wagram beehre ich mich daher, der ebenso angenehmen als dringenden Pflicht nachzukommen, unserem geehrten Gemeindearzte, Herrn Doctor Arthur Pechlaner, für seine liebevolle Mühe um allgemeines Wohl meinen verbindlichsten Dank öffentlich auszudrücken.
Der Bürgermeister des Marktes Kirchberg am Wagram: Franz Roskopf.
(Feuerwehr-Signale vom 5.9.1890)
Er erhielt in mehreren Jahren Impfprämien, wie etwa 1891/92/93/95. (div. Zeitungsausschnitte in ANNO)
Da die Ärzte von der Bezahlung durch die meist arme Bewohnerschaft nicht leben konnten, erhielten sie von der nö. Statthalterei Subventionen, die nicht regelmäßig und nicht in der gewünschten Höhe ausbezahlt wurden. Ein Ausschnitt aus einem Brief von Dr. Pechlaner aus dem Jahr 1889 an die Statthalterei, die die Verhältnisse um 1900 verdeutlichen:
Gefertigter glaubt, in den 10 Jahren seines Hierseins vieles zum Wohle der Bevölkerung gethan zu haben. Früher hatten die Sterbefälle in der Pfarre Kirchberg gewöhnlich 130 – 150 pro Jahr betragen, während sie in den letzten 10 Jahren zwischen 90 – 100 stehen. Gefertigter hat eben immer auf die genaue Befolgung der sanitären Vorschriften gedungen, unbekümmert darum, ob er sich dadurch Gegner geschaffen.
Dadurch aber, dass die Zahlungsverhältnisse am Lande so schlechte sind, nicht sich jeder sich für tüchtig haltende Frist gezwungen, die bequemere und meist lohnendere Stadtpraxis aufzusuchen; auch der Gefertigte hat die Absicht, im Falle sein Gesuch keine günstige Erledigung findet, in der Stadt sich niederzulassen.
Die Lebensmittel sind hier der Nähe von Wien wegen teuer, die Wohnungen wegen Mangel an … kostspielig. Die vielen Missjahre (seit 1880) haben den Wohlstand der Bevölkerung total vernichtet, sodass der Arzt Jahre und Jahre auf Entlohnung seines anstrengenden Berufes warten muss und leider in zu vielen Fällen mit Anforderungen gänzlich durchfällt. Dabei lastet auf dem Arzt die Pflicht, jedem Rufe zu einem Kranken zu folgen, niemand hat aber dafür gesorgt, dass er mehr dafür entschädigt werde.
In der weiteren Umgebung von Kirchberg sitzen einzig Wundärzte, welche dadurch besser gestellt sind, dass sie Hausapotheken führen, also von 2 Seiten ein Einkommen haben. In Kirchberg ist jedoch der Sitz einer öffentlichen Apotheke, wodurch es kommt, dass die Einkünfte des Arztes, wenn er auch Tag und Nacht beschäftigt ist, doch ein kärgliches penniäres Resultat liefern.
(G2 Landesregistratur 1793 – 1904/Sanitätsgemeindegruppen Gemeindeärzte/Kirchbach-Kritzendorf)
Den weiteren Schriftverkehr siehe hier.
Rechnung des Dr. Pechlaner über 25 Gulden aus dem Jahr 1892 an die Zscherniz'sche Stiftung in Kirchberg für die Behandlung der Spitals-Pfründner.(Diözesanarchiv Wien, Kirchberger Akten)
1895 übergibt er seine Praxis an Dr. Jarosch und zieht nach Graz
Dr. Johann Karl Maria Jarosch
Ab 1894 Arzt in Groß-Riedenthal
Ab 1895 bis zu seinem Tod Arzt in Kirchberg am Wagram
1898: Er erhält er eine Impf-Remuneration in der Höhe von 30 fl.
(Wiener Zeitung vom 12.6.1898)
Bei der Aufsehen erregenden Bergung des Betrügers Edmund Jellinek aus der Donau im Jahr 1902 bei Altenwörth führt er die Totenbeschau durch.
(Illustriertes Wiener Extrablatt vom 30. 9.1902, S.6ff.)
Auch er sucht um Erhöhung der Subvention an, siehe hier.
Der erkrankte Gemeinde- und Bahnarzt Dr. Hans Jarosch mußte sich zu einer Erholungskur nach dem Süden begeben und vertritt ihn für diese Zeit der Sekundararzt des Kaiserin Elisabethhospitales in Wien, Herr Dr. Emerich Apfelthaler.
(Österreichische Land-Zeitung vom 26.11.1904)
1906 wurde Dr. Jarosch zum Leiter der Ortsgruppe Kirchberg des Schutzvereines „Südmark“ gewählt.
(Verein Südmark siehe hier.)
1908 tritt er bei der Verehelichung des Schulleiters Bachner in Altenwörth als Sänger auf: Lange blieben die Vereine beisammen und die Sänger erfreuen durch Chöre und Sololieder, wobei besonders Herr Dr. Hans Jarosch (Gemeindearzt in Kirchberg) reichen Beifall fand.
In diesem Jahr hat er auch die Ehre, den niederösterreichischen Statthalter Erich Graf Kielmansegg und seinen Begleiter Graf Castell nach einem Autounfall in der Nähe von Kirchberg ärztlich versorgen zu dürfen. Bei dieser Gelegenheit wird er als Bahn- und Gemeindearzt bezeichnet.
(Österreichische Land-Zeitung vom 14.11.1908) Näheres siehe hier.
1909: Dr. Jarosch gibt bekannt, dass er an Wochentagen nun auch von 12 – 1 Uhr mittags ordiniert. Die bisherige Frühsprechstunde von 7 – 8 Uhr findet täglich, auch am Sonntag, statt.
(Österreichische Land-Zeitung vom 11.12.1909
Immer wieder findet man Anzeigen, in denen er Personal sucht, etwa 1909 einen jungen Knecht zu einspännigem Zeuge und zu häuslichen und Gartenarbeiten und 1910 einen Hausknecht, den er zugleich als Kutscher verwenden konnte. (Div. Zeitungen in ANNO)
Pension bei einem Landarzte, eine Bahnstunde von Wien, für kranke oder rekonvaleszente Kinder. Herrliche, gesunde Lage mit großem Garten. Mäßige Preise, je nach Alter oder Uebereinkommen. Dr. Jarosch, Kirchberg am Wagram.
(Wiener Hausfrau vom 2.7.1911)
1913 erhielt er ein Stipendium zum Besuch von ärztlichen Fortbildungskursen an der Wiener Universität. Seine Vertretung war Dr. Franz Dantone aus Fels. Jeden Samstag und Sonntag übte er aber selbst die Praxis aus.
(Österreichische Land-Zeitung vom 4.10.1913)
Im Jahr 1914 tritt er gemeinsam mit dem Felser Gemeindearzt Dr. Franz Dantone in einem Gerichtsverfahren in Krems als Sachverständiger auf.
(Österreichische Land-Zeitung vom 20.6.1914)
1916: Der schwer erkrankte und zu einer schweren Operation ins Kremser Spital überführte Bahn-Gemeindearzt Dr. Hans Jarosch in Kirchberg am Wagram befindet sich Dank des großen Erfolges Primarius Dr. Edler v. Gschwindler auf dem Wege der Besserung. Hoffentlich wird er ganz seinem Berufe wiedergegeben.
(Österreichische Land-Zeitung vom 7.10.1916)
1917 wird von einem Unfall des Dr. Jarosch in Ruppersthal anlässlich eines Krankenbesuches berichtet, als das junge Roß durchging.
(Österreichische Landzeitung vom 13.1.1917)
1917 sucht er wieder einen Kutscher und Hausknecht.
(Österreichische Land-Zeitung vom 13.10.1917)
Laut Grabinschrift ist er am 3.7.1919 verstorben, in den Sterbematriken in Kirchberg ist er aber nicht eingetragen. Dr. Joachim (Chaim) Kohn
(Tulln ist judenrein!, Die Geschichte der Tullner Juden und ihr Schicksal von 1938 bis 1945, Peter Schwarz, 1997)
Dr. Josef Hartel
1916 dürfte Dr. Hartl Stadtarzt in Krems und schwer krank gewesen sein.
(Österreichische Land-Zeitung vom 7.10.1916)
1920 wird Dr. Josef Hartel in der Wiener medizinischen Schrift wird als neuer Arzt in Kirchberg genannt.
(Wiener medizinische Wochenschrift, 1920)
1927: Die Ehefrau Paula, geb. Nowak, stirbt mit 35 Jahren an Leukämie.
1929: Dr. Hartel wird als Leiter des Kirchenchores in Kirchberg genannt.
(Volksblatt für Stadt und Land vom 19.10.1930)
Dr. Otto Nemet
Dr. Arthur Jonke
Erwähnt auch in der Allgemeinen Automobil-Zeitung vom 1.2.1938.
Dr. Alois Reiß
Dr. Walter Johann Alois Erthal
(Geb. am 4.2.1895 in Gumpendorf 131, verst. 29.6.1980)
Vater: Alois Erthal, Ingenieur, Mutter Theresia geb. Röhrl, Tochter eines Bandfabrikanten)
1939: Sein Name scheint im Handbuch der NSDAP-Gaue 1928-1945 auf Seite 351 auf.
Von 1939 bis 1945 war er Kreisärzteführer.
1953: Dr. Erthal bemüht sich um die Gesundheit des Pfarrers Pelzmann: Dr. Erthal kam jeden Tag zweimal und gab sich alle erdenkliche Mühe.
Er ist in Mödling beerdigt.
Dr. Willibald Janezic
Dr. Kurt Wolf
Dr. Josef Schober
Dr. Norbert Schober
Dr. Gerhard Frömel
Dr. Helmut Wachter
Dr. Christoph Frömel
Ärzte in Altenwörth siehe hier.
Maria Knapp

